Fatah gegen Direktgespräche mit Israel

15. Juli 2010, 17:32

Angebot Netanyahus zurückgewiesn - Fatah-Zentralkomitee: "Israel fehlt es an Glaubwürdigkeit"

Ramallah - Die Fatah-Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt gegen direkte Gespräche mit Israel. Der israelischen Seite fehle es an Glaubwürdigkeit, erklärte das Fatah-Zentralkomitee am Donnerstag in Ramallah und wies damit die Forderungen von US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Benjamin Netanyahu zurück. Netanyahu hatte zuletzt in einem CNN-Interview wörtlich erklärt: "Lasst uns sofort beginnen, heute, morgen, in Jerusalem, in Ramallah, einer heißen Stadt wie New York oder einer kühlen irgendwo sonst".

Direkte Gespräche lehnt die palästinensische Führung ab, solange Israel einen Siedlungsstopp im besetzten Westjordanland verweigert. Netanyahus Likud-Block hat sich aber bereits auf die Fortsetzung des Siedlungsbaus nach dem Ende des unter dem Druck der USA akzeptierten zehnmonatigen Moratoriums im kommenden September festgelegt.

Machtkampf zwischen Hamas und Fatah spaltet Palästinenser-Gebiete

Der Machtkampf zwischen der säkularen Fatah und der radikaleren islamischen Hamas hatte im Juni 2007 zur faktischen Trennung des Westjordanlandes und des Gazastreifens geführt. Die Hamas übernahm nach blutigen Gefechten die alleinige Kontrolle über den Gazastreifen, den die Israelis 2005 geräumt hatten. Die Hamas hatte die allgemeinen Wahlen 2006 mit absoluter Mehrheit gewonnen. Ihren Sieg verdankten die Islamisten vielen Protestwählern, die der Fatah zügellose Korruption vorwarfen.

Das vierjährige Mandat des Anfang 2005 zum Nachfolger von Präsident Yasser Arafat gewählten Abbas war im Jänner 2009 abgelaufen. Nach einem ägyptischen Versöhnungsvorschlag hätten Ende Juni 2010 Präsidenten- und Parlamentswahlen abgehalten werden sollen. Die Hamas steht außerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), die von der internationalen Staatengemeinschaft als legitime Vertretung des palästinensischen Volkes anerkannt wird. Die von der Fatah gelenkte PLO ist völkerrechtlich der Vertragspartner Israels. (APA/Reuters)

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23 Postings
superloser
72
16.7.2010, 14:31
same procedure

Israel bietet Gespräche an, die Palästinenser sagen: Nein!

Ahner von Bösem
 
26
16.7.2010, 13:48
Die einzige und beste Demokratie im Nahen Osten:

"Im israelischen Parlament, dem Knesset, wurde die erste Lesung eines neuen Gesetzes getätigt, das die Boykottierung israelischer Waren durch israelische Bürger illegalisiert.

Laut dem neuen Gesetz kann jede israelische Firma jeden Israeli auf bis zu 30.000 Shekel verklagen, der sie boykottiert haben soll, ohne die finanziellen Schäden nachweisen zu müssen.

Das Gesetz wird als Antwort gegen die zahlreichen akademischen und wirtschaftlichen Boykotte in Israel gesehen. Der Entwurf fand breite Unterstützung bei allen Parteien"

http://www.shortnews.de/id/840500... gal-machen

75534
29
16.7.2010, 09:23
Der vom Forumteilnehmer "decodieren" w.u. verlinkte 'Haaretz'-Artikel

bringt die Sache auf den Punkt. Arafat war nach Oslo israelischer geworden als Netanjahu selbst. Arafat hofierte die isr. Lobbygruppen in den USA, strich alle israelkritischen Passagen aus der PLO Charta und er arbeitete intensiv mit den isr. Sicherheitsbehörden zusammen. Was tat Israel ? K e i n e einzige Abmachung wurde eingehalten !
Und jetzt Abbas: Shimon Peres sagte, Abbas habe sämtliche isr. Forderungen für das WJL erfüllt. Welchen Lohn darf Abbas erwarten ? Weitere isr. Siedlungen, weiterer Ausbau der Apartheidinfrastruktur, . . . .

