Investmentbanking drückt

Gewinneinbruch bei Citigroup

16. Juli 2010 15:20

Unterm Strich verdiente das Institut 2,7 Milliarden Dollar nach 4,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum

New York - Die Citigroup hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Unterm Strich verdiente das Institut 2,7 Mrd. Dollar (2,08 Mrd. Euro) nach 4,3 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Freitag in New York mitteilte.

Niedrigere Einnahmen, vor allem im Investmentbanking, drückten auf den Gewinn. Auch die zum Verkauf stehenden Geschäftsbereiche trugen deutlich weniger bei als noch im ersten Quartal. Insgesamt gingen die Erträge auf 22,1 Mrd. Dollar zurück, von 33,1 Mrd. Euro im Vorjahr. Niedrigere Ausgaben für faule Kredite konnten das nicht wettmachen. Die Citigroup-Aktie gab im vorbörslichen Handel deutlich nach.

Citigroup-Chef Vikram Pandit zeigte sich dennoch zuversichtlich. Obwohl das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd bleibe und die internationalen Regeln für die Finanzbranche Unsicherheiten bergen, glaube er, dass die Citigroup in Zukunft nachhaltig profitabel sein könne.

Die US-Regierung hatte die Bank in der Finanzkrise mit insgesamt 45 Mrd. Dollar gestützt und einen Anteil von 27 Prozent übernommen. Inzwischen verkauft der Staat die Aktien aber nach und nach.

Die Citigroup gilt als einer der großen Verlierer der Finanzkrise und wurde im vergangenen Jahr komplett neu sortiert. In der Citicorp wurde das traditionelle Bankgeschäft gebündelt. Die problematischen Sparten sind in der Citi Holdings zusammengeführt und werden verkauft. Zuletzt fand die US-Bank Abnehmer für das Private-Equity-Geschäft. Die Autokreditsparte wurde Ende Juni an die spanische Banco Santander verkauft. (APA)

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