Videocast von Robert Misik - Folge 138

Die krause Logik der Klimawandel-Skeptiker

18. Juli 2010, 19:10

Warum vor allem Marktfundamentalisten die Erderwärmung leugnen

Was mich immer wieder aufs Neue erstaunt ist die Korrelation politischer Haltungen, die eigentlich am ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Da gibt’s ja die hübschesten Sträuße an Meinungen: Leute, die finden, dass die Wirtschaft am besten funktioniert, wenn Märkte total ungeregelt sind und sich die Regierungen nicht einmischen, die finden meist auch, dass man Immigranten ohne viel Federlesens abschieben soll, die glauben fast immer, dass die Moslems die größte Bedrohung für unsere Zivilisation sind. Und die glauben oft auch, dass es keine Klimakrise gibt, dass der Klimawandel eine Erfindung ist und dass alle Studien, die eine durch Menschen, durch Industrie, Landwirtschaft, Autosabgase hervorgerufene Erderwärmung nachweisen, eine Erfindung von bösen Wissenschaftlern, ruchlosen Politikern und ökoalarmistischen Medien darstellen. Aber wieso eigentlich? Was hat die Erderwärmung mit den Moslems zu tun? Und was hat all das mit den Märkten zu tun? Gibt es da eine Logik?

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Lambert Oitzinger
00
23.12.2011, 18:44
Der Österreicher will Autofahren und das schnell

Ich beobachte in vielen Foren die User, und komme zu dem banalen Schluss, dass es einfach die Furcht vor teuer werdenden Treibstoff durch Steuern oder die Furcht vor Tempolimits ist, die Klimaverschwörungstheoretiker erzeugt.

Ähnlich verhält es sich ja auch bei dem sogenannten „Lufthunderter“, der ua. wegen Atemwegserkrankungen von Menschen an den Autobahntrassen eingeführt wurde.

Die Österreicher wollen Autofahren und schnell, der Rest ist ihnen egal und deshalb wurden die Klimakatastrophe und der Feinstaub von den Freimaurern, Illuminaten, Rothschilds und den Bilderbergern erfunden.

*irony off*

Die Herzenskälte findet man dann naturgemäß bei den Rechten.

Otto Ottinger
 
01
10.10.2010, 00:02
wirr, wirrer, Misik

soso,die Marktfundamentalisten sind rechte und waten daher knietief in antisemitischer tradition.

Das der führer 1919 soldatenrat der münchner räterepublik war, war nur geschickte tarnung. Das man mussolini, immerhin chefredakteur der sozialistischen parteizeitung italiens, aus der psi rausgeschmissen war wahrscheinlich auch seinem marktfundamentalismus geschuldet. und der 2. Weltkrieg ist in misiks wirrer wirklichkeit wahrscheinlich ein musterbeispiel des laissez faire.

wahrscheinlich wollten die ihre partei damals eh lieber in "Nationalmarktfundamentalistische Partei Deutschlands" benennen, aber NMFPD war zu holprig.

Das die meisten Ökonomen der Marktfundalistischen "Wiener Schule" Juden waren passt zwar nicht ins bild ...

Schweinebärmensch
00
24.8.2010, 16:08

also wenn hier jemand einfach in worte fassen kann warum es den anthropogenen klimawandel nicht gibt, prägnant, wissenschaftlich erklärt; oder mir wissenschaftliche quellen zu der physikalischen erklärung geben kann, dann bitte her damit!

ich habe noch kein brauchbares material in meiner jahrelangen beschäftigung mit der materie finden können.

und bitte kein drumherum einfach hard facts.

wenn ihr das nicht könnt solltet ihr mal über eure denkweise nachdenken, meine lieben.

Otto Ottinger
 
00
12.10.2010, 11:32
cap and trade

das Hauptinstrument zur "Klimaverbesserung" nach Kyoto ist der Handel mit Emissionszertifikaten. Für cap and trade braucht es erst mal eine weltweite Behörde (IPCC 2.0) die die Emissionsrechte ausgibt und einen finanzmarkt der den handel erledigt. Super ist das dann auch für die Atomstrombetreiber die endlich argumente für den ausbau der atomkraft haben. Die Regierungen freuen sich sowieso über die Rechtfertigung für mehr und neue Steuern und mehr Planwirtschaft.

Das sich das Klima wandelt ist unbestritten - will die menschheit überleben muss regaiert werden. Das die Marktwirtschaft das besser kann als ein internationaler staatlicher Plan kann nach dem experiment von 1945-1990 als "hard fact" bezeichnet werden.

