Bombenexplosionen im Osten des Landes - 18 Menschen starben bei Angriff auf Konvoi im Nordwesten Pakistans
Kabul/Parachinar - Anschläge in Afghanistan haben fünf Soldaten der
internationalen Schutztruppe ISAF das Leben gekostet. Wie die NATO
mitteilte, wurden am Samstag ein Amerikaner und ein Brite bei
Bombenexplosionen im Osten beziehungsweise Süden des Landes getötet.
Bei einem weiteren Anschlag in Südafghanistan kam ein dritter Soldat
ums Leben, dessen Nationalität zunächst nicht bekanntgegeben wurde.
Bereits am Freitag fielen nach NATO-Angaben zwei Soldaten aus den USA
und Großbritannien einem Anschlag zum Opfer.
Außerdem kam am Freitag ein Mitglied der britischen Luftwaffe
bei
einem Autounfall in der Provinz Helmand ums Leben. Seit Monatsbeginn
wurden damit bereits 53 ausländische Soldaten in Afghanistan getötet.
Der bisher verlustreichste Monat für die internationalen Truppen war
der Juni mit 103 Todesopfern.
Beim Angriff auf einen von Sicherheitskräften begleiteten
Autokonvoi im Nordwesten Pakistans sind 18 Menschen ums Leben
gekommen. Aufständische hätten die letzten beiden Fahrzeuge des
Konvois beschossen, sagte ein verwundeter Augenzeuge am Samstag. Ein
Stammesführer bestätigte die Zahl der Toten. Der Konvoi war auf dem
Weg von Parachinar nach Peshawar gewesen. Die Route gilt als unsicher
und wird deswegen häufig gesperrt. Dann müssen Reisende den Umweg
über Afghanistan nehmen, um in die Provinzhauptstadt Peshawar zu
gelangen. Der an Afghanistan grenzende Nordwesten Pakistans ist eine
Hochburg der Taliban.
In Helmand beschlagnahmten afghanische und ausländische
Soldaten
nach NATO-Angaben eine große Menge Drogen. Am Freitag wurden knapp
zwei Tonnen Heroin und 800 Kilogramm Opium gefunden. Außerdem
entdeckten die Truppen 90 Kilogramm Ammoniumnitrat, das für den Bau
von 25 Sprengsätzen gereicht hätte. (APA/apn/Reuters)