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Wien - Im März 2009 gab Claudia Haas das Detailkonzept für das Haus der Geschichte der Republik Österreich ab; seither hat man von dem Projekt nichts mehr gehört. Ihre Arbeit, gemeinsam mit dem Museumsberater Lord erstellt, sei von Beamtenseite gut beurteilt worden, sagt Haas. Die Auftraggeber bzw. deren Nachfolger hätten sich aber bisher nicht geäußert. Ihr wurde lediglich untersagt, über das Konzept zu sprechen.
Ein solches Museum sei vielleicht, so Haas im Gespräch mit dem Standard, kein großes Herzensanliegen - außer für Bundespräsident Heinz Fischer. Es wäre durchaus interessant, dieses gesellschaftspolitische Problem einmal zu hinterfragen. Sie hoffe aber noch immer auf die Realisierung einer multiperspektivischen Darstellung der Geschichte.
Nun scheint aber wieder etwas Bewegung in das leidige Thema zu kommen: Am Donnerstag, 15.7., präsentiert die von Beppo Mauhart gegründete "Wirtschaftsinitiative Neues Künstlerhaus" (Wink) einen Vorschlag zur Nutzung des renovierungsbedürftigen Gebäudes am Karlsplatz, das für den Künstlerverein zu groß geworden ist.
Die Ideen, die Sammlung Essl bzw. das Wien Museum als Untermieter hereinzuholen, hatten sich bekanntlich nicht realisieren lassen. Die Architekten András Pálffy und Christian Jabornegg überarbeiteten ihre ober- wie unterirdischen Erweiterungspläne: Im Künstlerhaus könnte das Haus der Geschichte der Republik untergebracht werden. Einziger Schönheitsfehler: Das Kaiserhaus hat den historistischen Bau mitfinanziert; und viele Historiker forderten eine neue "Signalarchitektur" für das Museum der Republik. (Thomas Trenkler/ DER STANDARD, Printausgabe, 15.7.2010)
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