"Die Frustration hat einen Höhepunkt erreicht"

Sandra Weiss, 15. Juli 2010, 18:09

Kubas Regime musste auf den wachsenden inneren und äußeren Druck reagieren, sagt das Dissidenten-Ehepaar Yoani Sánchez und Reinaldo Escobar im Gespräch mit Sandra Weiss

STANDARD: Ist die Freilassung politischer Gefangener ein Zeichen für einen Wandel auf Kuba?

Escobar: Ich würde eher von einem Anzeichen sprechen, das auf Veränderungen hindeutet. Die Regierung hat mit der Freilassung eine "vorübergehende Ausnahme" gemacht, ist aber keine politische Verpflichtung für die Zukunft eingegangen. Ein Wandel wäre, wenn die Regierung politisch abweichende Meinungen nicht mehr unter Strafe stellen würde. Aber die Gesetze zur Kriminalisierung Andersdenkender gibt es weiterhin, und morgen können die Castros eine neue Welle der Repression lostreten und so viele einsperren, wie sie wollen.

Sánchez: Sie ist ein willkommener Schritt, aber längst nicht ausreichend auf dem langen Weg, den Kuba in Richtung Öffnung und Demokratisierung gehen muss. Dennoch halte ich ihn für wichtig, weil er aufgrund des Drucks der Bürger getan wurde, also Menschen wie Guillermo Fariñas oder den Damen in Weiß, die sich friedfertig für die politischen Gefangenen einsetzten. Katalysator war der traurige Hungertod von Orlando Zapata, der großes internationales Echo fand und auch auf der Insel Abscheu und Druck erzeugt hat.

STANDARD: Manche sagen, dies ist eine alte Taktik der Regierung, die schon immer mit politischen Gefangenen geschachert hat.

Sánchez: In der Vergangenheit gab es oft Momente der Hoffnung, die dann schnell verpufften. Aber diesmal ist die Lage doch etwas anders. Die Frustration der Menschen hat einen Höhepunkt erreicht, der wirtschaftliche Kollaps ist überall greifbar, der internationale Druck war größer als früher. Daher wird es wohl nicht ganz so einfach für das Regime, unwidersprochen neue Dissidenten einzusperren. Vor allem denke ich aber, dass die Kubaner jetzt wirklich ernsthafte Schritte in Richtung Öffnung erwarten. Und es obliegt uns Bürgern, uns freien Journalisten, uns Bloggern, diesen Druck auf kluge Weise aufrechtzuerhalten.

STANDARD: Wieso ist Fidel Castro just im Zusammenhang mit der Freilassung wieder in der Öffentlichkeit aufgetaucht?

Escobar: Manche fürchten, dass sein Auftritt bezweckt, mögliche Reformen zu unterbinden. Man könnte aber darin auch eine neue Arbeitsteilung zwischen den Brüdern Castro sehen. Raúl kümmert sich um die Angelegenheiten der Insel, während Fidel die große Gesamtschau liefert und die Ereignisse der Welt kommentiert.

Sánchez: Keine 24 Stunden nach dem Tod von Orlando Zapata tauchten Fotos von Fidel auf - nach Monaten des Schweigens und Spekulationen über seinen Tod. Es ist also eine Strategie, eine Art Ablenkungsmanöver, ihn in besonders schwierigen Momenten wieder auf die Bühne zu katapultieren. Fidel redete vom Iran und einem heraufziehenden Weltkrieg - wo wir doch die eigentlichen Probleme hier auf der Insel haben.

STANDARD: Hat die Wirtschaftskrise bewirkt, dass Kuba jetzt auf die internationale Gemeinschaft zugeht?

Sánchez: Der wirtschaftliche Kollaps ist sicher ein Grund. Die Regierung braucht Kredite und die Kooperation der internationalen Gemeinschaft und musste deshalb dieses Zugeständnis machen. Hinzu kommt, dass der ganze ideologische Apparat auf dem Boden liegt und viel Glanz verloren hat, weil die Regierung nicht mehr in der Lage ist, das Wohlergehen ihrer Bürger sicherzustellen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, sich an der Macht zu halten.

