Neue Erkenntnisse zum Planeten Merkur

15. Juli 2010 22:44

Vulkanische Aktivitäten haben wesentlich länger angedauert als bisher angenommen

Frankfurt/Main - Auf dem Merkur haben vulkanische Aktivitäten wesentlich länger angedauert als bisher angenommen worden war. Wie jüngste Aufnahmen der Raumsonde Messenger zeigen, wurde der sonnennächste Planet möglicherweise noch vor einer Milliarde Jahre von gewaltigen Eruptionen heimgesucht. Dies berichten US-Wissenschaftler im Magazin "Science". Bisher war man davon ausgegangen, dass die vulkanische Phase des Planeten vor spätestens 3,5 Milliarden Jahren endete. In zwei weiteren "Science"-Papieren werden die Untersuchungen zur Planetenexosphäre und magnetische Aktivitäten beschrieben.

Ein ringförmiges Becken

Die Sonde der US-Weltraumbehörde NASA war im Jahr 2004 gestartet. Im vorigen September passierte sie den Planeten zum dritten und letzten Mal. Auf den dabei gemachten Aufnahmen entdeckten Forscher ein ringförmiges Becken von 290 Kilometern Durchmesser.

In dieser Rachmaninoff getauften Senke erstrecken sich auffällig glatte Ebenen in verschiedenen Farbtönen. Deren Oberfläche entstand vermutlich durch Material vulkanischen Ursprungs, das einst durch die Senke floss. "Wir interpretieren diese Ebenen als die jüngsten vulkanischen Ablagerungen, die bisher auf dem Merkur gefunden wurden", sagt Studienleiterin Louise Prockter von der Johns Hopkins Universität in Baltimore.

Auch den Ursprung der Lavaströme glauben die Forscher ausgemacht zu haben. Nordöstlich des Beckens entdeckten sie eine unregelmäßig geformte, 30 Kilometer lange Senke, die von hellem Material umgeben ist. Dies ist vermutlich der Überrest des größten vulkanischen Schlotes, der bisher auf dem Planeten gefunden wurde.

Hintergrund

Als einziges Flugobjekt vor Messenger hatte die US-Raumsonde Mariner 10 den Merkur in den Jahren 1974 und 1975 passiert. Messenger ist nun der erste Flugkörper, der in die Umlaufbahn einschwenken und den Himmelskörper ein Jahr lang umkreisen soll.

"Bei jedem Treffen mit Merkur entdecken wir neue Phänomene", sagt Sean Solomon von der Carnegie Institution. "Während seiner ganzen Geschichte ist er ein äußerst dynamischer Planet gewesen. Wenn sich Messenger kommenden März in die Umlaufbahn begibt, steht uns ein grandioses Schauspiel bevor." (APA/apn/red)

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12 Postings
Prolet
28.07.2010 10:56
Ja, es ist verteufelt hart, der Beste zu sein;-)

Roter Baron
16.07.2010 09:45
und weiter ?

so wird die erde auch aussehen
wenn die sonne zur supernova wird
okay und weiter ?

roter baron

Zhdophanti
16.07.2010 12:26

Als roter Riese wird die Sonne die Erde verschlucken und damit is das Thema erledigt, möglicherweise erwischts au nur Merkur und Venus, aber die Erde is nacher kahl und dürfte ungefähr so aussehen ja.

Zinnmo
 
16.07.2010 13:22

Sie würde vermotlich nicht so aussehen. Für die Menge der Krater am Merkur brauchte es viel Meteore über eine ziemlich lange Zeit. Das Sonnensystem ist mittlerweile viel "aufgeräumter".

Zinnmo
 
16.07.2010 10:11

Die Sonnen wird nicht zur Supernova. Dafür ist sie zu klein.

Bolschewik
16.07.2010 11:23

richtig, sie wird einmal zum roten riesen und abschliessend zu einen weissen zwerg, eine supernova verlangt mindestens das 1,4 fache der sonnenmasse

Markus Bittner
16.07.2010 11:56
1,4fache Sonnenmasse ?

Also ich habe da was von mindestend 3 Sonnenmassen gehört (Prof. Harald Lesch)

8uddh48r0t
16.07.2010 13:19
laut Wikipedia sinds 8 Sonnenmassen

die 1,4 Sonnenmassen gelten nur für Supernovae vom Typ Ia

Der Schurke mit der Gurke
16.07.2010 13:32

Die 1,4-fache Sonnenmasse ist schon ausreichend für eine Supernova. Nicht nur bei Typ Ia.

Old Nick
18.07.2010 18:15
Es gibt nach heutigem Stand der Astrophysik

zwei grundsätzlich verschiedene Typen von Supernovae: Typ I, bei dem ein Weißer Zwerg als Teil eines Doppelsternsystem Materie von seinem Partner akkretiert, seine Masse irgendwann die Chandrasekhar-Grenze (1.44 Sonnenmassen) übersteigt, was eine thermonukleare Explosion hervorruft. Typ II tritt nach dem heutigen Kenntnisstand dann auf, wenn der Kern eines genügend massereichen Sterns zu einem Neutronenstern kollabiert, was im umgebenden Sternmaterial eine Schockwelle mit folgender thermonuklearer Explosion auslöst. Dafür in Frage kommende Vorgänger (Progenitor-) sterne haben mindestens die 8-fache Sonnenmasse. Der Stern verliert nämlich in den Riesen- und Überriesen-Stadien am Ende seiner (kurzen) Existenz erheblich Masse.

Das Pwny
18.07.2010 00:28
die diskussion könnte...

man glatt mit einem Fall in der Bürokratie verwechseln. Was die Sache witziger macht.

misfits74
 
16.07.2010 12:51
da sind nur 3dB unterschied,

was so viel ist wie nix.

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