Unwetter

Drei Tote durch Tief "Olivia" über Westeuropa

15. Juli 2010, 08:41
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    foto: apa/virginie lefour

    Autobahn A54 in Belgien nach dem heftigen Unwetter am Mittwoch

Lastwagenfahrer von Baum erschlagen - Stürme behinderten Bahn- und Flugverkehr

Brüssel/Berlin - Tief "Olivia" ist mit heftigen Sturmböen über Westeuropa gezogen und hat dabei mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Auf einem Campingplatz bei Lyon in Frankreich starb ein 38-Jähriger, als der Sturm einen Baum entwurzelte.  Auch in den Niederlanden starb ein Mann auf einem Campingplatz in Arnheim. In einem Wald bei Kassel in Deutschland wurde ein Jäger von einem umstürzenden Baum erschlagen wurde. Etliche Menschen wurden am Mittwochabend verletzt.

Belgien: Ein Toter - Mehrere Verletzte

Bei schweren Unwettern und heftigem Sturm ist am Mittwoch in Belgien ein Mann in Erquelinnes an der belgisch-französischen Grenze ums Leben gekommen, mindestens 15 Menschen wurden verletzt. Der Lastwagenfahrer starb als ein Baum auf sein Fahrzeug fiel, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Der Sturm fegte vor allem über den südlichen und östlichen Teil Belgiens hinweg. In Jodoigne östlich der Hauptstadt Brüssel stürzte das Dach eines Sportzentrums ein. Dabei erlitten 15 Menschen leichte Verletzungen. In der Stadt Dinant fiel der Strom komplett aus.

Ein Mini-Tornado beschädigte mehrere Häuser in Ciney südlich von Lüttich. Dort knickten zahlreiche Bäume um und blockierten Straßen und Autobahnen. Mehrere Telefonleitungen waren unterbrochen. In vielen Häusern liefen die Keller voll Wasser.

Stürme behinderten Flugverkehr

Die Stürme behinderten massiv den Verkehr. Die staatliche Bahngesellschaft SNCB stoppte in der Region Lüttich alle Züge. "In dieser Zone ist praktisch kein Zugverkehr mehr möglich", sagte ein Sprecher des Bahnbetreibers Infrabel der Agentur Belga. Am Brüsseler Flughafen mussten wegen des Gewitters viele Flüge am Boden bleiben und hatten Verspätung.

Flugunterbrechungen in Frankfurt und Düsseldorf

In Deutschland traf Sturmtief "Olivia" vor allem Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. Der Deutsche Wetterdienst hob die meisten Unwetterwarnungen mittlerweile wieder auf. Zuletzt war Südostbayern vom Durchzug der Gewitterfront betroffen. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main musste der Flugverkehr zeitweise unterbrochen werden - ebenso wie etwa am Düsseldorfer Airport. Betroffen war auch wieder die Bahn. Zahlreiche Strecken waren zwischenzeitlich blockiert.

Glimpflich verlief ein Flug der luxemburgischen Gesellschaft Luxair. Nach Unternehmensangaben musste die Maschine am Abend ihren Landeanflug auf Luxemburg wegen Windböen abbrechen und nach Frankfurt zurückfliegen. Einige der 31 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder hätten Prellungen erlitten.(APA)

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