Lage in Zahedan nach Polizeiangaben inzwischen beruhigt
Teheran - Nach dem blutigen Doppelanschlag auf eine Moschee im Südosten des Iran hat die Polizei 40 Verdächtige festgenommen. Der stellvertretende Polizeichef General Ahmad Reza Radan sagte am Samstag nach einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, die Verdächtigen hätten nach den Anschlägen in Zahedan Unruhe verbreiten wollen. Bei den Bombenexplosionen waren am Donnerstag mindestens 27 Menschen, darunter Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran), getötet worden. Der General sagte, derzeit sei die Lage in Zahedan wieder ruhig. Unter den Todesopfern seien zwei Polizisten.
Tausende nahmen am Samstag an einer Trauerfeier für die Opfer teil. Sie riefen "Tod den Terroristen!" und "Nieder mit den USA!", wie im staatlichen Fernsehen zu sehen war. Zu dem Doppelanschlag hat sich die sunnitische Rebellengruppe Jundallah bekannt. Zahedan liegt in der an Pakistan und Afghanistan grenzenden Provinz Sistan-Belutschistan (Baluchistan), eine Hochburg des sunnitischen Widerstandes gegen die schiitische Vorherrschaft im Iran. Jundallah-Anführer Abdolmalek Rigi wurde im Juni hingerichtet. Er soll die Verantwortung für mehrere Bombenanschläge übernommen haben, bei denen in den vergangenen Jahren Dutzende von Menschen ums Leben kamen. (APA)