Sommerhitze

38 Grad am Freitag erwartet

14. Juli 2010 17:27
  • Artikelbild
    Foto: apa/jaeger

    Ärzte warnen an derartigen heißen Tagen körperliche Anstrengungen im Freien in praller Hitze auf ein Minimum zu beschränken und auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Auch Touristen wird geraten regelmäßig gekühlte Orte wie Kaufhäuser oder Museen aufzusuchen

  • Artikelbild
    Foto: apa/herbert neubauer

    Abkühlung an der Neuen Donau in Wien

Wärmer als in Griechenland - Ende der Hitzewelle wird frühestens ab Samstag erwartet - Dann ist mit Gewittern zu rechnen

Wien - Die Sommerhitze hält an. Das Thermometer ist heute schon auf bis zu 37 Grad geklettert. Und es könnte noch heißer werden: Am Freitag rechnen Meteorologen für den burgenländischen Seewinkel mit Spitzentemperaturen bis zu 38 Grad, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. Das sind rekordnahe Werte. Die höchsten jemals in Österreich gemessenen Temperaturen (39,7 Grad am 23. Juli 1983 in Dellach im Drautal und 39,5 Grad am 20. Juli 2007 in Andau) dürften aber auch in den kommenden Tagen außer Reichweite bleiben. Ein Ende der Hitzewelle wird frühestens ab Samstag erwartet, dann ist mit Gewittern zu rechnen.

***

Lange mussten wir auf den Sommer warten - und jetzt, wo er da ist, bringt er einige Probleme mit sich. Die ersten Straßen platzen auf, Klimaanlagen geben ihren Geist auf, die Rettung verzeichnet ein Einsatzplus von bis zu 20 Prozent wegen Kreislaufproblemen und Beschwerden chronisch kranker oder älterer Patienten. Im Westen Österreichs sorgten derweil schon starke Gewitter für Murenabgänge und Überschwemmungen. Abkühlung für Wien und Umgebung ist, zumindest bis Freitag, nicht in Sicht: Es bleibt heiß.

Wärmer als in Griechenland

Extrem heiße und teilweise auch labile Luft liegt über weiten Teilen Europas. In Neusiedl am See, Pottschach oder St. Andrä im Lavanttal ist es heißer als im griechischen Samos (34,6 Grad) oder im türkischen Izmir (34,4 Grad), so die ZAMG. Im italienischen Lignano wurden vergleichsweise "nur" 30,6 Grad gemessen. Zumindest bis Freitag sind laut aktuellen Prognosen 30 Grad und mehr zu erwarten.

Hitzeschäden auf Betonflächen

Arbeit bringen die hohen Temperaturen vor allem für der Asfinag und den öffentlichen Verkehrsbetreiber, die ihre Anlagen verstärkt warten müssen: "Wir haben jetzt schon einige Hitzeschäden auf Betonflächen", erklärte Volker Höferl von der Asfinag am Dienstag. Betroffen waren bisher die Südautobahn (A2) bei Lieboch in der Steiermark, ein Teil der Strecke der Südosttangente (A23) sowie die Westautobahn (A1). Behinderungen für den Verkehr traten durch die teils einige Tage zurückliegenden Fahrbahnhebungen am Dienstag nicht mehr auf.

49 Grad auf dem Asphalt

Am Nachmittag maß die Asfinag am Asphalt 49 Grad, am Beton 41 Grad. Bei anhaltenden Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke, könne sich Beton auf über 50 Grad, Asphalt wegen seiner schwarzen Farbe auf bis zu 70 Grad erhitzen, erklärte Höferl. Während sich Betondecken ausdehnen und sich bei zu wenig Platz schon nach einigen Tagen um bis zu zwölf Zentimeter heben können, gibt Asphalt der Hitze erst nach einigen Wochen nach: Er wird weich und Fahrzeuge erzeugen tiefe Spurrinnen. Die ÖBB-Gleisanlagen lassen die Sommertemperaturen noch "kalt". Die Hitzeperiode sei noch zu kurz, um Gleisverwerfungen zu verursachen, so eine Sprecherin.

Pannenfahrer in Dauereinsatz

Dauereinsätze beschert die Hitze den ÖAMTC-Pannenfahrern, die seit 1. Juli 35.000 Mal ausrücken mussten. Viele Fahrzeuge gehen wegen defekter Batterien, streikender Kühlsysteme plus überhitzter Motoren ein. Die Sommermonate sind laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) auch die unfallträchtigsten. Von Juni bis September ereignen sich mehr als 40 Prozent aller Verkehrsunfälle. Hitze verschlechtere die Reaktion, mache die Lenker müde und vor allem im Stau oder beim Parkplatzsuchen aggressiv. Die Konzentrationsfähigkeit nehme bei 35 Grad um mehr als 20 Prozent ab, mahnte das KfV.