STANDARD: Die Vermittlung der katholischen Kirche im Zusammenhang mit den Freilassungen ist interessant. Ist sie vielleicht der alleinige künftige Ansprechpartner der Regierung in Sachen Öffnung?

Sánchez: Die Rolle der Kirche war positiv, denn zum ersten Mal bekam ein kubanischer Akteur außerhalb des Staatsapparats eine Stimme und eine tragende Rolle. Die Kirche hat eine Brücke gebaut, die die Regierung auch künftig nutzen kann. Aber am Verhandlungstisch fehlten natürlich wichtige Vertreter aus der Zivilgesellschaft wie die Damen in Weiß.

STANDARD: Wie arbeiten "freie Journalisten" wie ihr auf Kuba?

Escobar: Wir haben in letzter Zeit mehr Möglichkeiten dank der neuen Technologien, also vor allem Internet, Blogs und Mobiltelefone. Das und nicht etwa eine politische Öffnung hat etwas mehr Raum für Meinungsvielfalt geschaffen. Die kubanischen Medien sind weiterhin verschlossen für Dissidenz.

STANDARD: Auf welche Probleme stoßen "freie Journalisten" ?

Escobar: Über uns schwebt ständig ein Damoklesschwert, wir können jederzeit im Gefängnis landen. Wir werden tagaus, tagein überwacht und eingeschüchtert. Agenten der Staatssicherheit statten uns Hausbesuche ab oder nehmen uns vorübergehend fest, um uns mit Gefängnis zu drohen. Außerdem stellt uns unsere Arbeit vor wirtschaftliche Herausforderungen. Eine Stunde Internetzugang kostet etwa ein Drittel eines Monatsgehaltes. Und dann müssen wir erst einmal in einem Hotel oder Internetcafé einen Computer mit Internet finden. Privathaushalte bekommen nur in Ausnahmefällen einen Internetzugang. Die gleichen Probleme haben natürlich auch unsere Leser, weshalb derjenige, der auf Kuba einen Internetzugang hat, interessante Artikel auf eine CD kopiert und diese dann an Bekannte weiterreicht, die sie wiederum kopieren. So zirkuliert unabhängige Information auf Kuba. (DER STANDARD, Printausgabe 16.7.2010)


Yoani Sánchez (35) ist mit "Generación Y" über den Alltag auf Kuba zur bekanntesten Bloggerin des Landes avanciert. Ihr Ehemann Reinaldo Escobar (63) arbeitete lange für die offiziellen kubanischen Medien, bis seine Hoffnung auf Reformen Anfang der 1990er-Jahre enttäuscht wurde. Seither ist er "unabhängiger Journalist" - auf Kuba gleichbedeutend mit "Regimekritiker".

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Hurra, die Schwiegermutter kommt
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25.7.2010, 23:49
"Die Frustration hat einen Höhepunkt erreicht" heißt,

die Stimmung wird jeden Tag besser und besser.

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20.7.2010, 10:54
Die eigentliche Geschichte des Liberalismus

Der Liberalismus ist in der westlichen Welt wirkungsvoll idealisiert worden. Die Gründung geht von einer Gemeinschaft von freien Bürgern aus, der folgliche Individualismus wurde dadurch zur gesellschaftlichen Norm, sowohl auch in der Wirtschaft. Seltsam ist nur, dass von Eroberung oder Unterdrückung nicht die Rede ist, es wird von Demokratie gesprochen, aber von den historisch belegbaren Kriegen geschwiegen.

Girgl Galgenstein
22
23.7.2010, 12:42
Kurzfassung Ihres Postings

Ich bin dagegen, dass sich das Individuum frei entfalten kann. Es braucht einen Diktator, der über das Wohl des Volkes wacht.

