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Toyota: USA brauchen Pannendienst

Daniela Rom, 14. Juli 2010 16:05

Der Autobauer darf sich nach der entlastenden Pannen-Studie freuen

Toyota kann aufatmen - auch wenn es jetzt ein bisschen spät ist. Der Schaden ist schon angerichtet, das Image angekratzt. Nichtsdestotrotz, die heute veröffentlichten Untersuchungsergebnisse der US-Regierung dürften dem japanischen Autobauer runtergehen wie Öl. Nicht wie in den vergangenen Monaten behauptet, defekte Gaspedale, Fußmatten oder sonstige technische Fehler mit Ursprung in den Toyota-Fabriken sorgten für teils tödliche Unfälle in den USA. Nein, an den meisten Crashes waren die Fahrer selber schuld, weil sie in heiklen Situationen schlicht Gas- mit Bremspedal verwechselten. Nur in einem Fall konnte bislang ein technischer Defekt als Ursache festgestellt werden.

Für Toyota endete die Problembekämpfung bekanntlich in einer nie dagewesenen Rückrufaktion, Klagen, Entschädigungszahlungen und einer Strafe, weil die Probleme nicht rechzeitig gemeldet worden waren. Außerdem ließ der US-Kongress den Firmen-Chef Akio Toyoda zu einem Canossa-Gang antreten und in Washington zu Kreuze kriechen. Und das alles wäre Toyota auch Recht geschehen, wenn man von Anfang an geklärt hätte, wer nun tatsächlich an den Unfällen und Pannen Schuld war.

Auch wenn sich Toyota in vornehmer Zurückhaltung übt und davon absieht, in den noch laufenden Verfahren die Fahrer anzuschwärzen, umso mehr dürfte man sich in der Autobauer-Zentrale ins Fäustchen lachen. Schließlich ist die "Entlastungs-Studie" von der US-Regierung in Auftrag gegeben worden. Bei der Interpretation der Daten, die aus den Datenrekordern der verunglückten Fahrzeuge stammen, war Toyota nicht beteiligt.

Auch wenn die Studie noch nicht beendet ist, lässt sich zumindest jetzt schon herauslesen, dass einige der Vorwürfe unbegründet waren, vielleicht sogar einige Prozesse umsonst geführt wurden. Für das angepatzte Image Toyotas wirken sich die Ergebnisse über kurz oder lang sicher positiv aus, die entstandenen Kosten für Prozesse, Strafe und Rückrufaktion bleiben aber. Vielleicht sollte Toyota sich überlegen, nun die USA auf Schadenersatz zu klagen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten stehen einem Autobauer mit dem Slogan "Nichts ist unmöglich" schließlich alle Tore offen. (Daniela Rom, derStandard.at, 14.7.2010)

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TrifterSepp
 
15.07.2010 19:22

Verwechseln ist schon eine nette Umschreibung für "mit Absicht beschleunigen damit man als erster bei der Kreuzung ist". Vl. sollten die Amerikaner einmal etwas über ihre Verkehrsregeln nachdenken.

do the evolution
15.07.2010 17:54
eines muss man den USA lassen: DAS nenn ich mal eine innovative art und weise, die heimische autowirtschaft wieder anzukurbeln

während man in österreich und deutschland auf verschrottungsprämien setzt, wird dort einfach auf einen der größten konkurrenten hingehauen.

obernegg
22.07.2010 16:43
wie so oft

gehts dann nach hinten los -
PS :
hab gerade mit ein paar Amis diskutiert:
sie meiner , ihr extrem gesenkter Spritverbrauch wird die Auto-Welt retten !!

Bluestone
15.07.2010 16:08

Kann ja (fast) nicht sein, daß die Amis zu dumm sind, einen Toyota zu fahren.

Komisch nur, daß diese "Pannenserie" just zu einem Zeitpunkt kam, wo es der US-Autoindustrie so schlecht ging und diese Gaspedale von dem Zulieferer in sehr vielen Autos stecken und bei denen nichts passiert ist. Und zufällig war es Toyota, bei dem die Problem auftraten-zufällig dem stärksten Konkurrenten der US-Autos.Komisch, nicht??

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Hansi Hintersäer
15.07.2010 13:53
nicht vergessen,

auch in österreich wird bei automatik oft mit dem linken fuß gebremst + mit dem rechten gas gegeben. wer das mal ausprobiert hat wird schnell gemerkt haben, wie leicht man dann das falsche pedal drückt.

hellfast
15.07.2010 17:34

das bremspedal ist dreimal so breit. wie will man das bitte verwechseln?

Hansi Hintersäer
16.07.2010 12:08
man verwechselt auch nicht das pedal sondern den fuß

...

ranchorelaxo
15.07.2010 17:33

ist mir noch nie passiert.
muss man dazu ein hasi hintersäer sein?

Bluestone
15.07.2010 16:12

Unlogisch an der Überlegung ist nur, daß 90% der Amis Automatik fahren und dort die Pedale an der gleichen Stelle sitzen.

Bei einem Umsteiger kann das passieren.

Und wieso nur bei Toyota Autos? Auch nicht sehr wahrscheinlich, daß alle sich Automatikumsteiger eine Toyota kaufen.