ÖBB beruhigt ihre Kunden

Bei den ÖBB leiden im Moment vor allem schwitzende Kunden, wenn bei Fernstrecken die Klimaanlage ausfällt: Dienstag früh musste ein um 8.20 Uhr in Wien gestarteter Railjet wegen einer defekten Klimaanlage in St. Pölten ausgetauscht werden. Das Wechseln der Waggons sei bei den ÖBB im Sommer üblich, wenn die Klimaanlage ausfalle, betonte eine Sprecherin. Die Zugbegleiter würden dafür sorgen und die Passagiere bei solchen Problemen ohne Kostenaufwand auch in der ersten Klasse unterbringen. Totalausfälle und Zugstopps seien selten, da die Klimaanlagen der Waggons einzeln gesteuert werden. "Im schlimmsten Fall muss man natürlich halten", erklärte die Sprecherin. Im nichtklimatisierten Regionalverkehr gebe es aufgrund der aufmachbaren Fenster keine Probleme mit zu großer Hitze.

Landwirtschaft leidet (noch) nicht

Für die Landwirtschaft gibt es keine Grund zur Sorge - noch. Sollte die Hitzeperiode anhalten, könnte sich das Blatt wenden. Österreichische Bauern haben nach den ersten heißen Tagen noch keine Ernteausfälle zu befürchten, sagte Josef Siffert, Sprecher der Landwirtschaftskammer Österreich, am Dienstag. Einzig Mais und Kürbis in der Südsteiermark könnten wegen geringerer Niederschläge "ein paar Regenfälle vertragen". (APA/red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 431
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
fräulein potmesil
15.07.2010 11:56
man kann sogar über das wetter streiten

kaum auszumalen, das wetter wäre vom parlament gemacht, gäbs jetzt schon krieg!

Atterl
 
14.07.2010 23:30

Verdammtes sch***dreck Wetter.

Wie schon erwähnt: Wem sowas gefällt, der hat nicht alle Schüsserln im Kasterl.

HER MIT DEM WINTER! JETZT!

fräulein potmesil
16.07.2010 10:57

na bitte nich ganz so schnell, muss mi no umziehn!

Atterl
 
16.07.2010 11:04

Jo dann zah an auf der Gradn!

Timagoras
 
15.07.2010 22:55
"Wem sowas gefällt, der hat nicht alle Schüsserln im Kasterl"

ich hab offenbar "nicht alle Schüsserln im Kasterl", denn

ich mag heiße sommer und warme sommernächte.
ich mag den frühling und frische frühlingsmorgen.
ich mag silver white winters that melt into springs,
und ich mag den launischen herbst, egal ob's zu allerheiligen +20°C hat, oder -5°C

:o)

fräulein potmesil
16.07.2010 10:59

jetzt wirds kitschig!

Timagoras
 
16.07.2010 12:36

gern gescheh'n! ;o)

Atterl
 
16.07.2010 09:15

Jo, frische Frühlingsmorgen... gerne, nur die gibt's nimmer. Ich kann mich schon länger an keinen normalen Frühling mehr erinnern...

Herbst auch gerne, Winter gerne.... alles von +20 bis -30 Grad ist mir recht, nur nix höheres.

Araquin
15.07.2010 10:10
Denaturiert

Viele haben es offenbar verlernt, mit dem Wetter zu leben.

Ohnehin baut unser Arbeitstempo darauf auf, daß immer und überall die gleiche Temperatur herrscht.

Wenn's so weitergeht, dann werden wir auch in Europa wie die Amis Klima-Leugnung betreiben und uns von gekühlter Blase zu gekühlter Blase hanteln und die Jahreszeiten nur mehr durchs abgedichtete Fenster oder beim seltenen Überqueren eines Freiluft-Parkplatzes vom klimatisierten Auto zum klimatisierten Haus/Büro/Supermarkt wahrnehmen.

Wenn wir also keine klimatisierte Garage haben.

Wieso schafft es eigentlich die Mehrheit der Menschheit, mit hohen Temperaturen zu leben?

Atterl
 
15.07.2010 10:24

Tschuldigung, aber was soll das bitte für ein blödsinniges Statement sein?

"Wieso schafft es eigentlich die Mehrheit der Menschheit, mit hohen Temperaturen zu leben?"

Mit HOHEN? Wer entscheidet, womit wir leben können sollten? Du?

Ich habe keine Probleme mit -10, -15 oder niedrigeren Temperaturen, und es ist wissenschaftlich belegt, daß sich der Mensch bei einer Temperatur von 21-22° am wohlsten fühlt!

Und wenn Du schon dabei bist, fragst mal ein paar Afrikaner, ob sie nicht lieber 25 statt 35° Grad hätten!

Im Übrigen: Anziehen kann ich mir immer noch was, mitn Ausziehen ist es irgendwann vorbei. Und wenn es dann bei uns wärmer als ins Nordafrika ist, werd ich mich hoffentlich noch beschweren dürfen!

Danke!

Araquin
15.07.2010 14:00

In Geographie warst du total abwesend, gell?

