Lastwagenfahrer von Baum erschlagen - Stürme behinderten Bahn- und Flugverkehr
Brüssel/Berlin - Tief "Olivia" ist mit heftigen Sturmböen über
Westeuropa gezogen und hat dabei mindestens drei Menschen das Leben
gekostet. Auf einem Campingplatz bei Lyon in Frankreich starb ein
38-Jähriger, als der Sturm einen Baum entwurzelte. Auch in den
Niederlanden starb ein Mann auf einem
Campingplatz in Arnheim.
In einem Wald bei Kassel in
Deutschland wurde ein Jäger von einem umstürzenden Baum erschlagen
wurde. Etliche Menschen wurden am
Mittwochabend verletzt.
Belgien: Ein Toter - Mehrere Verletzte
Bei schweren Unwettern und heftigem Sturm ist am Mittwoch in Belgien ein Mann in Erquelinnes an der belgisch-französischen Grenze ums Leben gekommen, mindestens 15 Menschen wurden verletzt. Der Lastwagenfahrer starb als ein Baum auf sein Fahrzeug fiel, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga.
Der Sturm fegte vor allem über den südlichen und östlichen Teil Belgiens hinweg. In Jodoigne östlich der Hauptstadt Brüssel stürzte das Dach eines Sportzentrums ein. Dabei erlitten 15 Menschen leichte Verletzungen. In der Stadt Dinant fiel der Strom komplett aus.
Ein Mini-Tornado beschädigte mehrere Häuser in Ciney südlich von Lüttich. Dort knickten zahlreiche Bäume um und blockierten Straßen und Autobahnen. Mehrere Telefonleitungen waren unterbrochen. In vielen Häusern liefen die Keller voll Wasser.
Stürme behinderten Flugverkehr
Die Stürme behinderten massiv den Verkehr. Die staatliche Bahngesellschaft SNCB stoppte in der Region Lüttich alle Züge. "In dieser Zone ist praktisch kein Zugverkehr mehr möglich", sagte ein Sprecher des Bahnbetreibers Infrabel der Agentur Belga. Am Brüsseler Flughafen mussten wegen des Gewitters viele Flüge am Boden bleiben und hatten Verspätung.
Flugunterbrechungen in Frankfurt und Düsseldorf
In Deutschland traf Sturmtief "Olivia" vor
allem Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland.
Der Deutsche Wetterdienst hob die meisten Unwetterwarnungen mittlerweile wieder auf. Zuletzt war Südostbayern vom
Durchzug der Gewitterfront betroffen. Am größten deutschen Flughafen in
Frankfurt am Main musste der
Flugverkehr zeitweise unterbrochen werden - ebenso wie etwa am
Düsseldorfer Airport. Betroffen war auch wieder die Bahn. Zahlreiche
Strecken waren zwischenzeitlich blockiert.
Glimpflich verlief ein Flug der luxemburgischen Gesellschaft
Luxair. Nach Unternehmensangaben musste die Maschine am Abend ihren
Landeanflug auf Luxemburg wegen Windböen abbrechen und nach Frankfurt
zurückfliegen. Einige der 31 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder
hätten Prellungen erlitten.(APA)