Baubeginn 2012, Bauende 2018 geplant - Vierter Uni-Standort in Graz soll alle medizinischen Institute und Verwaltung beherbergen
Graz - Ein Grazer Architekturbüro hat sich in der EU-weiten
Ausschreibung des Bauprojekts "Med Campus Graz" gegen 56 andere
Bewerber durchgesetzt. Das Siegerprojekt der "Riegler Riewe
Architekten ZT-GmbH" wurde am Freitag bei einer Pressekonferenz in
der Universitätsklinik des LKH Graz präsentiert. Der Neubau soll die
Institute der Universitätsmedizin und deren Verwaltung an einem Ort
bündeln.
Baubeginn im Jahr 2012
Der Baubeginn für das 155-Millionen-Projekt ist laut Hellmut
Samonigg, Projektverantwortlicher des Med-Campus, für 2012 geplant.
"Das ist gar nicht so viel Zeit, bis dahin müssen noch alle Gebäude
bis ins Detail geplant werden", so Samonigg. Bis 2014 wolle man mit
dem Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT)
und den Räumen für die vorklinischen Institute fertig sein. Im
gleichen Jahr wolle man mit der schrittweisen Inbetriebnahme des
neuen Campus beginnen. Der gesamte Bau mit rund 42.000 Quadratmetern
soll 2018 stehen.
Standorte bisher über die Stadt verstreut
"Besonders freut mich, dass das endlich zustande kommt",
stellte
Bildungs- und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) bei der
Pressekonferenz fest. "So kann der Standort Graz international
sichtbar werden." Bisher müssen die Medizinstudenten in Graz noch
zwischen den über die Stadt verstreuten Instituten und Standorten
pendeln, mit dem neuen Med-Campus als viertem Universitätsstandort
der Stadt soll sich die Situation bessern. Lehre, Studium und
Forschung werden sich dann sich an einem gemeinsamen Ort stattfinden.
Offene Räume sollen Forscheraustausch fördern
Der Entwurf der Gewinner, die auch für die neue Grazer
Messehalle
A verantwortlich zeichnen, erfüllte den Wunsch der elfköpfigen Jury
nach "der Vernetzung der Nutzungsräume, der guten Einbindung in das
städtische Umfeld und kommunikativen Möglichkeiten". Zufriedenheit
auch bei Josef Smolle, Rektor der Medizinischen Universität Graz: "Es
gibt wenig geschlossene Räume, sondern offene Wege,
Kommunikationszentren, in denen sich die Forscher treffen und
austauschen können." Die Jury und Projektchef Samonigg lobten auch
die Umsetzung des Wunsches nach nachhaltiger Energienutzung in den
neuen Gebäuden. (APA)