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11
23.7.2010, 14:01

Auch ganz typische Antwort von Ihnen...

x aeins
12
22.7.2010, 14:59

irgendwo hängengeblieben? was wollen sie uns damit sagen? dass Castro die ultimative Lösung für diese Probleme des Liberalismus gefunden hat und jeder Dissident daher ein Verräter ist?
angesichts der realen Verhältnisse in Kuba wohl eher ein Scherz - oder gehören sie zu den Privilegierten?

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12
20.7.2010, 11:12
Die eigentliche Geschichte des Liberalismus II

Die großen Rechtstheoretiker und Philosophen des 17. und 18. Jh., Locke, Smith und Blackstone Verfechter des Liberalismus, also der (ihrer) Freiheit, waren alle Verteidiger der Sklaverei. Zur Freiheit des Individuums gehörte für sie auch das Recht auf Eigentum an Menschen und auf Menschenjagt, in das der Staat sich einzumischen hatte. Geißel und Opfer dieses Glaubens und Rechtes waren die Sklaven, Ausrottung der Unreinwohner, Ausbeutung von Frauen und Kindern, Verbot jeder Form von Organisation der arbeitenden Massen und zu guter letzt von der brutalen Repression gegen die, die Protest anmeldeten.

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12
20.7.2010, 11:10
Die eigentliche Geschichte des Liberalismus III

So verwundert es kaum, dass der geistige Schöpfer des Liberalismus Adam Smith erklärte: Er ziehe einer von Sklavenhaltern kontrollierten "freien Regierung" eine "despotische Regierung" vor.

Der Liberalismus ist eine bewusst inszenierte Heiligengeschichte, die zwar zur Emanzipation des weißen Mannes betrug (auch durch die Aufklärung), aber zur De-Emanzipation der freiheitlich eroberten Kolonien und Völker beitrug. Beherrscher und Beherrschte sind so klar definiert.

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12
20.7.2010, 11:09
Die eigentliche Geschichte des Liberalismus IV

Und auch heute übt der Liberalismus totalitäre Machtansprüche aus, nämlich in Honduras. Die weiße Oligarchie, die wenigen Familien erlauben es sich zu behaupten Honduras gehöre ihnen. Die Rollen sind vergeben, da hilft kein Jammern, da hilft nur die Abschaffung der Sklaverei des Liberalismus, Neoliberalismus durch die Zerschlagung der bürgerlichen Demokratie!

Losurdo, Freiheit als Privileg

Und was helfen uns all die Gründungen und Beschwerden, wenn doch nur Mord und Kriege dabei rauskommen? Rechte Parteien im bürgerlichen Staat wundert niemand. Die Kap. haben viel Profit gemacht, das als Leistung hervorzuheben kann nur ein RECHTER, LIBERALER; FREIHEITLICHER.

*QED*
01
23.7.2010, 08:45

Liberalismus auf Sklavenhaltung und Ausbeutung zu
reduzieren ist natürlich tendenziös. Es ist so als würde man Stalin, Mao Zedong und die roten Khmer
prototypisch für Sozialismus ansehen.

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00
23.7.2010, 14:00
lesen können Sie wohl nicht?

"Der Liberalismus ist in der westlichen Welt wirkungsvoll idealisiert worden. Die Gründung geht von einer Gemeinschaft von freien Bürgern aus, der folgliche Individualismus wurde dadurch zur gesellschaftlichen Norm, sowohl auch in der Wirtschaft."

An der Stelle könnte man das Alltägliche labern und labern, aber diese Seite kennt doch jeder, oder? Sie haben es eben nicht begriffen. Freiheitliches Denken, kreatives, selbständiges Denken Fehlanzeige. Haben auch nur immer alles auswendig gelernt... Typisch in diesem Forum...