Die Mehrheit der Menschheit lebt in heißen Zonen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Welt... en_Staaten

Sowas weiß man einfach.

Atterl
 
16.07.2010 09:16

Und, weiter?

Wen zum Teufel interessiert es, wo die Mehrzeit der Menschheit lebt!? Und was hat das mit 38° bei uns zu tun!?

Du bist ja ein Genie sowas zu wissen, nicht schlecht! Gerade mit der Volksschule fertig?

Araquin
16.07.2010 11:54

jössas, ein verzogenes Früchterl!

U-Bahn Steuer
15.07.2010 09:49

ich tät dieses b*delschluckende h*renwetter am liebsten in die pfeifm haun!

wir sind ein alpenland - da muss sowas doch verfassungswidrig sein...

und an alle sonnenanbeter da unten: fahrts doch ins death valley!

Atterl
 
15.07.2010 10:29

Genau so schaut's aus.

Ich sag eh schon seit 10 Jahren: Es ist Zeit, sich irgendwo in Nordeuropa ein Haus mit Grundstück zuzulegen, in 20-30 Jahren bekommst es bezahlt als wärs vergoldet. Dann haben wirs nämlich wie in Marokko und die Marokkaner werden gegrillt....

Sommer in Österreich is nix mehr.... die "gemütlichen" 30°-Tage sind vorbei. Mir wär eh das schon zuviel, aber was sich momentan abspielt ist lächerlich.

Eigentlich würd eh schon England als Auswanderungsort genügen... die "leiden" z.B. heute bei 20-21 Grad.... als HÖCHSTTEMPERATUR. Und jedes Jahr im Sommer beneid ich sie...

U-Bahn Steuer
15.07.2010 12:24

ich find diese langen phasen so schlimm, wo sich ja echt alles aufheizt, wie ein schamottstein...

wenns 2, 3 tage extremer hitze pro sommermonat gibt, bitte sehr - aber dann auch 2, 3 tage abkühlung (und da red ich nicht einmal von meiner lieblingstemperatur 15°)

Atterl
 
16.07.2010 09:17

Jo, seh ich auch so. Wobei von mir aus die Hitze komplett wegbleiben könnte.

Laugenbrezel
15.07.2010 00:44
ggg B-)

ich habe mich heute schon ausgetobt... Gut Kirschenessen ist mit mir net bei dem Wetter... ;-)
Die nächsten zwei Tage bleibe ich Grantscher'm im Haus. Viel Spaß beim Bruzzeln im Freibad! (Bäh!!!)
Mir tun die Leute leid, die auf Baustellen oder nicht klimatisierten Büros u.ä. hackeln müssen...

Atterl
 
15.07.2010 10:30

Das Problem ist nur: Weils jetzt schon ewig solche Temperaturen hat, ist bei uns das Haus derartig aufgeheizt, daß Du das gar nicht mehr rausbringst. Da wird das "daheim-einsperren" auch schon zur Qual.

Trollcruncher
15.07.2010 09:00

D'accord!

Das nächste Mal, wenn ich auf Ö3 irgendetwas von super und tollem Sommerwetter höre, lege ich deren Klimaanlage lahm, damit sie auch durchmachen müssen, was bei uns in der Arbeit derzeit los ist.

fräulein potmesil
16.07.2010 11:44

den sender erst gar nicht hören!

Araquin
15.07.2010 10:13

Dagegen kann man etwas tun:
http://derstandard.at/127733807... ro?seite=2

Arbeitsinspektorat anrufen statt jammern!

gogosch der Grosse
14.07.2010 23:25
Tja, kaum ist mal endlich ein bisserl wärmer,

da kommen schon die Climaholics und die Klimajünger aus ihren Löchern und verkünden das Ende der Welt!
Dass der Winter 2009/2010 einer der strengsten seit 30 Jahren war, wird dabei geflissentlich verschwiegen!

t 3
 
15.07.2010 12:27
und jetzt vergleichen sie halt den strengsten

winter seit 20 jahren mit den strengsten wintern der letzten 20 jahre davor (tipp: das wäre dann der zeitraum von 1970-1990) und sie werden ganz verwundert feststellen: früher waren sogar die strengen winter noch viel strenger als heute; strange, nicht?

es ist halt so, dass menschen ganz allgemein wahnsinnig schlecht darin sind, aus irgendwelchen momentanen eindrücken und gefühlen trends abzuleiten, die sich in wahrheit über jahrhzehnte erstrecken (und nochmal schlechter, wenn dabei auch noch erinnerungen zu rate gezogen werden). dazu dann noch eine liebevoll gepflegte ignoranz ggü. wissenschaftlicher faktenfindung, und -volià- fertig ist der klimaverschwörungstheoretiker...

pepe123
15.07.2010 07:59
scheis wetter

tja aber im winter hab ich genug wasser zur verfügung und eins stimmt die die hitze mögen haben echt nicht alle tassen im sch...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 431
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.