Beunruhigend

Software soll Millionen von Heim-Routern hacken können

14. Juli 2010 12:50

Experte will zur "Black Hat"-Konfernez spezielles Hacker-Tool vorstellen

Die kommende "Black Hat"-Sicherheitskonferenz in Las Vegas dürfte abermals für reichlich Zündstoff sorgen. Ob Windows-Schwachstelle oder Lecks in Bezahlsystemen - Experten aus aller Welt werden auf ein Neues die dunklen Seiten der digitalen Welt aufdecken. Eine besonders beunruhigende Sicherheitslücke soll laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Forbes ein US-Forscher namens Craig Heffner enthüllen. Ende des Monats will er im Zuge der Konferenz eine Software veröffentlichen, die seinen Angaben nach gut die Hälfte aller existierenden Heim-Router hacken können soll. Dies inkludiere Modelle bekannter Hersteller wie Linksys oder Dell.

Außer Kontrolle 

Nutzer, die sich mit einem besagten Router ins Internet verbinden und auf mit Heffners Exploit präparierte Webseiten gelangen, könnten so die Kontrolle über ihren Router verlieren. Hacker könnten damit über das Netz private Informationen auslesen und Nutzer auf beliebige Webseiten umleiten.

Heffners Router-Attacke ist ein Abwandlung der so genannten "DNS Rebinding"-Technik, die bereits seit 15 Jahren diskutiert wird. "Über die vergangenen Jahre gab es unzählige Patches, aber das wurde immer noch nicht ausgebessert", so der Experte.

Funktionsweise

Der Hack missbraucht ein Element des Domain Namen Systems (DNS), das zur Wandlung von Webseiten-Namen in IP-Adressen verantwortlich ist. Moderne Webbrowser integrieren Sicherheitssysteme, die Seiten davon abhalten Informationen abzurufen, die nicht zu ihrer registrierten IP-Adresse gehören. Um mehr Flexibilität zu gewährleisten und den Webseiten-Traffic auf mehrere Server zu verlagern, können Webseiten aber mehrere IP-Adressen haben. Heffners Trick besteht darin, eine Seite zu generieren, die die IP-Adresse eines Besuchers selbst als eine dieser alternativen IP-Adressen auflistet. Besucht nun ein Nutzer eine manipulierte Seite, wird ein Skript aktiviert, das die alternative IP-Adresse (also in Wahrheit die IP-Adresse des Users) aktiviert, auf das Heimnetzwerk des Nutzers zugreift und die Router-Einstellungen und den Browser unter Kontrolle bekommen kann.   

Sicherheitssysteme umschifft

An sich ist dieser Trick nichts Neues und zahlreiche Patches wurden bereits installiert, um derartige Attacken zu verhindern. Allerdings will Heffner einen Weg gefunden haben, übliche Sicherheitssysteme zu unterwandern. Der Sicherheitsexperte hat seine Attacke bereits an 30 populären Router-Modellen getestet und bei etwa der Hälfte der Systeme Erfolg gehabt. Wie sein Hack genau funktioniert, werde er aber erst auf der Black Hat-Konferenz verraten. (zw)

Links

Forbes

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Posting 1 bis 25 von 92
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UnXund
24.07.2010 09:58

NoScript?

Durch Blick
22.07.2010 12:11

Versteh ich ned wirklich...
Was soll das bringen, wenn er auf meine externe IP umleitet? Dort is nix offen...

österreich mafia - övp
18.07.2010 09:53
auch eine zeitung

die fehlverhalten der politiker aufzeigt wäre interessant.

österreich mafia - övp
17.07.2010 06:13
interessanter wäre softwäre die sich

speziell auf politiker und regierungen beschränkt....
und ergebnis automatisch gleich in zeitung veröffentlicht.

Countblue
16.07.2010 16:30
Wer den original Artikel liest

ist klar im Vorteil, wie immer. ;-)

"One comfort for users may be that Heffner's method still requires the attacker to compromise the victim's router after gaining access to his or her network"

Zugang zum Router gibt es also (no nan net) nur über das Passwort des Routers. Wenn das halbwegs ok ist sollte das Problem gegessen sein. Außer der Router selbst hat ein Loch in seiner Security. Dass hat dann aber wiederum mit dem Hack selbst nichts zu tun.

PS.:
Ich vermute der Hebel für den Angriff ist die nicht permanente Kopie der DNS Tabelle im Client RAM.

CB

/sbin/killall9
15.07.2010 20:08
Standard-OS?

Es würde mich jetzt interresieren, ob es sich dabei um einen Fehler des kompleten DNS-Systems handelt oder lediglich fehler in der implementierung dafür verantwortlich sind. und ob diese Fehler auch in alternatieven Router-OS z.B. OpenWRT oder DD-WRT vorhanden sind?
jemand ne ahnung?

Element of Crime
18.07.2010 14:59
Open- und DD-WRT

Ja, bei beiden Betriebssystemen konnte der Angriff durchgeführt werden. Das selbe gilt auch für den Linksys WRT 54 GL.

andreas lamers
 
17.07.2010 20:16
der fehler

wenn man es so nennen will liegt im DNS system. es wurde nie fuer sicherheit konzipiert. ist wie ihr telefonbuch. im grunde gibt es kein zertifikat das die telefonnummer da drinnen stimmt. es gibt viele ideen fuer DNS zertifikate. es wurde sogar installiert DNSSEC, aber kaum jemand fragt es ab. und bisher ist es meines wissens auch nur auf den rootservern verfuegbahr. die meisten ISP haben das nicht. vergessen sie eines nicht, die technik die wir nutzen kam von technikern, an einen missbrauch der technik hatte bei der entwicklung keiner gedacht.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
15.07.2010 13:41
@ artikel: yet another poor NAT implementation

ein schlecht programmiertes NAT auf den routern...
das ist alles, was es braucht...

und mal ehrlich: wer spielt schon firmwareupdates auf seinen router?
10% der leute vl.?

