Befindet sich derzeit im Krankenstand - Aussendung seiner Unterstützer, die Werthmann aufforderten Mandat zurückzulegen
Brüssel - Der Kleinkrieg des EU-Abgeordneten Hans-Peter
Martin gegen die aus seiner Liste ausgetretene Ex-Kollegin Angelika
Werthmann köchelt weiter dahin. Am Freitag verlangte Martin, der sich
selbst eine "quälende Krankheit" attestierte, Werthmann auf, ihr
Mandat zurückzulegen. Sie habe Wählertäuschung betrieben und es
sollte an ihrer statt Robert Sabitzer ins EU-Parlament einziehen.
Martin selbst dementiert anschließend diese Meldung und sagt: "Ich habe Werthmann nicht zum Rücktritt aufgefordert". Es habe zwar eine Aussendung seiner Unterstützer mit dieser Aufforderung gegeben, der er sich aber nicht angeschlossen habe. Derzeit befindet er sich nach eigenen Angaben im Krankenstand.
Werthmann will "erwachsenen Umgang"
Martin äußerte tagszuvor Kritik an
Werthmann und forderte auch eine "Klarstellung", ob sich seine
Ex-Kollegin der ÖVP anschließen wird. Werthmann selbst hatte zuvor
erklärt, sie pflege einen "erwachsenen Umgang". Wenn Martin das nicht
mache; sei dies nicht ihr Problem. Auf die Frage, ob sie angesichts
der Vorhaltungen Martins, sie wäre schuld an seiner Krankheit oder
habe nur mit großer Mühe von ihm abgebracht werden können, eine
EU-Luxusdelegationsreise nach Australien zu machen, Klage einbringen
werde, hatte Werthmann am Donnerstag erklärt: "Die
Frage stellt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht." (APA)