Schüler verwenden im Alltag 78 Sprachen

13. Juli 2010, 14:09
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    foto: dpa/haid

    Der muttersprachliche Unterricht kann je nach Schulform als verbindliche Übung (freiwillige Teilnahme, keine Benotung), Freigegenstand (freiwillig, mit Benotung) oder verbindliche Übung angeboten werden.

Rund 15 Prozent der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache erhalten muttersprachlichen Unterricht

An Österreichs Schulen herrscht große Sprachenvielfalt: Im Schuljahr 2008/09 wurden von den Kindern und Jugendlichen neben Deutsch 78 verschiedene Sprachen im Alltag vorrangig genutzt, wie eine aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) zeigt. Die Liste reicht dabei von Albanisch über Farsi (Persisch) bis zu Schwedisch oder Yoruba, das etwa in Teilen Nigerias, Togos und Benins gesprochen wird.

Ziel: Erreichung der Zweisprachlichkeit

Ab der Volksschule wird in Österreich muttersprachlicher Unterricht für jene Kinder angeboten, die eine andere Muttersprache als Deutsch sprechen oder zweisprachig aufwachsen. Gute Deutschkompetenzen der Schüler sind dabei keine Voraussetzung, dies wäre auch "nicht sinnvoll", so das Ministerium. Ziel des muttersprachlichen Unterrichts sei schließlich die Erreichung von Zweisprachigkeit; "die Gleichwertigkeit von Muttersprache und Deutsch ist anzustreben", wird aus dem Lehrplan für die Volksschulen zitiert.

Der muttersprachliche Unterricht kann je nach Schulform als verbindliche Übung (freiwillige Teilnahme, keine Benotung), Freigegenstand (freiwillig, mit Benotung) oder verbindliche Übung angeboten werden.

Im Schuljahr 2007/08 haben laut früheren Angaben des Unterrichtsministeriums rund 28.000 Schüler muttersprachlichen Unterricht erhalten, das sind rund 15 Prozent aller Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache. Das Angebot umfasst dabei 22 der 78 von Schülern in Österreich genutzten Sprachen. Dabei wird nur Bosnisch/Serbisch/Kroatisch in allen Bundesländern unterrichtet, Türkisch immerhin in acht (nicht in Kärnten). (APA)

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14 Postings
Frau von Kiki
02
14.7.2010, 10:42

reden wir über bildung, am besten mehrsprachig!

ken_park
00
14.7.2010, 02:56
religiöse texte

offenbar werden die kinder bei diesem sprachunterricht auch gleich religiös indoktriniert wie man auf dem bild sehen kann..

elsila
00
15.7.2010, 10:02
Schrecklich...

dabei steht im Lehrplan ausdrücklich, dass Religion im muttersprachlichen Unterricht (MSU) nichts zu suchen hat. Ich kann nur hoffen, dass der Standard hier einen Fehler gemacht hat und dieses Bild im Religionsunterricht und nicht im MSU entstanden ist. MSU ist für die Entwicklung des Kindes in vielen Hinsichten sehr wichtig, wozu der Glaube aber definitiv nicht gehört.

ValieImport
00
15.7.2010, 18:28

"Es gibt keinen GOtt außer ALLAH ..." auf dem Plakat weist auf Religionsunterricht hin. Jedoch in DEutsch und von einer Person ohne Kopftuch? Das Foto scheint getürkt zu sein;-)

Hoher Standard
01
13.7.2010, 23:46
Diskriminierung!

Ein Kind mit Deutsch als Muttersprache kann während der Volksschule in der Regel nur einen (sehr dürftigen) Englischunterricht besuchen.
Qualifizierte mehrsprachige Erziehung im Rahmen von Freigegenständen für alle. Von klein auf, bis zur Matura.

Gerhard Eigner
20
13.7.2010, 21:55
Schüler verwenden im Alltag 78 Sprachen

super. deutsch auch ???

blöd nur, wenn man mit dialekten aus dem benin hier weder eine zeitung lesen kann, noch einen job bekommt.

AntiFa201
00
17.7.2010, 19:45

in angola (AFRIKA) konnte man als deutsche sehr wohl deutsche zeitungen lesen, afrikanische zeitungen hingegen nicht. damit hätten sie sicher kein problem gehabt (wenn es denn ihre zeit wäre), gell?

MondXicht
00
13.7.2010, 21:21

Aber nicht in Kärnten

max meier562
 
22
13.7.2010, 20:14
total falsch

die kinder sollten nur eine sprache lernen und das ist deutsch, denn sonst werden die NIE hier ankommen und groessere konflikte sind vorprogrammiert, um dies zu verstehen muss man in der lage sein zwischen bla bla- wischi waschi und der realitaet zu unterscheiden.

Senyor Toninel
00
14.7.2010, 13:00
Wenn zugewanderte Eltern...

...ihre Kinder nicht in der Muttersprache, sondern in Deutsch erziehen, führt das dazu, dass sie es von Leuten lernen, dies zumeist alles andere als fehlerfrei sprechen. Dann könnens gar keine Sprache richtig.

Kra Wuzikabuzi
10
14.7.2010, 14:05
genau

drum lassen wir sie im ghetto, da können sie hinterher nur eine sprache, die dafür perfekt, hilft zwar nichts bei der jobsuche und am ams, aber im teehaus blamiert man sich nicht.

Hoher Standard
00
13.7.2010, 23:54
Nein. Das Beherrschen der Muttersprache hilft beim Erlernen weiterer Sprachen.

Das große Problem der Jugend ist die gefühlte Chancenlosigkeit und das von zu Hause gegebene niedrige Bildungsniveau. Die wirklich bedenkliche Gruppenbildung, die teilweise auf direkten Weg in die Kriminalität führt, muss verhindert werden.
Von den "Jugendlichen" Migranten meinem Bekanntenkreis wird wohl nur einer von 20 "erfolgreich" sein. Weil er nicht nur in den eigenen Gruppen verkehrte. Weil er selbstständig den Wert von Bildung erkannte (und damit ist er auch den meisten Österreichern haushoch überlegen). Weil er aber auch seinen türkischen Wurzeln treu geblieben ist.
Heute stehen ihm Dank guter Türkisch und Deutsch Kenntnisse, einer profunden wirtschaftlichen Ausbildung und Engagement alle Türen offen.

Ava Tar
21
13.7.2010, 18:25
Gut so.

Ohne diese sprachliche und kulturelle Kompetenz würden wir in einer globalisierten Zukunft auch untergehen.

zwergleviathan
02
13.7.2010, 14:36
Integration als Bringschuld des autochthonen Bildungssystems...

diese Sichtweise ist mir zwar neu, aber sie zeugt von Verständnis...

zwar nicht für die Zwänge der Integration, aber zumindest für MigrantInnen

und daß uns die MigrantInnen schon immer wichtiger waren als sinnvolle Maßnahmen zur Integration ist ja nix neues;

inwiefern SchülerInnen in einer Gesamtschule dem allgemeinen Unterricht folgen können wenn die Zweisprachigkeit" im Unterricht erst erarbeitet werden muss bleibt mir schleierhaft...

aber irgend jemand wird es schon wissen....

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