*QED*
10
23.7.2010, 15:06

Ich habe sehr wohl begriffen, worauf Sie hinaus-wollen: Zerschlagung der bürgerlichen Gesellschaft
sagt genug!
Alle Verfecher totalitärer Systeme haben den Liberal-
ismus bekämpft.

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01
23.7.2010, 15:38

Sozialismus kann aber auch demokratisch sein, er kann auch totalitär sein. Nur das Demokratieverständnis ist eben nicht bürgerlich, wenn er schon frei ist. Sie werden den Unterschied nie begreifen.

In Anbetracht der wahren Sachlage gegenüber dem Liberalismus bin ich tatsächlich für die Zerschlagung der Weißen Demokratie, weil das die anderen zu NIGGERN macht.

Schön das Sie für den Liberalismus sind, der Farbige zu NIGERN macht.

Sie sollten sich mal ohne Bezug auf bürgerli. Quellen mit dem Sozialismus beschäftigen. Oder haben Sie sich nur einen anderen Namen gegeben?

Träume sind Schäume.
10
23.7.2010, 19:36
Gesquirlte Mi*st

Ein Geheimtip, Abraham Lincoln war KEIN Sozialist.
Ebensowenig die bürgerlichen europäischen Staaten im 19 Jh.
Sklaverei ist übrigens NICHT weiß, Farbige hielten farbige Sklaven, bei bräunlichen Arabern hat(e) es Tradition.

Ich will ihnen aber hierzu mal das Messer in Punkto Marxismus anlegen:
Zitat:

"Der nächste Weltkrieg wird nicht nur reaktionäre Klassen und Dynastien, er wird auch ganze reaktionäre Völker vom Erdboden verschwinden machen. Und das ist auch ein Fortschritt."

Friedrich Engels - Der magyarische Kampf
Neue Rheinische Zeitung" Nr. 194 13.01.1849:
http://is.gd/d8NX5

Als Stammesgesellschaften wären altafrikanische Völker tiefreaktionär.
Ergo hätten "progressive" Weiße laut Engels jedes Recht diese Kulturen auszumerzen ;)

*space
01
23.7.2010, 21:14

Ich rede die ganze Zeit vom weißen Rassismus und nicht von dem, von dem Sie reden! Verstanden!

Engels war ein Industrieller und hat die Arbeiter ausgebeutet, aber was ist denn mit Ihnen? Sind Sie denn ein frommes Lamm, dass sich jemals über die kap. Ausbeutung beschwert hat? Natürlich nicht!

So, Engels von 1849. Ein Gottesurteil ist es aber nicht, oder was wollen Sie mir sagen? Warum nur müsst ihr alles bare Münze nehmen. Ich muss das nicht richtig finden, oder? Die ganze Sache kann ich aus der Schnelle nicht einschätzen, aber andere kritisieren weil da jemand Kapitalismus nah war und es selbst sein, ist schon ziemlich dumm!

Träume sind Schäume.
10
23.7.2010, 22:13
Und übrigens

Hiermit erkläre ich feierlich:

a) Ich halte nichts von Ausdrücken wie "slawischen Unterm'enschen"
b) Desweiteren möchte ich besagte nicht bis auf den Namen ausrotten.
c) Dasselbe gilt für "reaktionäre" Völker und Klassen, Massenmord bzw. Hollocaust haben nicht grad mein Befürwortung.
e) Und vor allem würd ich diesen Schund weder als "wissenschaftlich" deklarieren noch als Leitfaden für Jünger bei einer Religionsgründung (Marxismus) miteinfließen lassen.

Genaugenommen würde ich Engles als rassistisch-nationalistischen Bastar'd aus gutem Hause mit Selbsthass/Minderwertigkeitskomplexen charakterisieren.

Sie werden's nicht glauben, als liberaler Kapitalist schätz ich mich in der moralischen Wertung höher ein als dieser Typ ;)

jinglebells
00
24.7.2010, 00:44
a-e finde ich interessant, obwohl d fehlt.

da finde ich mich sogar wider. aber was hat das mit liberalem kapitalismus zu tun?

