Aids-Konferenz

Clinton: "Viele kleine Spenden ergeben große Summen"

19. Juli 2010, 12:32
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    foto: ap/ronald zak

    Der frühere US-Präsident Bill Clinton bei seiner Rede im Rahmen der Aids-Konfernz in Wien

Forderung nach neuen Finanzierungsmodellen - Auch Entwicklungspolitik überdenken - mit Video

Wien - Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat bei der Plenarsitzung der Internationalen Aids-Konferenz (AIDS 2010) in Wien neue Finanzierungsmodelle im Kampf gegen HIV-Infektionen gefordert. Die Finanzkrise dürfe keine Ausrede sein, dass das Gesundheitssystem für jeden erreichbar sein müssten, sagte Clinton. "Es ist es aber nicht". Als Alternativen dachte neue Formen der privaten Finanzierung an: Eine "große Anzahl von Menschen könne mit kleinen Spenden große Summen" lukrieren.

Auch seine eigene NGO, der Clinton Health Access Initiative (CHAI), die sich der Verbesserung der Aids-Bekämpfung in Entwicklungsländern verschrieben hat, und der "Global Fund", die größte Finanzierungsorganisation im Kampf gegen HIV/Aids, hätten in den vergangenen Jahren von Spenden profitiert. Von großen Spenden durch Privatpersonen oder durch kleine Beiträge, etwa durch Zuschläge beim Kauf von Flugzeugtickets.

Dieses System gelte es auszuweiten. "Warum schlagen wir nicht 50 Cent auf ein Ticket für eine Sportveranstaltung auf", nannte der frühere US-Präsident ein Beispiel. Auch bei der Erdbeben-Katastrophe auf Haiti hätten viele US-Bürger enorm geholfen, in dem sie über ihr Handy Organisationen wie dem Roten Kreuz geringe Summe zukommen hätten lassen, erinnerte Clinton. "Die Leute sind bereit zu geben, sie müssen aber wissen, wofür das ist."

"Job schneller und billiger machen"

Ein anderer Weg, den Kampf gegen Aids/HIV allen Problemen zum Trotz weiter zu finanzieren, sei eine Überprüfung der eigenen Kosten, sagte Clinton und erinnerte sich an ein Treffen mit Microsoft-Gründer Bill Gates, bei dem sie die Ausgaben seiner NGO und der "Bill & Melinda-Gates-Fondation" analysiert hätten. Dabei hätten sich Möglichkeiten zur Kostenreduktion gezeigt. "Es ist leicht zu sagen, dass die Regierung mehr Geld geben muss, aber auch wir müssen unseren Job schneller und billiger machen."

Auch in der internationalen Entwicklungspolitik müssten die Transferkosten verringert werden, indem auf mehr Selbstständigkeit der betroffenen Staate gesetzt werde. "Wir brauchen ein neues Modell für die Entwicklungsländer, zum Beispiel nationale Pläne." In zu vielen Länden gehe zu viel Geld verloren, durch Lieferkosten, infrastrukturelle Probleme oder einfach zu viele "Meetings". Aber: "Jeder Dollar, den wir verschwenden, stellt ein Leben aufs Spiel."

Er wolle niemanden "anklagen", so der Ex-Präsident der USA, aber wir müssen dieses Ländern helfen, ihre eigenen Verteilungssysteme zu verbessern. Wir müssen beim Geldausgeben weiser sein." Als positives Beispiel nannte Clinton Südafrika, wo Präsident Jacob Zuma eine "enorme Führungskraft" im Kampf gegen Aids entwickelt habe.

Auch einen Seitenhieb auf seine Heimat USA und die dort umstrittene Gesundheitsreform seines Nachfolgers Barack Obama konnte sich Clinton nicht verkneifen. "Es gibt zwei Möglichkeiten. Wir können demonstrierten und den Präsident schimpfen, oder vom Kongress mehr Geld fordern. Das zweite wäre wichtiger."

Clinton wehrte sich insbesondere dagegen, dass das Gesundheitswesen weltweit vor allem als Kostenfaktor gesehen werde: "Investitionen in Gesundheit sind gute Investitionen in die Wirtschaft. Wenn jemand ein Atomkraftwerk baut, kennt man erst nach 30 Jahren die Kosten. Aber Investitionen in die Gesundheit geben uns sehr viel an Gewinn zurück. Wenn man von Gesundheitskosten redet, ohne von dem daraus erwachsenden Gewinn spricht, ist das falsch. Wir brauchen gute wirtschaftliche Überlegungen, nicht eine dumme Sicht von Ökonomie." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 50
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John Bello
00
21.7.2010, 00:17
Herr Clinton,

Einstein wäre stolz auf sie,sie Intelligenzbolzen,nobelpreisverdächtiger Spitzenmathematiker.

Alter Knacker
00
20.7.2010, 20:54

die Spaßgesellschaft hat ihre Grenzen, aber man wird es nie den Leuten in der Öffentlichkeit ins Gesicht sagen, es wäre zwecklos.

Psst...leise...sont wird der Zensor wach...psst...
00
20.7.2010, 19:37
...und wenige, große Spenden ergeben auch große Summen!

auegg.is.back
00
20.7.2010, 18:14
HAt er eigentlich in Verhüterli angehabt als er damals mit seiner Praktikantin aktiv war?

