Nächste Hitzewelle

Bauern drohen kräftige Ernteausfälle

19. Juli 2010, 12:01
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    foto: apa/angelika warmuth

    Die nächste Hitzewelle kommt: Die Bauern müssen Ernteeinbußen befürchten

Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet

Wien - 94,2 Liter auf einem Quadratmeter, und das in nur wenigen Stunden: In dem kleinen obersteirischen Ort Kalwang ist in der Nacht auf Sonntag so viel Regen gefallen wie schon seit 45 Jahren nicht mehr. Nach der enormen Hitze mit Spitzenwerten bis 37 Grad wurde Österreich durch nahezu flächendeckende Gewitter kräftig abgekühlt. Am Brenner zum Beispiel fiel die Temperatur von 32,7 auf 8,1 Grad - Differenz: 24,6 Grad. Absolut rekordverdächtig waren die 53.425 Blitze - allein am Samstag. Doch die nächste Hitzewelle ist schon im Anmarsch.

Zuerst stöhnten die Österreicher unter der enormen Hitze, dann flüchteten sie sich vor den heftigen Gewittern. Die vergangenen Tage waren aus meteorologischer Sicht ziemlich aufregend. Mit 36,9 Grad lieferte Ferlach (Kärnten) den absoluten Temperaturhöchstwert, gefolgt von einigen Ortschaften, die es ebenfalls locker über die 35-Grad-Marke schafften. Während am Samstag im Westen bereits Unwetter tobten und Hagel-Schauer unter anderem die Innsbrucker Altstadt verwüsteten, heizte sich der Osten Österreichs noch einmal so richtig auf, bevor auch dort der Himmel seine Schleusen öffnete.

94,2 Liter pro Quadratmeter in der Nacht auf Sonntag bescherte Kalwang den ersten Platz in der Niederschlagsstatistik. Aber auch Puchberg am Schneeberg mit 82,9 Litern oder Linz mit 75 Litern brauchen sich nicht zu verstecken. Nach Analysen der Klimatologen von der ZAMG auf der Hohen Warte in Wien lag der Schwerpunkt der Niederschläge aber in Tirol. Zwischen Paznaun und Pitztal oder in den Kitzbüheler Alpen fielen stellenweise über 100 Liter pro Quadratmeter.

Die nächtlichen Gewitter waren jedenfalls gut zu beobachten, denn sie wurden von insgesamt 53.425 Blitzen hell erleuchtet. Zum Vergleich: Im Schnitt werden in Österreich jährlich rund 170.000 Blitze registriert. Das "Epizentrum" lag südlich des Wechsels in der Oststeiermark sowie im benachbarten Burgenland. Allein dort zählte man deutlich über 10.000 Entladungen.

Was folgte, war eine kräftige Abkühlung. Spitzenreiter dabei war der Brenner, wo die Temperaturen von 32,7 auf 8,1 Grad fielen - Differenz: stolze 24,6 Grad. In Imst sackten die Quecksilbersäulen durch die Unwetter von 33,7 auf 10,2 Grad ab. Und auch in Klagenfurt wurde es um exakt 22 Grad kühler. Nicht ganz so drastisch purzelten die Temperaturen im Osten, was auf die Bewölkung zurückzuführen war, so Klimatologe Gerhard Hohenwarter.

Die Prognose für die kommenden Tage sei recht einfach, muss Hohenwarter nicht lange überlegen: "Es wird wieder heiß." Mit 34 bis 36 Grad müsse stellenweise schon gerechnet werden - zuerst im Westen und Süden, dann auch im Osten des Landes. Ein meteorologisches Deja-vu kündigt sich dann am Samstag an: nämlich Gewitter.

Landwirtschaftskammer fordert finanzielle Hilfe

Die wochenlange Hitze und Trockenheit wirkt sich in Kärnten indessen bereits massiv auf die Landwirtschaft aus. Mais- und Sojakulturen haben vor allem in Unterkärnten teilweise bereits irreparable Schäden erlitten. Besonders schlimm sieht es aber auf den Grünflächen aus. Landwirtschaftskammerpräsident Walfried Wutscher forderte am Montag daher bereits Unterstützung aus dem Katastrophenfonds.

"Die zweite Heuernte hat nur noch 20 Prozent des Normalergebnisses gebracht, der dritte Schnitt, der jetzt bald fällig wird, fällt total aus", sagte Wutscher. Schäden am Grünland seien zudem nicht versicherbar, daher müsse den Bauern unter die Arme gegriffen werden. "Das Futter wird auf jeden Fall knapp werden", prognostizierte Wutscher.