NONE
01
16.7.2010, 21:19

Mit ein Grund warum Abbas zurücktreten sollte.

Er hat nichts erreicht und wird ewig die zahme Maus bleiben.

John McLanes Jünger
210
16.7.2010, 07:26

Ich verstehe die Fatah durchaus.
Was solls auch bringen mit den Israelis zu verhandeln sobald man auf einen Grünen Zweig kommt torpediert Israel alles wieder entweder durch zerstörung von Palästinesnischen Häusern (wie Vorgestern), Siedlungsbau oder einfach ein Palästinenser der ein Haarspray nicht wie vorgeschrieben verwendet hat.

Und Abbas wird auch an den Punkt angelangt sein an dem er erkannt hat das er lediglich der Steigbügelhalter der Westlichen und Israelischen Politiker ist und nicht mehr.

Starwolf90
30
16.7.2010, 13:55

Erinnern sie sich noch an die Gaza Räumung? Juden, Siedler und Soldaten wurden alle aus Gaza herausgeschleppt um Frieden zu schaffen. Was ist daraus geworden? Auf die Synagogen wird uriniert. Racketen werden weiterhin gefeuert und Christen werden willkürlich umgebracht!

Reddogg
 
00
19.7.2010, 08:05

Bei soviel Blödsinn was Sie schreiben sollte man eigentlich überhaupt nicht antworten, aber mal ein kleiner Hinweis warum es weiter oder wieder Terror/Widerstand gab:http://www.nytimes.com/2005/08/2... .html?_r=1
Vielleicht kapieren Sie es ja was da steht und welche Konsequenzen sich daraus gaben. Nur mal zwei Fakten:
1. Innerhalb weniger Wochen/Monate standen den isr. Siedlern mehr Gebiet zum besiedeln bereit als man noch kurz davor in Gaza "besetzte".
2. Innerhalb nicht einmal einen Jahres! war der Anstieg an Siedlern (abzügl. nat. Wachstum und Immigranten) höher als die Anzahl die zuvor noch in Gaza lebten.

Benutzer78
10
17.7.2010, 15:24

was ist eine "rackete"?
da schauens lieber nochmal ins hebräisch-deutsch wörterbuch..

Omega Duck
 
61
16.7.2010, 09:47

Israel torpediert?
Sowie nach dem 6-Tage Krieg?
Oder Camp David?

Ex-Muslim
82
16.7.2010, 02:36

Hat die Fatah Angst, die Hamas könnte sie auch aus den restlichen Gebiete vertreiben, wenn Israel die palästinensischen Gebiete abstoßen würde?

Im Gaza-Streifen war es nicht anders. Die weiteren Punkte (Wegfall ausländischer Hilfe usw) wurden bereits genannt.

GG22
60
16.7.2010, 02:33
Die Fatah hängt doch ohnehin

am Tropf der USA.
Da scheint es eher um das Gesichtwahren zu gehen.

Die Fatah ist korrupt wie zehn österreichische Politiker.

superloser
20
16.7.2010, 14:32

AmTropf von USA und EU!

Andreas Globus
154
15.7.2010, 22:28
die sollen doch gleich sagen, dass sie an einem eigenem Staat nicht interessiert sind ...

weil sie unfähig sind einen Staat zu leiten,
weil die Auslandshilfen nicht mehr so hoch sein würden,
weil sie die Märtyrermentalität nicht abbauen wollen,
usw. usw.

GG22
46
16.7.2010, 02:35

ohne die Finanzzuschüsse seitens USA wären gewisse andere Staaten schon längst pleite.
Namen nenne ich aber nicht.

