Geheimdienste völlig überdimensioniert

19. Juli 2010, 12:37
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"Washington Post" veröffentlicht Ergebnisse zweijähriger Recherche - CIA-Chef bereitet Einsparungen vor

Washington - Fast neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September will sich die US-Regierung des aufgeblähten amerikanischen Geheimdienstapparates annehmen. Das Weiße Haus reagierte damit auf einen am Montag veröffentlichten Bericht der "Washington Post". Zwei Jahre hatten Journalisten der Tageszeitung recherchiert und kamen zu dem Schluss, dass die Welt der Geheimdienste völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Hinter dem öffentlichen Amerika existiere ein zweites, geheimes Amerika - das der Geheimdienste, schreibt die "Washington Post". Deren Aktivitäten seien nicht nur unüberschaubar und kostspielig - es sei fraglich, ob sie den US-Bürger wirklich vor Terrorgefahren schützten.

In der Terrorismusbekämpfung, für den Heimatschutz und die Geheimdienste seien in den USA mehr als 1.200 Regierungsorganisationen und mindestens 1.900 private Unternehmen aktiv, berichtet das Blatt. Die dazugehörigen Einrichtungen seien auf rund 10.000 Standorte verteilt. Da sich viele Aktivitäten überschnitten, würden Steuergelder und Ressourcen verschwendet. Angesichts der Flut von Geheimdienstberichten würden etliche gar nicht erst gelesen.

Verteidigungsminister Robert M. Gates sagte in einem Interview mit der "Washington Post", der Geheimdienstapparat sei seit den Terroranschlägen so angeschwollen, dass sogar der Chef der CIA und er selbst nur schwer den Überblick behalten könnten, und man sich fragen müsse, ob man nicht mehr als nötig habe. Der pensionierte Generalleutnant John R. Vines erklärte nach einer Überprüfung der Geheimdienstaktivitäten im vorigen Jahr, die Vielschichtigkeit des Systems spotte jeder Beschreibung.

CIA-Direktor Leon Panetta rechnet angesichts der leeren Budgetkassen mit einer Kürzung des Geheimdienstetats und arbeitet nach eigenen Aussagen bereits an einem Fünf-Jahres-Plan für seine Behörde. Die US-Regierung erklärte vor Veröffentlichung des Berichts, man sei sich des Problems bewusst und arbeite daran. (APA/apn)

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Wahington Post: A hidden world, growing beyond control

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 33
1 2
Vorpotsky
01
19.7.2010, 20:05
Wie koordinieren die sich eigentlich?

Gibt's sicher schon, aber das wäre doch mal ein Klamauk-Film: Geheimagent X in geheimer Mission im Irak, schleicht sich in Fabrik ein, beobachtet die bösen Machenschaften der Mitarbeiter, bis rauskommt, dass in der Fabrik nur amerikanische Geheimagenten arbeiten.

meanAngus
00
20.7.2010, 08:09

Sehr kreativ. Warum wirst du nicht Schriftsteller oder Drehbuchautor?

peace & love
00
19.7.2010, 18:15
heimatschutzministerium :

208.000 mitarbeiter.

hochproduktiv als wirtschaftsbremse, völlig uneffizient in der bekämpfung des terrorismus. irgendwann gibt's nur mehr agenten.

kopfsalat
04
19.7.2010, 17:14
5-jahres plan?

oh my god, die cia wurde von den commies unterwandert

"Es gibt keine Alternative"
 
00
19.7.2010, 17:00
Jede Behörde neigt zur üppigen Selbstvergrößerung.

Die Anschläge haben Amerika blind gemacht für diesen Wildwuchs an Geheimdiensten.

Dort möchte jeder gerne arbeiten, immerhin winken fette Entlohnung, Dienstwagen, hohes Sozialprestige, welches v.a. die Bosse an der Anzahl der Untergebenen messen.

Für eine Welt ohne Tofu!
221
19.7.2010, 15:18
Na echt?