Vor allem im Klagenfurter Becken und in Südkärnten hat es seit Wochen nicht geregnet, dafür gibt es fast ständig Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke, und Niederschlag ist weiterhin nicht in Sicht. Neben Mais und Soja haben jene Landwirte, die etwa Sonnenblumen anbauen, ebenfalls mit Ernteausfällen zu rechnen.

Auch die Obstbauern sind bereits stark betroffen. Apfel- und Birnbäume lassen die unreifen Früchte haufenweise fallen. Sogar die Milchbauern würden, so Wutscher, durch die Trockenheit und Hitze Einbußen hinnehmen müssen. Die Zahl der Keime in der Milch steige, die Kühe bekämen Krankheiten wie Euter-Entzündungen. "Die Lage ist ernst, wenn es nicht bald regnet, wird sie katastrophal", meinte der Landwirtschaftskammerpräsident. (APA)

 

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Posting 1 bis 25 von 114
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artemis70
00
22.7.2010, 15:44
macht nix, hauptsache frau kummer freut sich!

ihr lamento setzt ja bereits ein, sobald die temperaturen auf 30 grad sinken und am fernen horizont ein winziges schönwetterwölkchen aufzieht.

Ron Rik
02
20.7.2010, 18:30
Schon eine alte Bauernregel besagt:

Zuerst kommt die Regenzeit,
dann kommt die Trockenheit
und am Schluß die Wartezeit
auf den Mercedes!
Den Herrschaften täte ein valorisierter Einheitswert wirklich gut.

a dabei
02
20.7.2010, 13:17

nachrichten machen depressiv

juergen66
24
20.7.2010, 11:20

bitte ned sagen, dass jetzt das bauerngejammere wieder losgeht!

Sushi-Fraß Fresser
00
21.7.2010, 10:00

Oja, weil das gibt dann wieder kräftige Zuwendungen aus den Katastrophenfonds der Länder. Steuerfrei!

allesdrehtsich
110
20.7.2010, 15:26
Das nächste "Gejammere" wird von .....

den Versicherungen kommen!

"Schäden in Millionenhöhe"!

Von den fetten Prämien sprechen sie nie!

Dirty Sanchez
 
02
20.7.2010, 10:35
Besseres Marketing ist gefragt, liebe Bauern:

Verbreitet das Gerücht, das vertrocknetes Getreide gut für die Potenz ist (ein, zwei "Wissenschafter", die das bestätigen, werden sich gewiß finden), zudem, daß das Getreide am Aussterben ist (Aufnahme in die "Rote Liste" beantragen) und die Japaner kaufen Euch alles zum dreifachen Preis ab!

pepe123
22
20.7.2010, 08:20
tja sch.... wetter !!

klimaanlage ein - und gemütlich ein schönes blondes geniesen !! so kommt man auch durch den sch... sommer !

pepe123
00
20.7.2010, 07:51
kurze worte

einfach ein sch... sommer !! verdammte hitze !

greenling
83
20.7.2010, 07:17
http://zamg.ac.at/klima/kli... 1279602961

erstaunlich, wie genau die temperaturkurve von heuer der vom letzten jahr folgt!

silurus g
00
20.7.2010, 11:46

Wird der langjährige Wert jetzt eigentlich irgendwann auf 1981-2010 umgestellt?

linker Schlechtmensch
02
20.7.2010, 06:50
Schon

die alten Ägypter konnten ihre Felder bewässern (ich bezihe mich auf "Die wochenlange Hitze und Trockenheit wirkt sich in Kärnten indessen bereits massiv auf die Landwirtschaft aus. Mais- und Sojakulturen haben vor allem in Unterkärnten teilweise bereits irreparable Schäden erlitten")

light sleeper
44
19.7.2010, 22:10
an die klimaschoner-gegner

laut den wetterdaten gibt es keinen zweifel, dass es immer wärmer wird (auch wenn wir wieder über einen kalten winter klagen werden, weil zwei, drei tage es unter null grad hat).
dass die klimagase daran schon auch menschlichen ursprungs und mögliche ursache sind, leuchtet mir schon ein. was da an abgasen von fossilen brennstoffen in den letzten hundert jahren in unsere atmosphäre gepufft wurde, ist erschreckend. noch vor 25 jahren hat man über den sauren regen gelacht. gibt's doch nicht! katalysatoren. jetzt haben wir ihn im griff. phosphatfreie waschmittel, die plötzlich auch bei 30° und bei minimaler dosis das kleid sauber kriegen, a++ geräte, ja mei. wird den hundianern (C: assinger) plötzlich auf die füße getreten, dann geht was.