Dani B.
60
16.7.2010, 13:22

"namen nenne ich aber nicht".

typisch österreicher. nur andeuten, nichts klar auf den punkt bringen, die wahrheit ankratzen bis zurechtbiegen. muss das sein? wenn du was zu sagen hast, sag es, sonst halt den rand.

Georg Schütt
156
15.7.2010, 18:18
Direkte Gespräche lehnt die palästinensische Führung ab, solange Israel einen Siedlungsstopp im besetzten Westjordanland verweigert.

Es gab einen zehnmonatigen Baustopp - und nichts haben die Palästinenser unternommen, um in Verhandlungen zu treten.

Sie wollen keine Verhandlungen - und können auch keine wollen, weil sie sich selbst nicht grün sind und auf irgendeine Position verständigen wollen.

Also schieben sie lieber Israel den Schwarzen Peter zu, nur um nicht als das dazustehen, was sie sind: politikunfähige Revanchisten.

Reddogg
 
48
16.7.2010, 09:27

Schauen's mal bei Peace Now vorbei dann können auch Sie vielleicht abseits der Militärzensur in isr. Medien etc. sehen wie diese "freeze order" aufrecht erhalten wurde. Sie sollten von den einschlägigen Seiten wie JP und Co. wegkommen. Die können noch soviele Lügen und diese noch so häufig wiederholen, es bleibt aber immer noch eine Lüge...
Es gab Siedlungsausbauten innerhalb der "freeze order" und das waren nicht nur die Ausbauten die noch "ganz schnell" kurz vor in Kraft treten durchgeschleust wurden...
Machen Sie bitte einmal die Augen auf und seien Sie einmal so kritisch wie Sie es sonst bei anderen Quellen sind...

Stephan Schaefer
 
59
15.7.2010, 20:59

Und was ist nach dem 10-monatigem gelogenen Baustopp, denn Häuser abgerissen haben sie trotzdem!

Falls direkte Gespräche:

Wann hört Israel mit den Siedlungsbauten auf?

Wenn ganz WJL Siedlungen sind?

Was sind das für Gesprächsvorraussetzungen.
Als Palästinenser würde ich auf dieser Grundlage überhaupt nicht reden!

Mfg

Hubert Ungeist
 
37
16.7.2010, 05:42
Es gab keinen Stopp

es wurde munter weitergebaut

Omega Duck
 
104
15.7.2010, 23:28

Aso ja, das die Palästinenser Frieden wollen hat man ja schon so oft gesehen:

1947 wurde der Teilungsplan abgelehnt.
Nach dem 6-Tage Krieg kamen die "Three No's of Rabat".
2000 war dann Camp David.

Ich kann Israel verstehen... sie wollen keinen Frieden mit Menschen die so offensichtlich keine Gelegenheit versäumt haben eine Gelegenheit zu versäumen.

Laut der Israelischen Regierung kann es einen Siedlungsstop erst geben wenn es als Teil eines Vertrags. Es kann eine Vorbedingungen geben.

Stephan Schaefer
 
23
16.7.2010, 12:35

Sogar Mengem Begin sagt, dass wenn er Araber wäre diesem Teilungsplan niemals zustimmen würde.

Das Problem war somit entstanden, weil die UN ungerecht verteilt hat!

Mfg

superloser
30
16.7.2010, 14:35

Gerecht, ungerecht, wie auch immer. Wenn man immer nur Nein zu allen Friedensangeboten und Staatsgründungsangeboten sagt, steht man am Ende mit leeren Händen da. Und die Hände werden nicht voller, wenn man sich nicht irgendwann mal auf die andere Seite zu bewegt.

decodieren
213
15.7.2010, 18:01
Netanyahu: I stopped the Oslo Accords

this is the real Netanyahu. No more claims that the Palestinians are to blame for the failure of the Oslo Accords. Netanyahu exposed the naked truth to his hosts at Ofra: he destroyed the Oslo accords with his own hands and deeds, and he's even proud of it. After years in which we were told that the Palestinians are to blame, the truth has emerged from the horse's mouth.

http://www.haaretz.com/print-edi... i-1.302053

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