Donald Kerabatsos
15.07.2010 13:37
Lustigerweise hat sich im betreffenden Zeitraum General Motors dafür von der De-facto-Insolvenz erholt

und auf Kosten Toyotas einen immensen Verkaufserfolg für seine Marken eingefahren.

Immer diese Zufälle...

Cayenne69
15.07.2010 14:43

Das ist doch weder Zufall noch Absicht

Ist doch logisch, dass eine andere Automarke profitiert, wenn die andere angeschwärzt ist.

Ist doch auch logisch, wenn bei den Eiern A Salmonellen festgestellt werden und dadurch die Eier B mehr gekauft werden....

Donald Kerabatsos
15.07.2010 20:01

Zwischen angeschwärzt und schuldhaft ist eben mitunuter ein großer Unterschied; und - wer hat denn angeschwärzt..?
Glauben Sie an Zufälle biblischen Ausmaßes?

Cayenne69
16.07.2010 00:08

Nein.

Ich meine nur wenn Automarke A momentan einen schlechten Ruf hat, so ist es logisch, dass Automarke B einen Zulauf hat, dass diese Geschichte gerade bei Toyota passiert und nicht bei General Motors ist schlicht Zufall...

Donald Kerabatsos
16.07.2010 00:16

Einspruch - das war eine konzertierte Aktion mit breitem Echo in der westlichen Welt; nun, nachdem der Schaden eingetreten ist bzw. der Vorteil realisiert, bricht es wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Es gab auch in ganz Europa KEINEN einzigen vergleichbaren Fall eines "defekten" Toyotas - statistisch unmöglich.

Denken Sie ernsthaft, daß GM das gleiche widerfahren wäre?
Nie-im-Leben.

kauf nix
15.07.2010 13:14
ist eine reine mediengeschichte, die in den USA noch wesentlich stärker gespielt wird.

als beispiel die kleine österreichische krone - wie diese fälle aufgetaucht sind wurde groß berichtet. heute ist die meldung auf der seite 3 in der größe 5x5cm abgehandelt und vorbei. und das tun medien gerne - schlechte nachrichten verkaufen sich sensationell und wenn mal eine gute drauf folgt, die belgegt dass die schlechte bei weitem nicht schlecht war, kommt ein kleiner absatz irgendwo. ich trau mich vorherzusagen, dass in 5 jahren keiner mehr weiß, dass die anschuldigungen zumindest abgeschwächt wurden - da ist dann rein mehr das versagen von toyota in den hirnen. und das dank den medien ... und nicht nur in den US sondern auch in der alpenrepublik.

tomatensaft
 
15.07.2010 14:31
Tjo...

...des hat Reinhard Mey bereits in einem seiner Lieder treffend formuliert :-) "Wer glaubt denn schon, was in der Zeitung steht" - oder so ähnlich...

seemsaint
15.07.2010 13:12
Zur "dummen" USA generell...

Leute, wenn in einem Land mit 300 Mio. Einwohnern eine große Schere zwischen Arm und Reich existiert, dann gibts dort sehr viele arme.
Wenn weiters ein Rechtssystem existiert, wo man recht beachtliche Summen kassieren kann, wenn man sich nur dümmstmöglich anstellet:

dann ist es eher dumm zu glauben, dass die Leute alle dumm sind, nur weil sie sich zeitweise tatsächlich so dumm wie nur möglich benehmen.

Jetzt wirklich - wenn man in Österreich durch eine Rechtssystemänderung annehmen könnte, dass man zigtausend Euros bekommen kann, wenn man seine Katze in die Mirko steckt... dann hätten wir am selben Abend einen landesweiten Stromausfall wegen Netzüberlastung ;-p

Wudri Hudri
16.08.2010 15:51

also wenn sie wirklich eine katze in mirko stecken bekommt ihr beide sicher eine eigene sendung im deutschen unterschichtfernsehen

hellfast
15.07.2010 17:36

wenn man glaubt, dass europa den usa intellektuell und kulturrell überlegen wäre, braucht man nur a-tv aufdrehen...

Johann Hunger1
15.07.2010 12:59
Was? Die haben keinen ÖAMTC oder ARBÖ! Die sind duch überall so super, die usa! ÖLLOCH noch immer nicht zu?

Derstandarddurchschnittsposter
15.07.2010 14:57

Das große Öllöch haben Briten zu verantworten.

hawkwind -
15.07.2010 12:57
Wobei man sich vor Augen führen muss

dass in den USA die meisten Autos Automatikgetriebe haben. Rechtes Bein Gas, linkes Bein Bremsen. Dass man da tatsächlich (so oft) falsch reagieren kann, wundert mich.

StF753
15.07.2010 16:13

steigen'S mal auf einer abgesperrten Strecke wo garantiert niemand hinter Ihnen ist mit dem Linken auf die Bremse. Anschnallen nicht vergessen ;).

hawkwind -
16.07.2010 07:14
Ja, Sie haben Recht.

Mein Posting ist Blödsinn, ich werde in mich gehen ;)
Besser erst denken, dann posten.

StF753
16.07.2010 18:39

chapeau ;)

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