SPÖ will Sondersteuer für Spitzenverdiener

19. Juli 2010 12:49
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    Die SPÖ setzt sich weiter für eine Sondersteuer für Spitzenverdiener zur Budgetsanierung ein.

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    Steuersätze nach Einkommen, Zahl der Personen in der jeweiligen Steuerstufe.

Kräuter für fünfprozentigen Steuerzuschlag ab 300.000 Euro - SPÖ-Oberösterreich will Spitzensteuersatz befristet anheben - Kritik von ÖVP

Wien - Die SPÖ kann sich zur Budgetsanierung eine Sondersteuer für Spitzenverdiener nach deutschem Vorbild vorstellen. Diese Variante hatte am Wochenende IHS-Chef Bernhard Felderer ins Spiel gebracht. SP-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter schlägt einen Solidarzuschlag von fünf Prozentpunkten für Personen mit Jahreseinkommen von über 300.000 Euro vor, die oberösterreichische SPÖ plädiert für einen Spitzensteuersatz von 60 Prozent ab dieser Einkommensgrenze. In Zeiten der Sparpolitik sei das eine Frage des sozialen Ausgleichs, betonte Kräuter.

Zuschlag von fünf Prozent

Kräuter verweist darauf, dass die geplanten Ausgabenkürzungen in den einzelnen Ministerien bereits im Finanzrahmen definiert seien. "Die gesellschaftspolitische Balance hängt sehr stark damit zusammen, dass das Bewusstsein und die Überzeugung da sind, dass auch die Vermögenden entsprechend belastet werden", betont Kräuter. Ein Zuschlag von fünf Prozent zur Lohn- und Einkommenssteuer wäre daher "ein klarer und verständlicher Weg", der Bevölkerung dies zu signalisieren.

Kräuters Schätzungen zufolge würde eine derartige Reichensteuer rund 155 Mio. Euro einbringen. Konkret würde der SP-Geschäftsführer von Personen mit einem Jahreseinkommen über 300.000 Euro einen Zuschlag von 5 Prozentpunkten für alle Steuertarife erheben. Die Zusatzsteuer würde in diesem Modell also nicht nur den Spitzensteuersatz betreffen: Für Personen mit über 300.000 Euro Jahreseinkommen - Kräuter schätzt sie auf rund 5.500 - würde damit damit schon der Eingangssteuersatz von 36,5 auf 41,5 Prozent steigen, der mittlere Steuersätze würde inklusive Zuschlag 48,21 Prozent betragen, der Spitzensteuersatz 55 Prozent.

SPÖ-Oberösterreich fordert zehn Prozent mehr

Einen Steuerzuschlag für Spitzenverdiener ab 300.000 Euro fordert auch die SPÖ Oberösterreich. Deren Finanzreferent Hermann Kepplinger würde den Steueraufschlag allerdings nur auf den Spitzensteuersatz beschränken, dafür aber gleich 10 Prozent draufschlagen. Damit würde der Spitzensteuersatz für diese Gruppe von 50 auf 60 Prozent angehoben. Kepplinger kann sich vorstellen, dass die Maßnahme befristet eingeführt werden könnte, solange der "öffentliche Notstand" dauere, wie er gegenüber der APA sagte. Als möglichen Zeitrahmen nannte er den Konsolidierungszeitraum bis 2014. Auch er erwartet davon Mehreinnahmen von 155 Mio. Euro jährlich.

Kräuter geht davon aus, das die Bevölkerung eher bereit sein wird, Härten bei den Ausgabenkürzungen zu akzeptieren, wenn auch von Spitzenverdienern entsprechende Beiträge kommen. Außerdem verweist der SP-Bundesgeschäftsführer darauf, dass die Zahl der Millionäre in Österreich im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise stark gestiegen sei. Laut einer Studie der Boston Consulting Group stieg die Zahl der Dollar-Millionäre in Österreich 2009 von 35.582 auf 39.077.

