Kopf des Tages

Pulmologin als personifizierte Aids-Hilfe

18. Juli 2010, 19:33
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    foto: apa

Brigitte Schmied, Präsidentin der Aids-Gesellschaft

HIV und Aids werden medial gerne mit Hysterie und Hoffnungslosigkeit verbunden. Doch Brigitte Schmied braucht keine Panikmache, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auch so mancher Arzt könnte sich die ruhige Art, mit der die Präsidentin der österreichischen Aids-Gesellschaft über die Krankheit spricht und über Details aufklärt, zum Vorbild nehmen. Derzeit fungiert sie als Co-Präsidentin der internationalen Aids-Konferenz in Wien (AIDS 2010), an der 25.000 Experten aus aller Welt teilnehmen.

Die 47-jährige Pulmologin hat einen Großteil der Geschichte der Pandemie an vorderster medizinischer Front am Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartner Höhe erlebt. Ende 1989 wurde sie von Primar Norbert Vetter gefragt, ob sie sich für HIV interessieren würde. 1990 begann sie dort zu arbeiten. Heute ist sie Oberärztin an der II. Internen Abteilung und leitet die Immunambulanz im Otto Wagner Spital.

Anfang der 90er-Jahre existierten wenig Behandlungsmöglichkeiten, die ersten antiretroviralen Medikamente hatten, weil in Monotherapien eingesetzt, eine sehr beschränkte Wirkung, aber viele und starke Nebenwirkungen, erinnert sie sich in einem Gespräch mit der Austria Presse Agentur. Die Lungenspezialisten hatten die Aids-Patienten vor allem wegen der damals grassierenden Pneumocystis carinii-Infektionen "geerbt" .

Doch es war mehr als bloß Lungenheilkunde gefragt. Schmied: "Wir waren mit Augenerkrankungen, aufgrund des Cytomegalie-Virus und anderer Infektionen konfrontiert. Es gab verheerende Pilzinfektionen, an denen die Patienten litten. Viele der diagnostischen Untersuchungen haben wir selbst durchgeführt."

Viele Betroffene kamen schwer krank in medizinische Betreuung - und die Therapiechancen waren gering. "Die Patienten waren jung, es gab kaum Hoffnung."

Doch die medizinische Entwicklung war doch relativ schnell. Im Herbst 1994 gab es dann die ersten klinischen Studien mit den neuen Kombinationstherapien. Binnen weniger Monate gab es enorme Fortschritte. Schmied: "Mit den Kombinationstherapien bekamen wir die Möglichkeit, die Patienten effizient zu behandeln. Manche betreue ich seit damals - bis zum heutigen Tag."

Beim Life Ball am Samstag war die engagierte Ärztin natürlich auch: "Leben mit Aids ist nicht einfach, es bedeutet Stigmatisierung und Diskriminierung. Deswegen ist der Life Ball so wichtig." (Michael Simoner/DER STANDARD, Printausgabe, 19.7.2010)

es gäbe Alternativen
00
19.7.2010, 07:05
ob Sie das freut?

"Paula Akugizibwe, speaking on human rights at the plenary, noted that while the AIDS 2010 conference is expected to deliver around 45 million euros to the Austrian economy, the Austrian government has recently told the Global Fund that it will not be supporting the fund despite the fact that the country’s estimated `fair share` (based on gross domestic product) would be $45 million per year."

Illicit Trafficking Database
00
18.7.2010, 20:10
"Leben mit Aids ist nicht einfach, es bedeutet Stigmatisierung und Diskriminierung. Deswegen ist der Life Ball so wichtig."

Prävention, Aufklärung und bessere Medikamente....das wäre wichtig! Die Medikamente zum Selbstkostenpreis!
UND DAZU BRAUCHT ES KEINE TAGUNG MIT 26.000 SPEZIALISTEN!!!!!
Der Live Ball ist hier Nebensache!

Godesberg
00
19.7.2010, 07:41

Bessere Medikamente zum Selbstkostenpreis?

Wer soll die entwickeln?

benutzernamenvergesser
00
19.7.2010, 13:41
Selbstkostenpreis...

...schrieb Illicit Trafficking Database, und nicht gratis!

Das ist ein riesen Unterschied!

Godesberg
00
20.7.2010, 16:40

Nö, eigentlich nicht.

Warum sollte ein Unternehmen etwas entwickeln ohne einen Gewinn damit erzielen zu dürfen?

benutzernamenvergesser
00
20.7.2010, 17:20
Super Einstellung...

...wenn's um die Medizin geht!

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