Hinsichtlich des Kohlenhydratgehalts gibt es keinen Unterschied zu herkömmlicher Milch
München - Viele Menschen leiden an Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Für sie gibt es laktosefreie Milch, die ihnen den Genuss des gesunden weißen Getränks beschwerdefrei ermöglicht. Kalorienärmer als herkömmliche Milch, wie häufig vermutet wird, ist diese Variante allerdings nicht.
Gleich viele Kalorien
"Hinsichtlich des Kohlenhydratgehalts gibt es keinen Unterschied", erläutert Ernährungswissenschafterin Gabriela Tremp-Nientiedt von der Verbraucherzentrale Bayern. Der Milchzucker wird lediglich in seine Bestandteile Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose) gespalten. Deshalb schmecke laut der Expertin laktosefreie Milch etwas süßlich. In dieser speziellen Milch steckt ebenso viel Kalzium drin wie in anderen Sorten.
Der Preis pro Liter liegt jedoch etwas höher. Daher lohnt sich der Kauf der laktosefreien Alternative nur für Menschen, die Milchzucker nicht vertragen und dadurch unter Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, starke Bauchschmerzen und Durchfällen leiden. Zu diesen unangenehmen Auswirkungen kommt es, wenn Milchzucker kaum oder gar nicht gespalten wird und unverdaut in den Dickdarm gelangt. (sid)