ÖVP kritisiert "SPÖ-Steuererfindungsmaschinerie"

Nach dem Vorstoß von Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter in Sachen Steuerzuschlag für Spitzenverdiener kommt von der ÖVP Kritik an der "SPÖ-Steuererfindungsmaschinerie". "Außer neuen Steuern kommt nichts vonseiten der SPÖ", heißt es in einer Parteiaussendung. Nach dem Linksruck der SPÖ verteidige die ÖVP als einzige Partei die Interessen des Mittelstandes. Grundsätzlich werde jeder einen Beitrag zur Budgetsanierung nach seiner Leistungsfähigkeit leisten. Neue Steuern seien aber das letzte Mittel - zuerst müsse gespart werden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 1009
Thomas Kerschbaum1
01.08.2010 18:51
Nein danke !!!

Sondersteuer, nein danke. Den Leistungsträgern noch die letzte Motivation nehmen, die Taugenichtse aller Kategorien zu unterstützen. Unser hart verdientes Geld möchte jeder haben, der Staat mit seinen "gemeinnützigen" Forderungen ist da nicht allein. Aber Gott sei Dank, ist Geld nicht immobil. Eine weitere Gefahr lauert unserem Geld auch noch im Geschäftsbankensystem.

http://url-zip.com/e0k

(Kopieren und in Browseradresszeile einfügen). Wirklich interessant !

aha , hier ist mein senf :
21.07.2010 13:34
das einzige gerechte ware 40% steuer für alle auf einkommen

wenn jeder (privat und firmen) 40% oder einen anderen satz zu zahlen gätte wäre das die einzig gerechte variante.
das in verbindung mit einem mindestgehalt und einer steuerbefreiung für arbeitslose wäre die einzige gute lösung.

einkommen sind gehäter, unternehmensgewinne, wertpapiergewinne (verluste sind das eigene risiko) einnahmen durch mieten, einkommen von mannagerverträgen usw.

stiftungen sollen auch den vollen steuersatz zahlen.

bei erbschaften wird eigentlich versteuertes kapital nochmal versteuert, bei glücksspielgewinnen auch, daher ist das kein klassisches einkommen.
eine erbschaftssteuer würde nur die kleinen terffen.

Finn McCool
20.07.2010 16:17
Sparen klingt gut, geht aber leider nicht

* 1,5 Mrd an die Hypo Alpe Adria - "alternativlos", so Pröll

* 1 Mrd an die Kommunalkredit - "alternativlos", so Pröll

* 4 Mrd an Griechenland - "alternativlos", so Pröll

* demnächst 500 MIo an den Verbund- warum eigentlich, Pröll?

also dann ...
20.07.2010 15:33
eine - sachliche - verteilungsdebatte ist ÜBERFÄLLIG ! und ... die p a r a s i t e n /trittbrettfahrer

des staates sind leicht ausgemacht :

1. transfers : (integr.eink.steuer 2006,seite 48,49).
- jene die über 50 k p.a. verdienen = 5.949,-
- ..."...".. unter 10 k p.a....."........ = 2.921,-
sonstige transfers (75 % FBH) : 5.941,-/2.413,-.
(jeweils je st.pflichtiger).
2. wer zahlt k e i n e steuern ?
- 31 % der lohn-abhängigen (lohnst. 2006, s.35)
- 31,5 % der selbständigen (eink.steuer 2006,s.49)
- 40,9% der kap.gesellschaften (köst 05, s.37)
von den A G `s ...
- zahlen 50,8 % ( ! ) keine köst (seite 41)
sie zahlen 627 mio = 12,3 % der köst (5,07 mrd)

fakt ist:
1. bei transfers erhält das oberste dezil das
DOPPELTE (!) der untersten
2. die grossen AG`s zahlen (fast) k e i n e steuern !

tja ...