Otto Ottinger
 
00
12.10.2010, 11:16
also ich bin ja kein Klimaexperte, aber ...

ich kann Ihnen ja mal Erläutern was mich an der Hysterie skeptisch macht:

1. Wenn das schmelzen der Polkappen anthropogen ist, warum schmelzen dann die Polkappen am Mars?

2. Wenn der Mensch grade mal für ein zusätzliches Prozent des C02 in der Athmosphäre verantwortlich ist und ein kollektiver selbstmord das co2 nicht einmal um dieses prozent verringert - wie groß ist dann der einfluss der kyoto masznahmen?

3. Ein Totschlagargument der Klimareligösen Wissenschaftler gegenüber ihren "marktradikalen widersachern" ist ja das die wissenschaftler der Gegenseite von der Erdöllobby bezahlt werden während die ipcc ja eine behörde und damit unabhängig ist. das ist natürlich tineff!

a ad - das kann man auch anders sehen
00
23.8.2010, 19:04

Unfug - mit "Cap & Trade" (Kyoto) gibt es eine marktwirtschaftliche Lösung fürs Emissionsproblem. Der Klimawandel zeigt ja genau, das Problem, dass wir bisher einen "verzerrten Markt" haben, weil die Umweltschäden nicht vom Verursacher bezahlt werden müssen. (Externalisierte Kosten)

Schafft die Politik es, Kostenwahrheit (zb über Emissionszertifikate) herzustellen, ergibt sich die Planung von selbst.

:
00
27.9.2010, 05:49

Die Politik wird das nicht schaffen, weil sie in den letzten 30 Jahren ihre ganze Macht dem Neoliberalismus geopfert hat.

a ad - das kann man auch anders sehen
00
27.9.2010, 08:56

Eine Ideologie kann keine Macht haben, sondern nur Leute mit einer bestimmten Ideologie, und mit aggressivem Neoliberalismus ist in den Jahren der Wirtschaftskrise kein Blumentopf zu gewinnen, geschweige denn Wahlen.

Das Problem ist IMO ein anderes: Die Wähler sind nur wenig bereit, auf ihr Auto und Rindfleisch zu verzichten, bzw. fordern die asiatischen Länder (meiner Meinung nach zu recht) vom Westen die ersten ernsten Schritte. Deshalb tut sich nix, weil sich kein Politik ins eigene Bein schießen will.

:
00
27.9.2010, 15:44

hab nicht gesagt, dass der neoliberalismus die macht gekriegt hat, die die politiker geopfert haben.

Raphae1
00
23.8.2010, 21:22

Wobei auch diese Kosten dann vom Markt wieder externalisiert werden - nämlich zum Kunden. Das macht diese Forderung insbesondere in den USA so unpopulär.

a ad - das kann man auch anders sehen
00
24.8.2010, 21:24

Nein, die Kosten werden damit eben nicht externalisiert, sondern sind dann Teil der Kostenstruktur der Firma. (Internalisiert)

Das schlägt sich natürlich auf den Preis nieder, der das alles ja decken muss. Das verringert die Nachfrage nach zerstörerischen Gütern, macht alternative Ersatzprodukte attraktiv, führt zu einer gesamtgesellschaftlichen Abwegung von Interessen - und so weiter, alles was eine Marktbewertung mit sich bringt.

Das Problem ist halt: 1) Alle müssen mitmachen, da ist die Politik gefordert, dass es keine Trittbrettfahrer gibt 2) Man wird sich im Gesamten weniger leisten können, denn der Raubbau von Ressourcen ist nun mal günstiger.

Karl85
 
13
nicht nur Marktfundis..

..sondern auch Naturwissenschaftler kritisieren die derzeitige Klimahysterie, die ja längst den Boden jeder Logik und jedes rationale Maß verloren hat. Aber wer darauf hinweist, daß das Klima auch ganz ohne Menschen seit Milliarden von Jahren keine Konstante ist, sondern sein Wandel ein Naturphänomen, der hat derzeit schlechte Karten. Keine Kongresseinladungen, keine Berufungen, keine Beachtung in der Presse. Klimaschutz ist schon längst eine global akzeptierte unantastbare religiöse Wahrheit. Die Marktfundis haben vermutlich Angst, daß ihnen irgendein Klimagesetz irgendwo an den Karren fahren könnte. Und das hassen diese Leute am meisten, das an den Karren fahren lassen müssen. Müssen! Denn Klimaschutz ist Weltreligion.

