Demo

"Versprechen halten! Wir wollen leben!"

18. Juli 2010, 20:13
  • Artikelbild
    foto: apa/geoarg hochmuth

Demonstration mit rund hundert Manifestanten im Wiener Messezentrum

Wien - Laut wurde es bei der Internationalen Aids Konferenz (AIDS 2010) Sonntag am frühen Abend kurz vor der offiziellen Eröffnung. "Keep your promises, we want to live" (Haltet Eure Versprechen! Wir wollen leben, Übers.) skandierten mehr als hundert mit Transparenten, Hupen, Sirenen und Megafonen ausgerüstete Aids-Aktivisten bei einem Demonstrationszug vom NGO-Forum ("Global Village") in Richtung der Veranstaltungshallen im Messezentrum.

Die Kehrseite der Forderung war auf Plakaten zu lesen: "Broken promises kill - No retreat - Fund Aids" (Gebrochene Versprechen töten - Kein Rückzug - Für Aids muss bezahlt werden, Übers). Damit wurde auf die im Herbst stattfindende Finanzierungsrunde für den Global Fund zur Bekämpfung von Aids, Malaria und TB Bezug genommen. Hier befürchten Aids-Aktivisten eine Finanzierungsloch von 20 Mrd. US-Dollar in den kommenden drei Jahren. In die Demonstrierenden mengten sich offenbar Bannerträger von Hilfsorganisationen, zum Beispiel von "Ärzte ohne Grenzen". (APA)

John Sandwich
00
19.7.2010, 00:50
Österreich zahlt nix in den Global Fund.

Wien sponsert die Konferenz mit 1 Mill. €, aber auch nur deswegen (und das wird offen zugegeben), weil eine Umwegrentabilität von 45 Mill. € erwartet wird.

http://www.flickr.com/groups/takeanumber/

duzzl
01
19.7.2010, 00:00
die erste

von vielen, hoffentlich genau so freidlich ablaufen demonstration am AIDS2010. Global Village ist öffentlich zugänglich; eine Erfahrung wert!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.