Tethys
01
20.7.2010, 09:06
(auch wenn wir wieder über einen kalten winter klagen werden, weil zwei, drei tage es unter null grad hat).

Wo haben Sie den letzten Winter verbracht? Welcher Ort in Österreich war das?

maxbz
14
19.7.2010, 22:07
Die Landwirtschaft muß sich umstellen,

z.B. in dem sie Bewässerungsanlagen baut und kurzfristige Starkniederschläge in Rückhaltebecken aufstaut, die dann für Bewässerungszwecke verwendet werden sollten.
Das Klima wandelt sich, wir müssen uns darauf einstellen, statt für Regen zu beten.

Para Dox
00
19.7.2010, 22:28

Bewässerungsanlagen für Futterwiesen (um die geht es im Artikel), werden sich kaum rechnen. Die Rückstaubecken sind sicher tolle Landschaftsverschönerer.

maxbz
02
19.7.2010, 22:46

In Südtirol wird fast alles bewässert: Weinberge, Wiesen, Obstplantagen etc.
Es scheint sich zu lohnen...

Rückhaltebecken sind häufig wertvolle ökologische Feuchtbiotope für viele Tiere. Sie dürfen da nicht an hundert Meter hohe Betonstaumauern denken, sondern an bepflanzte Erdwälle und kleine Teiche mit Dauerstau, sowie Grünflächen mit Rückstaukapazitäten.

Para Dox
00
20.7.2010, 11:42
Man muss schon Kosten-Nutzen berücksichtigen.

Es geht hier um (Alm)wiesen. Im Marchfeld wird auch vieles bewässert nur kann ich mir nicht vorstellen, dass sich das bei Wiesen auszahlt.

ad Teiche) stellt sich die Frage, warum man die Teiche für die Schneekanonen nicht naturnäher gestaltetet. In der Realität sind das zumindest in NÖ recht hässliche Betonmonster. Außerdem werden sie im Zweifelsfall leergepumpt. Viel überlebt da nicht.

aga brabbell
00
21.7.2010, 10:16

also im ultental wird ungefähr alles bewässert. gut die haben auch einen stausee vor der haustür, der das erleichtert. nur die wiesen dort können als almwiesen bezeichnet werden.

light sleeper
10
19.7.2010, 21:56
kein jammer, ein hammer!

zückt doch eure feldstecher und schaut euch den zunehmenden mond an, dann richtet ihn richtung westen - da seht ihr heute die schon jetzt hell leuchtende venus (auch wenn sie das nur passiv macht), den mars und den saturn in fast einer geraden linie leicht hinaufsteigend. ich brech mich immer nieder, was für bilder!

max meier562
 
20
19.7.2010, 18:49
na ja kennen wir doch

wenns heiss ist, ists nicht gut, wenns kalt ist ists auch nicht gut, so what ? ich habe die absolute antwort gefunden, trust me ! die ist hier:
http://beach-phuket.com/

greenling
54
19.7.2010, 21:25
oh wie schön ist doch das touristische thailand,

dreckige strände, sex-touristen und auf ihrem schönen link noch ein foto von tsunami-opfern - sehr pietätvoll!

Miguel Rodrigez
00
19.7.2010, 20:22

nette Bilder, besonders das letzte...

verleih nix
43
19.7.2010, 18:38
über 30 grad im schatten und danach ein gewitter

in meiner jugend haben wir dazu sommer gesagt. heute muss man einfallslose artikel über dieses wahrlich sensationelle ereignis verfassen. ist sonst nirgendwo etwas passiert?

günter frank
10
20.7.2010, 07:45
na ja, ein bisserl ein Stein...

...möcht ich dem verleih nix schon auch in den Garten werfen.

Für mich sind diese Unwetterwarnungen total gehypt, seit Anfang des Jahres habe ich das Wort Unwetter hunderte Male gehört, persönlich erlebt habe ich bisher kein einziges.

Ich komme viel rum, Schäden von Unwettern habe ich persönlich bislang kaum bis keine gesehen.

Einige Bekannte verschwinden hysterisch aus der Arbeit weill Sie sich Unwetterwarnunegn auf´s Handy senden lassen, passieren tut regelmässig nix.

Ich denke schon, dass sich das Klima ändert und dass die Extremerscheinungen zunehmen und natürlich gibt es auch Unwetter, aber für mich gibt es eine riesen Diskrepanz zwischen dem was ich erlebe und dem was die Medien draus machen...

ist halt meine Meinung...

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