Träume sind Schäume.
11
23.7.2010, 21:58
Falsche Ansage,

Ich, wie auch übrigens teilweise Marx bin überzeugt dass die Menschheit als Ganzes noch NIEMALS so fortgeschritte Lebensumstände hatte wie in der industrialisierten Marktwirtschaft aka Kapitalismus.
Ich wäre blöd sowas zu bekämpfen.

Und nochmal.
Die marxistischen historischen Entwicklungsläufe lauten Sippen/Sklaven/Feudal und kapitalistische Gesellschaft.
Laut Marx und Engels ist es notwendig dass "progressivere" Gesellschaften "reaktionäre" vernichten/überwinden.

Da im Zeitalter des Kolonismus, was sie ansprechen, kapitalistische europäische Nationen Stammes/Feudal Territorien besetzten ist das nach marxistischer Lehre LEGETIM und notwendig als Entwicklungsgrundsatz.

Wie passt da jetzt zu ihrem heuchlerischen "Antiimperialismus" ;)

Träume sind Schäume.
10
23.7.2010, 21:44
Falsche Ansage

Ich, wie auch übrigens teilweise Marx bin überzeugt dass die Menschheit als Ganzes noch NIEMALS so fortgeschrittene Lebensumstände hatte wie in der industrialisierten Marktwirtschaft aka Kapitalismus.
Ich wäre blöd sowas zu bekämpfen.

Und nochmal
Die marxistischen historischen Entwicklungsläufe lauten Sippen/Sklaven/Feudal und kapitalistische Gesellschaft.
Laut Marx und Engels ist es notwendig dass "progressivere" Gesellschaften "reaktionäre" vernichten/überwinden.

Da im Zeitalter des Kolonismus, was sie ansprechen, kapitalistische europäische Nationen Stammes/Feudal Territorien besetzten ist das nach marxistischer Lehre LEGETIM und notwendig als Entwicklungsgrundsatz.

Wie passt da jetzt zu ihrem heuchlerischen "Antiimperialismus"?;)

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11
24.7.2010, 13:00
Kriege und die Marktwirtschaft 1

Die Barbarei des Krieges samt seiner technischen Reproduktion und Verfeinerung der Kriegstechnik ist genau so eingetroffen. Im übrigen reflektiert Engels nur, dass das Ausrotten ganzer Völker dorch den Krieg ein Fortschritt ist, ist ein Statement einer geschichtl. Darstellung der Bewegungsgesetze eines kap. Gesellschaftsystems mit all ihren Antagonismen.

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11
24.7.2010, 13:00
Kriege und die Marktwirtschaft 2

Im 1.Weltkrieg im Westen, ist eine ungeheuere Zahl von Soldaten jeden Tag verreckt, später der Gaskrieg. Sie haben sich gegenseitig ausgerottet. Und unter welchen Losungen sind diese Soldaten denn in den Krieg gezogen? Deutsche Weltherrschaft sollte hergestellt werden, in Europa, in Afrika ... Mit welchem Recht? Die Deutschen war damals schon antijüdisch, sie waren reaktionär und sind deshalb im Krieg besonders bestraft worden. Oder war es nicht Heldenmut fürs Vaterland zu sterben, war es nicht eine Selbstverständlickeit und galt als große Ehre?

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11
24.7.2010, 12:59
Kriege und die Marktwirtschaft 3

Oder wie Engels es vielleicht ausdrücken würde: Es war ihnen eine große Ehre reaktionär zu sein. Und auf Grund der sehr effektiven Kriegstechnik wurde ein anderes Volk oder Teile ausgerottet. Das wäre dann Teil der Geschichte. Wieviele Völker wurden denn ausgerottet? Etwa keine?