Hudri Wudri
00
10.8.2010, 12:22
Schon gut

ist schon richtig, dass so Einiges mittlerweil ueberspitzt dargestellt wird - allerdings nach 30 Jahren Nichtstun ist das nachvollziehbar. Mag ja sein, dass in Wahrheit eine Art Zwischeneiszeit - oder auch, dass unser Sonnensystem gerade im Begriff ist, wie alle ca. 250Mio Jahre, eine Ionenphallanx kreuzt, die fuer vermehrte Kondensation in der Atmosphaere verantwortlich gemacht werden kann - all das aendert nichts daran, dass Mensch die Emission von Treibhausgasen reduzieren sollte und es nicht tut.
Ursache: nicht ganz klar
Wirkung: erwiesen und zu einem spuerbaren Teil reduzierbar.
Religion basiert somit idR auf Naturgesetzen.

ordy
00

[...]dass man Immigranten ohne viel Federlesens abschieben soll,[...]
Ja, Falschparker soll man bestrafen.
Wer Steuern unterschlägt, soll nachzahlen und bestraft werden.
Und wer "illegal" nach Ö kommt oder sich zu Unrecht als Verfolgter ausgibt, der soll abgeschoben werden.
Rhetorik-Tricks hin oder her.

Dr. Wolfgang S. (Kanzler a.d.)
01
26.7.2010, 17:29
hmmm...

war diesmal nicht so gut.

feel good inc
24
23.7.2010, 14:59

Wieso sollen Leute die für unregulierte Märkte sind auch für eine schnelle abschiebung von Immigranten sein? Warum sollen solche Leute glauben, dass der Muslim die größte Bedrohung für unsere Zivilisation ist?

Von einem unregulierten Markt profitieren doch nur Banken und Banker (die Mittel- und Unterschicht sind die Leidtragenden der Wirtschaftskrise). Ich vermute, dass die meisten FPÖ-Wähler aus der Unterschicht kommen und daher gegen einen unregulierten Markt sind.

Außerdem glaube ich nicht, dass Ausländerfeinde oder Banker eher an eine Klimawandelverschwörung glauben als "die anderen".

Das Leben besteht hald nicht nur aus guten und schlechten Menschen...

hast1
00
24.7.2010, 22:55
spielverderber!

qummunismus.at
43
23.7.2010, 20:09
die fpoe waehlerInnen

sind sicherlich im wesentlichen aus der unterschicht, aber sie waehlen eben nicht nach ihren klassenInteressen sondern werden getaeuscht, manipuliert, aufgehetzt. das ist der ureigenste zweck von rechtsextremen parteien: die massen fuer die interessen des kapitals zu mobilisieren.

q.

ordy
00

Als ob Lohndumping durch Zuwanderung nicht im Interesse des Kapitals liegen würde.
Beschäftige Dich mal damit, was die Ursache des Aufstandes von Chicago war.

Al Borland
00
24.7.2010, 11:00

Und wie genau unterscheidet sich diese Taktik von jeder der anderen Parteien?

qummunismus.at
00
24.7.2010, 19:39
das

ist natuerlich eine gute frage.

es stimmt natuerlich die buergerlichen parteien (inklusive der sp) vertreten heute alle die interessen des kapitals. sie sprechen halt nur unterschiedliche schichten an und verkaufen ihre ideologie mit unterschiedlichen argumenten.

q.

MalteLauridsBrigge
00
24.7.2010, 16:09
einige Parteien versuchen zumindest

etwas Gutes für die eigenen Wähler zu machen und nicht sinnlose Ideologien durchzusetzen.

<a href=http://www.skepter.com/ >classifieds in seattle</a>

GE ORG!
 
21
21.7.2010, 22:14

so ein linker!

John Galt17
94
21.7.2010, 20:31
Langfristige industrielle Planung

Genau Herr Misik, sie haben recht! Wir brauchen eine "langfristige industrielle Planung"!! Tolle Idee, hat ja historische auch super funktioniert diese Planwirtschaftsgeschichte. Und am besten wäre, die langfristige industrielle Planung erfolgt durch ökonomische Kapazunder wie Sie und dem Herrn Schulmeister vom WIFO. Das wäre großartig und allen wäre geholfen: eine perfekte Welt planwirtschaftlicher klimaneutraler Moslems quasi...

eleonora12
43
22.7.2010, 06:43

ihr beitrag ist ein guter beleg für das von misik behauptete! *tztztz*

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