Nur:
Wir haben ein völlig überdimensioniertes Krankenkassen-System. Vermutlich sind wir Weltbester beim Ineffizienz-Indikator "Krankenkassen pro Einwohner".
Und ich bin sicher, dass dieses Geld noch schlechter investiert ist, als die überdimensionierten US-Geheimdienste.
Also nicht aufregen!

pater hirni
01
20.7.2010, 07:21
was hat ihr wirres gerede mit dem thema des artikels zu tun?

hanslblasta
21
19.7.2010, 22:13
inwiefern ist das österreichische Krankenkassen-System

völlig überdimensioniert? - wenn Sie das behaupen, werden Sie es wohl auch begründen - und im Idealfall einen kurzen Gegenentwurf skizzieren können?

wobei: wie würden Sie das Krankenkassen-System beurteilen, wären Sie sehr krank? alt und gebrechlich? hätten weinig Geld?
wobei es durchaus Menschen gibt, auf die das alles gleichzeitig zutrifft

eine andere Geschichte: jene, die Mitglied einer erfolgreichen kleinen Krankenkasse sind, werden wenig Interesse daran haben, zB mit einer Gebietskrankenkasse fusioniert zu werden - wobei letztere mehr Leute mit höherem Erkrankungsrisiko versichern und das zu einem geringeren Beitrag - in Ö gibt es eben ein solidarisches Sozialsystem - begreifen nur wenige, welche Vor- und Nachteile das hat

GG22
013
19.7.2010, 18:49
Die USA sind das Land mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit

und mit der größten Zahl von Leuten die gar keine Gesundheitsversorgung bekommen.

Das ist effizient für die Industrie, nicht für den Bürger/die Bürgerin.

Für eine Welt ohne Tofu!
02
20.7.2010, 08:00
Es ging mir nicht um die Gesundheitsvorsorge...

...sondern um die Anzahl der Krankenkassen!
Wozu brauchen 8Mio Menschen so viele Krankenkassen samt Verwaltung und Parallelstrukturen.

Wie ich den roten Stricherl entnehme braucht aber der Österreicher dringend seine eigene Bauernkrankenkasse, KK der Gewerblichen, Beamtenkassen, Gebietskrankenkassen für jedes Bundesland usw usw usw.
Mir solls recht sein.

dekorhippe
05
19.7.2010, 15:06
na eh

für powell points reichen ein computer und zwei, drei kreative köpfe. den rest kann man in die traumfabrik outsourcen.

monella laputa
10
19.7.2010, 14:42
naja das muss man verstehen

nachdem der Bush-mann abgedankt hat, wird ja nicht mehr jeder einzelne Amerikaner von 2 Agenten ausspioniert. Irgendwo ist ihnen da das Bedrohungsponzial abhanden gekommen. Jetzt sitzen die alle herum und drehen däumchen.

Dirty Sanchez
 
11
19.7.2010, 14:31
Für diese bahnbrechende Erkenntnis zwei Jahre lang recherchieren?

Beinahe österreichische Zustände sind das!

Kleinhirn
12
19.7.2010, 14:38

Nur die können jetzt Zahlen und Fakten vorlegen, und können beweisen das es so ist.

Ihre Analyse besteht aus einem Satz: "Die US-Geheimdienste sind völlig überdimensioniert, weil ich es sag!".

Glauben Sie mir, solche Analysen nimmt keiner ernst.

Dirty Sanchez
 
21
19.7.2010, 15:02
Falsch.

Die Zahlen sind da wie dort längst bekannt, die Erfolge und Mißerfolge ebenfalls. Zur Zusammenfassung samt Untermauerung benötigt man keine zwei Jahre, es sei denn, man möchte, daß es solange dauert. In diesem Zusammenhang sollten Sie so manche andere Studie ebenfalls näher betrachten, viel zu oft stellt sich nur heraus, daß es alleine des Geldes und politischer Gründe wegen so lange gedauert hat.

FlauschBär
 
02
19.7.2010, 14:21

Wozu so viel Geld für die Geheimdienste ausgeben?
Feces-book und Gugl erheben doch eh die ganzen relevanten Daten aus dem Web.