Slarti Bartfass
 
20.07.2010 18:58

Juhu, es gibt noch Leute die es kapieren. Fast wollte ich die Hoffnung aufgeben.

also dann ...
20.07.2010 15:46
eine "reichensteuer" (über 300.000 p.a.) kann nicht ... die erhöhung/einführung von vermögenssteuern ersetzen, denn

beim vermögen gibt es keinen MITTELSTAND...
als auch (grundsteuer) die diskussion um
"häuslbauer" ... nichts mit den tatsachen zu tun hat :

- die 10 reichsten familien verfügen über 58,8 mrd
- die 100 reichsten österreicher ... über 95 mrd
= die hälfte der staatsschuld

das gesamte PRIVATvermögen verteilt sich wie folgt:
- das oberste 1% der bevölkerung...verfügt über 34% des gesamtvermögens
- auf das 2-10% ...entfallen 35 % d. ges.vermögens
und der rest der 90%
...verfügt nur über 31 % des gesamtvermögens.

das IMMO-vermögen ...
- das oberste 1 % ... 15% d. Immovermögens
- vom 2-10%............56 % " "
und die restl. 90 % d. bevölkerung
... verfügen nur über 29 % d. IMMO-vermögens.

Mostbluzza
27.07.2010 09:16
ist ja alles gut und schön

eine zahl dazu:

die selbständigen in öst. sind jahresverdienstmässig unter den pensionisten.
als grössenordnung:

bei ca. 280.000 selbst. verdienen 75% unter 25.000 euro p.a. ... viel spass bei den haftungen, risiken, investitionen, verantwortungen, (fremd)kapitaleinsätzen usw ...

Waxolunist
21.07.2010 08:08

Was soll eigentlich der Hinweis auf die Hälfte der Staatsschuld? Das gesamte Vermögen der Österreicher beläuft sich auf etwa das dreifache der Staatschuld. Soll ma das nun einziehen durch Enteignung?
Und die AGs? Soll mas nun schliessen?
Jene unter 10k zahlen keine/kaum Steuern. Es ist begründbar, dass jene unter 10k weniger Transfers erhalten. z.B. wg. Familienstrukturen (niemand erhält mehr FBH oder KDG wenn er mehr verdient) Jene unter 10k sind Lehrlinge, Rentner (eher wenig FBH oder KDG), Teilzeitkräfte und daher nicht mit jenen über 50k vergleichbar.
Schon Marx sagte: Du sollst nicht Äpfel und Birnen addieren.

tante kommunismus
20.07.2010 14:37
diese debatte hat v.a. eines zutage befördert:

es gibt in österreich millionen von working poor. http://is.gd/dyDnX

das ist auch kein wunder. die "leistungsträger" geben sich ja noch nicht mal die mühe, ihre lohndrückerei zu verschleiern.

zB die IV: "Bleiben die meisten Löhne gleich, bedeutet das in Wirklichkeit eine massive Lohnerhöhung [...]"

Pol e Mike
20.07.2010 12:14
Warum zahlen 10% der menschen in diesem Land...

...70% der Staatsausgaben?

Was ist mit den anderen, die hier ihre Neidpostings ablassen...und ausser gierigen Wortspenden nichts beitragen?

Warum teilen wir den Staatshaushalt nicht durch die Anzahl Einwohner in gleiche Teile für jeden?

Das wäre gerecht!

also dann ...
20.07.2010 15:47
weil sie 80 %... des einkommens + 90 % des vermögens auf sich vereinen ? ? ?

Mostbluzza
27.07.2010 09:24
sagen sie,

sie reden von den clans, den adligen, den alteingesessen familienerben, konzernen,stiftungen usw. - stimmt keine frage.

und wer redet von der erstaufbaugeneration (ja die gibt es auch heute noch, die von 0 auf 100 aufbauen).
sprich: lange geringes einkommen, dann stark wachsend, kein vermögen sondern verschuldung (sprich investitionen), enorme steuerbelastung privat u n d des unternehmens (weil möglichkeiten die konzerne haben, nicht bestehen wie gruppenbest., auslandsverschiebungen, usw) trotzdem arbeitsplatzschaffung und enorm hoher volkswirtschaftlicher beitrag (zb. mehrere hundert grundeinkommensbezieher erhaltend) und das natürlich förder/subventionslos usw.

Waxolunist
21.07.2010 08:09

Na dann ist es doch wohl auch gerecht oder?

ramos
20.07.2010 14:54
ganz einfach ...