Im 2.Weltkrieg hat das deutsche Volk etwa nicht geschlossen hinter Hitler gestanden? Die anderen waren im KZ oder tod. Der Führer hat genauso argumentiert, dass es nicht wichtig ist, die Lebensgrundlagen, die das deutsche Volk zum überleben braucht zu schützen, denn das deutsche Volk hat sich als das schwächere erwiesen.

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11
24.7.2010, 12:59
Kriege und die Marktwirtschaft 4

Ist das alles nicht im Kap. geschehen? Da ging es doch nur ums ausrotten, um biologische Lösungen, oder?

Wieviel Hass brauchen die Menschen denn um zu begreifen, dass wir alle Frieden brauchen? Welchen Weltkrieg brauchen wir dafür? Wenn Völker so reaktionär wären, wo wären wir dann mit dieser Kriegstechnik? Es ist wie es Engels sieht eine Frage an die Geschichte. Wenn ein reaktionärer Staat/Regierung, Bevölkerung im Namen der herrschenden Klasse einen Krieg gegen ein anderes Volk führt, darf dieses Volk samt Staat dann diesen perversen Krieg gewinnen? Oder sollte es diesen Krieg verlieren? Sein Begriff "ausrotten" ist derbe und kann leicht falsch verstanden werden.

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24.7.2010, 12:58
Kriege und die Marktwirtschaft 5

Oder anderes gesagt: Sollten die Nazis samt Volk etwa diesen Krieg gewinnen? Dann gäbe es keine Slawen mehr. Die Russen haben uns am Leben gelassen, das ist auch ein Verdient. Haben die Deutschen das verdient, nachdem was sie in den SU verbrochen haben? Was ist nun Gerechtigkeit?

Die Richtigkeit des Marxismus haben damals selbst seine ideologischen Feinde feststellen müssen und werden auch in Südamerika bestätigt.

Ja, Sie genießen die Marktwirtschaft, aber andere haben keinen Job. Wie gerecht ist denn das? Sie moralisieren immer rum, aber analysieren nicht. Wenn für den Profit gearbeitet wird entsteht immer soziale Ungerechtigkeit. Wenn es in Kuba Arbeitslose gibt dann moralisieren Sie, in D oder A ist es Ihnen egal.

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24.7.2010, 12:57
Kriege und die Marktwirtschaft 6

Die bekommen ja Stütze, aber gleiches Recht für alle gibt es in Kuba genauso wenig wie hier. Nur das Kuba keine völkerrechtswidrigen Kriege führt, die Verfassung und das Völkerecht aushöhlt. Da Ihnen das egal ist, haben Sie persönlich kein Recht zu kritisieren, denn Sie können so kein Indikator für das Menschenrecht sein. Es gibt keine Kriege im Namen der Menschenrechte, höchstens für das Bürgertum, die andere Meinungen verbal tollerieren, wenn es aber an deren Macht geht, dann greifen sie zu allem was geht. Im Fall Kuba würde das sicher kritisiert werden. Yoanni ist im Knast wegen Kollaboration, da wird wieder eine andere Geschichte daraus gestrickt nur damit weitere Sanktionen folgen können.

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24.7.2010, 12:57
Kriege und die Marktwirtschaft 7

a) Das unterstelle ich Ihnen nicht.
b) Natürlich nicht.
c) Engels spricht eher von der Verführung, die ich Militarismus, Faschismus nenne. Und Sie mit rassistisch-nationalistischen Einstellung mit Minderwertigkeitskomplexen/Größenwahn charakterisieren würden.
d) Als Liberaler sollten Sie sich mehr mit der dunklen Seite der Ideologie beschäftigen. Ich kann nicht finden dass sich da etwas geändert hat. Nehmen wir Honduras, die wollten auch eine Marktwirtschaft. Sie werden sie nicht bekommen. Woran liegt das wohl?

Ergo hätten "progressive" Weiße laut Engels jedes Recht diese Kulturen auszumerzen." Das ist doch Unsinn.

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