Politik gesundheitsschädlich

16. Juli 2010 18:55

Hans Peter Martin ist selbst das Opfer seiner Art, Politik zu betreiben

Politik kann für Politiktreibende menschenvernichtend, gesundheitsschädlich sein - persönlichkeitsverändernd sowieso. Oder, was auch nicht selten ist, eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur führt einen in die Politik, bringt eine Zeitlang sogar Erfolge, nach einiger Zeit bricht dann das Problematische durch.

Die Kehrseite des anfangs erfolgreichen Populisten ist, dass er (ganz selten: sie) immer häufiger die Dosis erhöhen muss. Der Umrührer, der Aufdecker, der "Rebell" gegen "die da oben" kann ohne Aufmerksamkeit nicht mehr leben. Daher muss er immer schriller werden, noch mehr Krawall veranstalten, und irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo die Sache kippt. Jörg Haider war so einer.

Hans-Peter Martin, der Anti-Establishment-, Anti-Globalisierungs-, Anti-EU-Populist ist ein anderer. Jetzt macht er eine Mitstreiterin, die sich nun von ihm trennt, für seinen Hörsturz und Tinnitus verantwortlich. Diese Krankheit (ständige Geräusche im Ohr) kann die Hölle sein. Sie wird fast immer durch Stress ausgelöst. Hans- Peter Martin ist ehrlich zu bedauern. Aber dass er seine Mitstreiterin verantwortlich macht, ist Teil des Krankheitsbildes.

Sein politisches Leben besteht nur aus Stress, nur aus Hochspannung, nur aus unzähligen Tobsuchtsanfällen, Trennungen von Mitstreitern, nur aus ständiger populistischer Dosis-Erhöhung. Er ist ein Opfer - der Art, wie manche glauben, Politik betreiben zu müssen. (Hans Rauscher/DER STANDARD Printausgabe, 17.7.2010)

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Michael Jack Dundee
 
22.07.2010 13:50
"...für seinen Hörsturz und Tinnitus verantwortlich. Diese Krankheit (ständige Geräusche im Ohr) kann die Hölle sein. Sie wird fast immer durch Stress ausgelöst."

Lieber Herr Rauscher, bitte zeigen Sie mir nur einen einzigen Arzt, der diese Aussage bestätigt. Da ich beide "Krankheiten" als Sekundärinvalididät habe komme ich mir durch so eine Aussage verar$cht vor. Immerhin wurde ich von mehr als 8 medizinischen Spitalabteilungen untersucht, in jeder von mindestens einem Ärzteteam und alle bestätigen, daß Streß niemals die Ursache für einen Hörsturz bzw. Tinnitus ist. Gerade bei jungen Menschen wie zum Beispiel bei Hans-Peter Martin, ist die häufigste Ursache ein unauffälliger Genickschaden, der plötzlich einige Ansteuerungsnerven einklemmt.

Quellen: Hanuschkrankenhaus, AKH Wien, Spital Speising sowie Kaiser Franz Josef Spital

bluebeard's 8th wife.
19.07.2010 15:12

hpm ist ein egomaner one issue-politiker. es tut mir leid um jede stimme, die er bekommen hat.

solidarisch
19.07.2010 08:36

Ich hatte auch im Wahlkampf für Hans Peter Martin mitgeholfen und im Endeffekt dadurch auch u.a. der Mandatarin Angelika Werthmann geholfen einen Job zu bekommen.

Und jetzt noch dazu fällt sie Hans Peter Martin in den Rücken. Ich bin entsetzt über diese Frau....Sie soll ganz raus aus dem Eu Parlament !!!!!!!

Als "wilde" Abgeordnete im Europaparlament bleiben .....
Ich frage mich nur WOZU???? wegen des Gehalts? oder event. Übertritt zu einer anderen Partei...?

Hans Peter Martin und sein Team .... Martin Ehrenhauser , Robert Sabitzer (kollegial, miteinander ,gemeinsam..) haben mein volles Mitgefühl

spoiled ballot
19.07.2010 09:20
wo sind die 4,2 millionen euro

hpm fällt euch, den wählern und den mitarbeitern, in den rücken, weil er, der transparente saubermann, nicht erklären will wo denn die steuermillionen hinverschwunden sind.

