Grazer Architekten planen neuen Med-Uni-Standort

16. Juli 2010 13:30

Baubeginn 2012, Bauende 2018 geplant - Vierter Uni-Standort in Graz soll alle medizinischen Institute und Verwaltung beherbergen

Graz - Ein Grazer Architekturbüro hat sich in der EU-weiten Ausschreibung des Bauprojekts "Med Campus Graz" gegen 56 andere Bewerber durchgesetzt. Das Siegerprojekt der "Riegler Riewe Architekten ZT-GmbH" wurde am Freitag bei einer Pressekonferenz in der Universitätsklinik des LKH Graz präsentiert. Der Neubau soll die Institute der Universitätsmedizin und deren Verwaltung an einem Ort bündeln.

Baubeginn im Jahr 2012

Der Baubeginn für das 155-Millionen-Projekt ist laut Hellmut Samonigg, Projektverantwortlicher des Med-Campus, für 2012 geplant. "Das ist gar nicht so viel Zeit, bis dahin müssen noch alle Gebäude bis ins Detail geplant werden", so Samonigg. Bis 2014 wolle man mit dem Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT) und den Räumen für die vorklinischen Institute fertig sein. Im gleichen Jahr wolle man mit der schrittweisen Inbetriebnahme des neuen Campus beginnen. Der gesamte Bau mit rund 42.000 Quadratmetern soll 2018 stehen.

Standorte bisher über die Stadt verstreut

"Besonders freut mich, dass das endlich zustande kommt", stellte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) bei der Pressekonferenz fest. "So kann der Standort Graz international sichtbar werden." Bisher müssen die Medizinstudenten in Graz noch zwischen den über die Stadt verstreuten Instituten und Standorten pendeln, mit dem neuen Med-Campus als viertem Universitätsstandort der Stadt soll sich die Situation bessern. Lehre, Studium und Forschung werden sich dann sich an einem gemeinsamen Ort stattfinden.

Offene Räume sollen Forscheraustausch fördern

Der Entwurf der Gewinner, die auch für die neue Grazer Messehalle A verantwortlich zeichnen, erfüllte den Wunsch der elfköpfigen Jury nach "der Vernetzung der Nutzungsräume, der guten Einbindung in das städtische Umfeld und kommunikativen Möglichkeiten". Zufriedenheit auch bei Josef Smolle, Rektor der Medizinischen Universität Graz: "Es gibt wenig geschlossene Räume, sondern offene Wege, Kommunikationszentren, in denen sich die Forscher treffen und austauschen können." Die Jury und Projektchef Samonigg lobten auch die Umsetzung des Wunsches nach nachhaltiger Energienutzung in den neuen Gebäuden. (APA)

Jo eh...
18.07.2010 23:15

"Es gibt wenig geschlossene Räume..."

...sprich niemand wird sich auf seine Arbeit konzentrieren können. Genial ;-) Und dass Grazer Architekten gewonnen haben ist natürlich ein reeeiner Zufall. Eh kloa.

al vvi
16.07.2010 20:08

ach ja...... rein zufaellig

Franz Mukal
16.07.2010 16:50
Ich dachte immer

Architekten planen Gebäude, dass sie "Standorte" errichten ist mir völlig neu!

Da nehme ich mir doch glatt einen Architekten und lass mir einen Villenstandort am Calwenperg errichten!

Publius Naso
16.07.2010 14:20

Zufälle gib es ... Ein Grazer Architekturbüro gewinnt trotz europaweiter Ausschreibung den Wettbewerb. Obwohl ich die Architektur von Riegler Riewe sehr schätze ist die Optik nicht die beste. Und hoffenlich wird bei all der Eile nicht auf eine entsprechende Klimatisierung der Räume verzichtet, das RESOWI lässt grüßen.

rubberduck
18.07.2010 17:33

das RESOWI ist aber erstens von DomenigEisenköck und 2. ist die durchaus geplante Klimaanlage einem Sparefroh in irgendeinem Ministerium zum Opfer gefallen

beos
20.07.2010 19:53

hast du zufällig Informationen wie teuer Klimaanlagen im Resowi gekommen wären? Besonders in den Computerräumen, aber auch in den Büros ist es wenns ein wenig wärmer ist fast unerträglich. Für Studenten ist es unangenehm aber locker aushaltbar in kurzen Hosen und T-Shirt da für ein paar Stunden aber sogar da nervte es.

Ich hoffe mal Kandidaten für Professuren werden da nicht im Sommer zum Hearing oder "mal schauen" eingeladen. *G* Es wäre jedoch eine Entschuldigung für die Auswahl der Kandidaten. (fast lauter "unbekannte" (kaum Publikationen an wichtigen englsprach. Journals) Deutsche zumindest an den BWL Instituten und am Soziologie Institut. Oder die Entscheidungsträger sind zu faul oder haben keine Lust auf Englisch zu kommunizieren.

TrifterSepp
 
16.07.2010 15:26

Vl. Habens vom Resowi ja was gelernt.

Hätte der Zufall nicht Grazer Architekten den Sieg zugespielt, hätte es sicherlich wieder Diskussionen wegen "Nicht Fördern der einheimischen Wirtschaft" gegeben.

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