Chat-Nachlese

"Spionage wird immer lukrativer"

15. Juli 2010 12:54

Experte Siegfried Beer chattete über Geheimdienste und Agenten im In- und Ausland und den Austausch in Wien Schwechat - Das Protokoll

Siegfried Beer ist Leiter des Österreichischen Zentrums für Geheimdienst, Propaganda und Sicherheitsstudien. Im Chat mit derStandard.at gab der Historiker Auskunft über die Tätigkeit internationaler Geheimdienste und Agenten. Beer meinte dabei, dass Österreichs Ministerien sehr wohl über den vergangene Woche in Wien Schwechat über die Bühne gegangenen russisch-amerikanischen Agentenaustausch Bescheid wussten: "Man verkauft den Bürger für dumm", so Beer. Der Austausch habe aber keine österreichischen Interessen gefährdet und immerhin sei das Land dadurch in die internationalen Medien gekommen. Der Historiker erklärte auch, warum der österreichische Geheimdienst traditionell "übertrieben ängstlich" agiere, und dass international die Agentenarbeit von den Staatsstellen tendenziell outgesourced wird. Derartige private Spionage werde immer wichtiger und lukrativer.
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