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
15.07.2010 13:32
zomg LEUTE!!!! GOOGELT DOCH BITTE!

Immer wenns um netzwerk-artikel geht, meinen 50% das was im artikel steht, träfe auf sie nicht zu, weil sie wlan haben (oder ähnliche, absolut hirnfreie und FALSCHE behauptungen oder fragen)
BITTE GOOGELT!!!!

darauf kommen dann 10% (halbwegs) kompetente antworten.

30% antworten mit: "die kompetente antwort ist mist, weil <kompletter schwachsinn>"

5% trolle/offtopic
5% andere kommentare

googelt doch ein bisschen!
es gibt so gute seiten über netzwerke und sicherhheit!

und die 750 Zeichen reichen in der regel nicht für eine allgemeine richtige antwort!

TRON++
15.07.2010 13:39
LEST BÜCHER und lasst das Googeln

A. E. Neumann
15.07.2010 16:18
LASST ES EUCH VON WEISEN ERZÄHLEN und lasst das mit den Büchern

TRON++
16.07.2010 14:07
Google könnte ja offline sein :O)

Weise, Bücher oder auch Gott sollten immer greifbar sein !!

_valina
16.07.2010 09:28
LASST ES EUCH VON EUREM GOTT IM SCHLAF GEBEN und lasst das mit den Weisen

TRON++
16.07.2010 14:06
Lasst die schöpferische Macht in Euch fliessen und lasst das mit dem Gott

andreas lamers
 
17.07.2010 20:18
nun nach dem motto

leben viele nun mal schon. ich halte mich da lieber an handfestes wissen.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
15.07.2010 13:49
natürlich auch ne alternative...

aber wer rennt nach dem artikel auf standard in die bibliothek um sich was über netzwerke zu holen?

und dann ist in den bibliotheken/buchhandlungen nur sachen wie netzwerk für dummies usw., welche meist totaler mist sind.

gescheite bücher ist dann wieder viel zu viel zum lesen und ein buch alleine wird nicht reichen...

aber prinzipiell geb ich dir recht.

besonders foren sind für solche fragen mist, weil sie die selben symptome haben, wie standard.at (siehe mein vorposting)

nukewashington
15.07.2010 14:47

danke jesus

*.*
15.07.2010 13:00

ich checks nicht.

wird ein Skript aktiviert, das die alternative IP-Adresse (also in Wahrheit die IP-Adresse des Users) aktiviert, auf das Heimnetzwerk des Nutzers zugreift.

also als ob jemand im browser meine ip eingibt oder wie?

dadurch soll ein router "übernommen" werden können? glaub ich nicht. fehlen immer noch die zugangsdaten bzw ein weiterer exploit.

NoComment
15.07.2010 13:19

keiner gibt eine IP ein. die kommt per DNS, und da wird eben eine schwachstelle ausgenutzt. normalerweise ist ein heimrouter aus gutem grund nicht von außen administrierbar, mit dem exploit kann man aber von außen über den umweg des rechners des users von innen auf den router zugreifen, und für die meisten router gibts genügend möglichkeiten WENN man mal "von innen" ran kommt.

Semmerl
15.07.2010 11:47
ganz versteh ich das noch nicht

wenn ich richtig verstanden habe, kann er damit vorgaukeln innerhalb des private-LAN zu sein weil die meisten Router schon allein einfache Sicherheit dadurch geben, dass sie nicht (oder nur über explizites einschalten) über WAN erreichbar sind.

Wenn ich nun aber das WebIf meines routers nur lokal, nur über https und nur über speziellen port und nur mit eigen gesetztem Passwort erreichen kann ... hat er dann noch chancen?

oder nutzt er dann einfach die telnet schnittstelle die viele Router mitbringen (wovon die wenigsten leute wissen)

*fragen über fragen ....

Parkschwein
15.07.2010 13:44

wieviel % der leute die sich daheim einen router hinstellen ändern das default-passwort?

NoComment
15.07.2010 13:21

grundsätzlich ja, der geänderte port ist ja wurscht, werden eh alle ports am router gescannt. https ist ebenfalls powidl weil ein möglicher exploit ja nicht durch die verschlüsselung der kommunikation ausgetrickst werden kann. das passwort ist dann nur mehr der letzte hinderungsgrund, wenn der router ein DoS problem hat und damit übernehmbar ist (durchs webinterface) dann braucht man auch keine gültigen credentials, da reicht eben die DoS-attacke von innen.

Parkschwein
15.07.2010 13:46

das mit der umgehung der passwortabfrage kapier ich nicht? wie soll man das mit einer DoS-attacke umgehen können?

NoComment
15.07.2010 13:52

mit DoS lassen sich so manche server zu einer falschen abarbeitung zwingen, z.bsp. gibts immer wieder probleme mit der cookie-session-zuordnung bei überlast. d.h. man kann die session eines anderen benutzers übernehmen (bedingt halt dass eine session überhaupt existiert am router). ist zuletzt at&t bei der iphone-4-vorregistrierung passiert.

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