Die Saison der heimischen Artischocken beginnt jetzt
Die Saison der heimischen Artischocken beginnt jetzt. Frische ist das wesentlichste Qualitätsmerkmal bei diesen Riesendisteln, die unter Kennern nicht zufällig als edelstes Gemüse von überhaupt gelten. Alte, fleckige Exemplare, wie man sie allenthalben auf heimischen Märkten und in großen Supermärkten findet, kommen aus Italien oder Frankreich zu uns, geschmacklich erinnern sie mehr an Topinambur oder Sonnenblumenwurzeln.
Die Köpfe, die Stephanie Theuringer seit einigen Jahren im Marchfeld anbaut, haben dagegen einen frischen, grasigen Geschmack. Roh und dünn aufgeschnitten, wie sie in der Provence als Salat genossen werden, entfalten sie ihr Aroma besonders schön - außerdem kitzeln sie den Gaumen mit einem eigentümlichen, sehr delikaten Prickeln. Das schätzt auch eine Spitzenköchin wie Johanna Maier (Hubertus), die auf die köstlichen Knospen aus dem Marchfeld nicht mehr verzichten will.
Aber auch unsereins darf sich an ihnen gütlich tun. Samstagvormittag steht Stephanie Theuringer immer vor dem Staud's-Marmeladenstandl am Ottakringer Yppenmarkt, um die am selben Morgen geernteten Artischocken feilzubieten. Unter der Woche wird man direkt am Hof in Raasdorf fündig. (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17./18.07.2010)
Marchfeld-Artischocken ab kommender Woche immer Samstag 9-13 Uhr am
Yppenmarkt vor dem Stauds-Standl oder ab Hof bei Familie Theuringer, Altes
Dorf 31, 2281 Raasdorf, Tel.: 0650/892 06 03