Würden alle eine gleichen oder ähnlichen Anteil zahlen, wäre das gerecht und die politiker und das proletariat hätten keine Feindbilder ... Marx, wie er bei uns gedeutet wird läßt grüßen ...

Gigerius
20.07.2010 11:39
Eine Frage an die sich-Auskenner

Warum ist der Steuersatz nicht entsprechend einer Wurzelfunktion angelegt? Das hieße Je mehr jemand verdient, entsprechend und gleichmäßig mehr zahlt man Steuern. Egal wie hoch oder wie gering das Einkommen wäre, jeder wüde dann entsprechend dem Einkommen zahlen. Oder?

Peter Falber
20.07.2010 12:10
historische gruende

weil die einkommenssteuerklassen erfunden wurden als es noch keine taschenrechner geschweige denn computer gab, und exponenzialfunktionen dementsprechend aufwaendig haendisch zu rechnen waren.

Der Falko
20.07.2010 12:46
für den kindischen vorschlag des @gigerls braucht man

weder wurzel- noch exponentialfunktionen

kipfal
20.07.2010 13:29

na wenn der vorschlag kindisch ist, können sie sicher auch begründen warum das so ist. oder?

Der Falko
20.07.2010 13:35
sicher kann ich das begründen

zufrieden?

oder?

kipfal
20.07.2010 13:38

na dann lassen sie mal hören :)

sociovation
20.07.2010 12:00
Weil es in Österreich eine

SEHR komplizierte Form der Flattax gibt.
Hier der Beweis:
http://www.steuermythen.at/index.php... ahlen-viel
Diese Kompliziertheit hat aber einen Grund, der sich überall in diesem Forum finden lässt:
Man nämlich als Gutverdienender so besser behaupten, man zahle mehr Steuern als diejenigen, die nicht so viel "leisten".
Die ÖVP nutzt dieses System und die Uninformiertheit der Menschen darob mit aller Konsequenz aus.
Das ist perfide?
Ja, das ist perfide.

Waxolunist
21.07.2010 08:32

Nun, dass der Steuersatz bei durchschnittlich 35% liegt, das kann ich leider nicht bestätigen.
Zum einen ist es klar, dass was vor allem bei der Mwst ersichtlich wird, wer mehr verdient sich mehr leisten kann.
In dieser Realität werden die Arbeitgeberanteile nicht miteibezogen.
Zudem ein Arbeitsloser zahlt wohl eher weniger.
Verdient man z.B. ca. 60k brutto/Jahr zahlt man 53% an Abgaben, Steuern und Pflichtversicherungen, bleiben also von 77k (inkl. AG-Anteil) gerade mal 36k über. Dazu kommen noch Mwst. und Gemeindeabgaben. (z.B. 50% von Nettogehalt in Konsum = 3.7k Steuern). Dann noch Auto (Möst), GIS, Kest usf. => Summe ca. 60-65% Abgaben.
Perfide wirds erst wenn man selbständig und angestellt ist, dann braucht man sogar 2 Krankenkassen.

Count Zero Interrupt
20.07.2010 13:05

interessante seite, danke

Heefcleeve
20.07.2010 11:55

Weil es genug ÖVP-Wähler gibt, die ihren Vorschlag gar nicht lustig finden!

tucker maxxx
20.07.2010 11:49

weil liebkinder der politik, die viel geld in selbige (spenden) stecken (aber immer noch weit weniger als würden sie mal anständig besteuert) bevorzugt werden "müssen".
ich verdien´eigentlich ganz gut, aber wenn ich mir meine gehaltsabr. anseh kommt mir insofern das grausen, was ich in relation zu einem billa kassier an SV bezahle (meines erachtens nämlich viel zu wenig) auch wäre ich dafür die höchstbemessung abschaffen. auch mit einem spitzensteuersatz von weit mehr als dem jetzigen kommt man ganz gut über die runden ohne auf viel verziichten zu müssen, dafür sollten aber niedrigere gehälter (meist v. jungen die fam., haushalt etc. gründen sollen entlastet werden. und klar meinl&co ned nur "spenden" sondern fair STEUERNZAHLEN!!!

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