Lugners Kleinzoo
00
20.7.2010, 12:43
Uiuiuiui

Clinton erinnert mich an Gorbatschow, der reist ja auch um die halbe Welt um Vortraege zu halten, hat seine eigene Stiftung und macht Werbung fuer verschiedenste Dinge.... Vielleicht kann man ihre Lebenslaeufe graphisch aufarbeiten, waere doch sicher huebsch.

Herr Plumm
00
20.7.2010, 11:32
Clinton: "Viele kleine Spenden ergeben große Summen"

wahnsinn...intelligenzbestie...

Design Unit
00
20.7.2010, 11:18
viele große spende machen ....

das kraut richtig fett also ihr reichen der welt börsel raus und spenden ...

Dim from the Yard
 
11
20.7.2010, 10:16
"Wir müssen beim Geldausgeben weiser sein"

aus dem munde clintons ist das reiner sarkasmus...
fliegt er doch jedesmal um viel geld her, nur um da ne rede zu halten und sich das ganze gespendete geld zu holen lol.
die in haiti fragen sich auch langsam, wo die grosse hilfe bleibt...
http://www.guardian.co.uk/world/201... it-for-aid

Godesberg
11
20.7.2010, 16:45

Clinton hat seinem Nachfolger einen ausgeglichenen Haushalt übergeben, sogar mit Überschüssen...

Sich über teure Flüge zu beschweren ist etwas kleingeistig. Der Auftritt Clintons hat eine ganz andere Wirkung wenn er persönlich da ist. Eine simple Videobotschaft heißt: naja, ich hab besseres zu tun, ist nicht so wichtig.

Jene Grüne Straßenkatze
00
20.7.2010, 09:30
...

Nicht immer ist die Methode, irgendeine Zeile aus dem Zusammenhang zu reißen und als Aufhänger des Artikels zu verwenden, wirklich zielführend. Manchmal wirkt das einfach nur vollkommen banal.

Samsonite
00
19.7.2010, 23:58
männl. Beschneidung senkt das Aids Risiko

hab die Rede auf fm4 gehört. Clinton zitiert experten die meinen das Ansteckungsrisiko sinkt bei beschnittenen Männern um einiges (ich glaube es waren 30%).

Ästhetischer ist es auf jeden Fall ;-))

Quadrat-Wurzel der Idiotie
00
20.7.2010, 08:51

Beschneidung würde auch dem Gebärmutterhalskrebs entgegenwirken

Da ist nämlich (angeblich) das Smegma daran schuld

bonnie und clyde
00
20.7.2010, 17:25

nur so zum aufklären. gebärmutterhalskrebs bekommen frauen durch die HP-Viren. Die HP-Viren allerdings besitzten nur männer von geburt an und frauen nicht. desshalb sollte man mit 12 seinen sohn impfen lassen um keine mädchen/frauen an zu stecken. informier dich das nächste mal besser bevor du etwas "angeblich" hörst!!!

Queen of Sheba
 
01
19.7.2010, 23:17
Schon mutig, vor 25000 angereisten Experten anzuprangern, dass zu viel für Expertenreisen ausgegeben wird.

short cut
54
19.7.2010, 21:34
Dieser Kriegsverbrecher (Sudan) sollte voe ein Gericht

und nicht auf einem Podium die grosse Lippe reissen.

RAR
02
19.7.2010, 23:05
Wieder mal

Themaverfehlung! 5, setzen!

Abgesehen davon, dass auf meiner Verbrecherliste ungefähr 10.000 Leute vor ihm drauf sind...

+DieMeinung+
09
19.7.2010, 18:27
"Viele kleine Spenden ergeben große Summen"

Zur Erinnerung : Viele der ECHTEN Promis dort sind MultiMulti-Millionäre. Die verdienen pro Monat mehr, als die gesamten Spenden zu diesem Event.

Karl Buschina
00
20.7.2010, 12:32
Es handelt sich um ein Charity-Event für die Pharmaindustrie.,.

Wahrscheinlich besitzen die prominenten Teilnehmer große Aktienpakete der Pharmaindustrie und fordern daher indirekt, dass die vielen kleinen Spender ihre Dividenden fetter machen sollten.

Quadrat-Wurzel der Idiotie
00
20.7.2010, 08:52

Eigentlich wäre eine Videobotschaft günstiger, und intelligenter gewesen, JA

Godesberg
00
20.7.2010, 16:46

Nö. Eine Videobotschaft heißt: ich hab besseres zu tun.

Conny Bärlus
03
19.7.2010, 22:40
Und wie viel

hat alleine Bill Gates - einer dieser verrufenen ECHTEN Promis - schon gespendet?

The Heckler
20
20.7.2010, 08:24
zu wenig

Mike 23
02
20.7.2010, 10:14
Kennen Sie die Bill & Melinda Gates Foundation?

Man mag von seinen Programmen halten was man will, aber wenn jemand privat 2 Mrd. Dollar für die Bekämfpung von Krankheiten zur Verfügung stellt, dann ist das nicht "zu wenig".
Michael

asinus
21
19.7.2010, 18:53

Und wieviel spenden Sie selber, Hr. Clinton? Wieviel haben Sie für Ihren Vortrag kassiert?

Conny Bärlus
02
19.7.2010, 22:39
Für diesen Vortrag

hat er definitiv nichts kassiert. Nicht einmal das Flugticket. Möglicherweise sein Cola, das ihm bezahlt wurde, mehr nicht.

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