Worthülse (geschüttelt)
18.07.2010 17:15

Ich hab auch einen Tinnitus, aber ich hör nicht hin

Der arme Martin

Na wenn die in Brüssel so viel Stress haben, sollte man einmal darüber nachdenken ob man die dort aus Ihrem Chaos nicht befreien sollte

Die armen Leute

Worthülse (geschüttelt)
18.07.2010 17:20

Meinen Tinnitus hab ich aber nicht vom Stress
(hatte beim Maschinen-Gewehr schiessen, beim Militär, den Gehörschutz vergessen / war Aufsicht am Schiessstand)

Michael Jack Dundee
 
22.07.2010 13:53

War gar kein Diskothekentinnitus davor?

legal eagle
19.07.2010 15:06

meiner ist sicher stressbedingt - hab jahrelang mit einer mobbenden vorgesetzten arbeiten müssen. nach einem hörsturz hab ich die abteilung gewechselt, jetzt geht's mir prima.

vielleicht sollte martin seinen körper ernst nehmen und sich aus der poltik zurückziehen.

Michael Jack Dundee
 
22.07.2010 13:54

Sie müssen ein Sonderfall gewesen sein.

Erwin Wolfram
18.07.2010 14:45

es leigt wohl im system, dass audecker und korruptionsanprangerer nicht sympathisch sind, weil sie an den beiden dingen nichts verdienen koennen. die fakten sagen aber, dass er frauen ins parlament bringt und diese krankheit kann auch als eine handlungsbitte verstanden werden, was noch zu sagen ist, der kranke ist nicht selbst schuld...

knievel
18.07.2010 00:33

wer sich freiwillig als mitstreiter mit diesem kasperl verbündet hat wohl ohnehin gröbere schäden als einen tinitus...

Andrian Susu
17.07.2010 21:26
hans peter martin ist ein grantler und selbstdarsteller

dem kann man keine zwei minuten zuhören ohne dass man sich die ohren auswaschen will

En Sabah Nur - Apocalypse
17.07.2010 21:04

Der Rauscher wie man ihn kennt. Einmal alle 5 Jahre einen guten Artikel... dieser war es allerdings nicht. Blöderweise erst am Ende gelesen wer den Stuss verzapfte, eh klar.

standardniveau
18.07.2010 12:00
bin 100% mit der meinung rauschers einverstanden

romanemperor
19.07.2010 13:56
schön das zu wissen

Friedrich von Schaffenhausen
17.07.2010 19:03
...

HPM hat in der Politik mehr erreicht als viele glauben, nicht zuletzt durch seine vielen Publikationen. Ob der Mann mit seinen Kollegen streitet ist dabei nur ein Randthema das mich wirklich nicht interessiert. aber scheinbar das einzige ist was dieser Zeitung wert ist über ihn zu berichten.

hotzenplotz1001
17.07.2010 18:49
HPM ist also ein eitler Neurotiker. Nicht ungewöhnlich. Neun von zehn meiner Kollegen sind oder waren so.

Wer keine Psychohygiene betreibt, ist fast immer Neurotiker. Diese Krankheit ist Normalität.

Karl Heiden
17.07.2010 18:16
Das mit der Persönlichkeitsstruktur

wird wohl am ehesten hinhauen ...

calimero6321
17.07.2010 14:45
Die Hassliebe des Standard zu HPM

Irgendwie ist es auffällig...in keiner österreichischen Tageszeitung (sieht man von Gratisblättern ab), füllen Neuigkeiten, Kommentare zu HPM derart die Spalten. (so auch online) Einerseits Verurteilung, andererseits doch so etwas wie Bewunderung oder Teilnahme? Liegt es an der linksliberalen Gesinnung eines HPM, der sich der Standard doch ebenso verschrieben hat? Ist es die Faszination an einem Menschen, der wirklich wie Don Quijote/Quichote den Kampf gegen alles das, was ihm nicht linksliberal dünkt, aufgenommen hat? Speziell das Spesenrittertum in der EU?

Michael Jack Dundee
 
22.07.2010 13:56

Was ist an einem US-Kapitalisten links bzw. liberal?

legal eagle
19.07.2010 15:10

des warat mir neu, das der martin linksliberal ist.

ich hab von ihm noch nie eine konsistente poltische position zur europäischen sozialpolitik gehört oder gelesen - und das wäre doch das mindeste, was ein linksliberaler von sich geben sollte.

gegen "privilegien" einer eng umgrenzten gruppe (eu-parlamentarier) granteln reicht nach meiner meinung nicht aus, um eine eindeutige ideologische zuordnung zu ermöglichen - ich hab dasselbe in waschblau auch den den nationalisten gehört.

spoiled ballot
19.07.2010 09:24
hpm ist linksliberal?

der hat ja nicht mal ein politisches programm,
der ist nirgends.
ein sammelbecken für unkritische und unpolitische denen "eu-bonze" als wahlkampfthema schon reicht.

kyselak3
 
17.07.2010 22:26
kollege bleibt kollege.

Karl Heiden
17.07.2010 18:18
Zu KHG

ist aber im "Standard" wesentlich mehr zu lesen als zu HPM.

Blindes-Vertrauen-Notstand - no na ned part etc
17.07.2010 18:55

der standard mag halt die dreibuchstaber

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