Nachbarregionen zeigen laut Umfrage des Wochenmagazins hohe Zustimmung zur Eidgenossenschaft
Zürich/Wien - Eine Mehrheit der Stimmberechtigten in grenznahen
Regionen der vier Nachbarländer Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien
möchte der Schweiz beitreten, schreibt die Zürcher "Weltwoche" in ihrer
aktuellen Ausgabe. Dies sei das
Ergebnis einer Umfrage, die das Schweizer Wochenmagazins in Baden-Württemberg,
Vorarlberg sowie den Regionen Savoyen/Hochsavoyen und Como/Varese durchführen
ließ.
Die Ergebnisse seien "verblüffend", heißt es. In sämtlichen Regionen spreche sich eine
konstante Mehrheit für einen Anschluss zur Eidgenossenschaft aus, heißt es in
der Aussendung vom Mittwoch, in der jedoch ebenso wie in der Online-Ausgabe des
Wochenmagazins keine genauen Prozentsätze zu den einzelnen Regionen und
Bundesländern genannt werden.
Besonders deutlich sei die Zustimmung bei den Jungen: Zwei Drittel der unter
35-Jährigen befürworteten Sezession und Landeswechsel. Noch etwas höher sei der
Ja-Anteil bei den Personen, die sich politisch rechts der Mitte einordnen,
während linke und alte Menschen am Status quo festhalten möchten.
Direkte Demokratie als Ziel
Als besonders attraktiv an der Schweiz gelten bei den Befragten demnach die
direkte Demokratie, die freiheitliche Wirtschaftsordnung und die niedrigen
Steuersätze. Rund 70 bis 80 Prozent der Wahlberechtigten finden laut "Weltwoche"
die Schweiz wirtschaftlich und steuerlich gesehen attraktiver als ihr
Heimatland. Selbst die Personen, die sich als links bezeichnen, seien deutlich
dieser Ansicht. Bei den eher rechts Stehenden betrage die Zustimmungsquote 84
Prozent - ähnlich hoch wie bei den unter 35-Jährigen (86 Prozent).
Ein Exportschlager sei die direkte Demokratie, heißt es in der Aussendung.
Zwischen 72 Prozent (Savoyen/Hochsavoyen) und 82 Prozent (Como/Varese) der
Wahlberechtigten in den vier Regionen seien der Meinung, auch in ihren Länden
sollte nach dem Vorbild der Schweiz die Möglichkeit eingeführt werden, über
politische Sachfragen abzustimmen. (APA)