Wachsender Widerstand
27
19.7.2010, 14:20
Beharren auf die "Demokratie"

- wahlmanipulation
- immer stärker werdende Armee
- steigende schulden
- verwässerung der währung
- angrifskrieges gegen wehrlose länder
- unterdrückung der "freien demokratie"
etc, etc, ....... könnte ewig so weitermachen.

der punkt ist, die usa erninnern mich immer mehr an das alte ROM und seinesgleichen.

und wo ist diese weltmacht heute ????

Harrison Fordh
46
19.7.2010, 14:20
Das Gleiche in Schwarz bei uns.

Erst vor kurzem hat der Kurier aufgedeckt, dass in Österreich ein unsägliches Heer an Geheimfritzen durch die Gegend torkelt.

Die Fritzen verschlingen ein sagenhaftes Budget, brauchen sich vor niemandem verantworten und dürfen sich auch noch hochwichtig vorkommen, obwohl sie nichts Reales leisten.

Aber wenn sie nur unnütz wären, dann wäre das Ganze ja nur halb so schlimm. Sie unterhöhlen jedoch durch ihre Aktivitäten im rechtsfreien Raum die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Während an den wirklichen Problemen vorbeigeguckt wird, amüsieren sie sich mit modernster Technik am Privat- und Liebesleben unzähliger Bürger.

Daher: Höchste Zeit, die Geheimfritzen aus ihrem Kellerdasein zu scheuchen - bzw. sie zu streichen!

Karl-Heinz-Esgilt Dieunschuldsvermutung
03
19.7.2010, 14:08
Wenn der Wildwuchs nicht bald zurückgestutzt wird, dann wird uns die Bürgerüberwachung

genauso zum Verhängnis werden wie seinerzeit dem Ostblock das sinnlose Wettrüsten. Da das Geld für das Aufrüsten allen vitalen Bereichen des Lebens abgesaugt wurde, sind die Staaten schließlich kollabiert.

Zum Glück werden immer mehr Stimmen laut, die der unnützen und obendrein demokratieschädlichen Bürgerüberwachung die Maske vom Gesicht reißen.

Mostbluzza
04
19.7.2010, 14:03
tja die grösste demokratie der welt

ist bei der überwachung der eigenen bürger, der über 150 "aussenposten", der alliierten und der neutralen und "gegner" sehr aktiv.

neben den bekannten wie:
cia,fbi, nsa,dia, ...
nro,nga,ooi,inr,oia,iaip,dhs,cgi, nctc noch die militär. wie ai,oni,aia,mcia, ...

und ein paar ähnliche dienste: secret service und sicher noch etliche wirklich geheime bzw. outgesourcte und "black commands" (mit ex-mitarbeitern, ex-spionen und veteranen), v-männer und bezahlte zuträger, usw usw ...

die basis ist ja schon lange gelegt, legistisch und faktisch für den paradies-fascho-staat.

ad vocem
09
19.7.2010, 13:13
*staun*

"An estimated 854,000 people, nearly 1.5 times as many people as live in Washington, D.C., hold top-secret security clearances."

Macht bei 308.241.000 EinwohnerInnen also einen ganzen Schlapphut je 361 US-BürgerIn!

Zum Vergleich:

Stasi: 1:180 (Stand: 1989)
KGB: 1:595 (Stand: 1990)
Gestapo: 1:8.500 (Stand: 1937)

http://de.wikipedia.org/wiki/Stas... itarbeiter

Dr. Schland
00
20.7.2010, 10:18
Huch!? Oha!

Mir stockte kurz der Atem, dann las ich:

Washington D.C.

Gentlemen, cool your engines. :-)

Gerald Nessmann
01
19.7.2010, 14:02
Top secret security clearance

heisst halt noch lange nicht, dass es sich um einen Geheimdienstmitarbeiter handelt.

Viele dieser clearances gibt es im Militaerbereich und bei normalen Beamten.

ad vocem
03
19.7.2010, 15:04

Genauso wie im Ministerium für Staatssicherheit, wo die Zonen-Gabi Sekretärin war ...

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