Darabos weist Umfärbungs-Vorwurf zurück

Verteidigungsminister versteht auch Kritik an Einsparungsplänen nicht

Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat den Vorwurf, die Heeresnachrichtendienste umgefärbt zu haben, zurückgewiesen. Mit Edwin Potocnik als Chef des Nachrichtenamtes (Auslandsgeheimdienst) und Generalmajor Anton Oschep als Leiter des Abwehramtes (Inlandsgeheimdienst) seien zwei "hoch angesehene, erfahrene und kompetente Führungskräfte" ausgesucht worden, erklärte Darabos in einer Aussendung in Reaktion auf Medienberichte, wonach die ÖVP über die Bestellung des als SPÖ-nahen geltenden Potocnik und des parteifreien Oschep aufgebracht sei. (siehe: Koalitionskrach um Führung der Geheimdienste)

"Herabwürdigung hoch qualifizierter Persönlichkeiten"

Die Heeresgeheimdienste wurden bisher politisch zwischen Rot und Schwarz "aufgeteilt". Das größere Nachrichtenamt stand traditionell unter Kontrolle der ÖVP, das Abwehramt wurde von SPÖ-nahen Beamten geleitet. Darabos bezeichnete Berichte über Unstimmigkeiten mit dem Koalitionspartner wegen der Neubesetzung als "unsachliche und offenkundig parteipolitisch motivierte Kritik" und .

Der Minister verteidigte auch die geplanten Einsparungen in seinem Ressort, gegen die es Widerstand seitens der ÖVP-Gewerkschafter gibt. Es würden alle Bereiche im Heer "ihren Beitrag leisten müssen - auch die Ämter". Ob tatsächlich, wie kürzlich von ihm angekündigt, 300 von rund 800 Personen bei den Geheimdiensten eingespart werden, ließ er im "Ö1"-Mittagsjournal allerdings wieder offen. Eine Zusammenlegung der beiden Geheimdienste lehnte er neuerlich ab. Für die Kritik an den geplanten Einsparungen zeigte Darabos kein Verständnis, denn darauf habe sich die Regierung ja geeinigt.

"Schuss aus der Hüfte"

Die GÖD-Bundesheergewerkschaft hatte die Sparvorgaben des Ministers, die einer Reduktion von rund 40 Prozent des gesamten Mitarbeiterstandes entsprechen würden, als "Schuss aus der Hüfte" bezeichnet. "Wir sind nicht prinzipiell gegen jede Personalmaßnahme im Bereich des Bundesheeres, aber diese müssen jedenfalls besser vorbereitet sein als eine Ankündigung zwischendurch beim Sommer-G'spritzten", so Gewerkschaftsvorsitzender Willi Waldner. Strikt abgelehnt wird von Waldner eine Zusammenlegung der beiden Nachrichtendienste. (APA)

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20 Postings
800 Geheimdienstler?

Was die so alles analysieren und sonst noch machen?

Die schwarzen Umfärbespezialisten

Wie gut sich die ÖVP mir *Umfärberei* auskennt, das hat sie ja im Innenministerium mit aller Härte unter Beweis gestellt.
Also liebe ÖVP, bitte nicht weinen, wenn ihr diesmal hungrig vom Futtertrog abziehen müßt!

Die Roten sind an der Macht > Die Roten färben um.
Die Schwarzen an den Hebeln > Die Schwarzen färben um...

so what?

eigentlich

bräucht' ma ja einen eigenen burgenländischen Geheimdienst, der wo auf die Steirer aufpasst, und einen tirolerischen, der wo die Gsiberger ausspäht, und einen für die Mostschädln..., eigentlich ist eher ein föderalistischer Ausbau notwendig, nedwahr ;-)

Diese Diskussion verstehe ich nicht. Was genau hat denn der Sportminister mit Besetzungen im Verteidigungsministerium zu tun? :-)

gerade die schwarzen humoristen reden vom umfärben, da sind die roten gegenüber den schwarzen lehrbuben.
was haben die nicht alles umgefärbt zu den oberkofferunfähigster bk aller zeiten, ich mag garnicht schüssel schreiben, weil der ist wirklich eine schüssel.

"hoch angesehene, erfahrene und kompetente Führungskräfte"

wenn dem so ist, wo liegt dann das problem?

dann brauchen sie keinen darabos als verteidiger, dann hätten sie locker jedes auswahlverfahren bestanden und gegen fachliche kompetenz bzw. fähige persönlichkeiten kann die övp doch nichts einwenden?

nichts weiter als entbehrliche rotschwarze grabenkämpfe...

Daran besteht wirklich gar kein Zweifel.

Warum er sich verteidigen muss, ist völlig klar. Weil die ÖVP nicht verkrafteten, dass die hochkompetenten Leute nicht aus ihren Reihen kommen.

Er wird angegriffen

es ist ja seine entscheidung, wird sie daher auch verteidigen müssen. außerdem wird man die führungskräfte einer großen organisation nicht unbedingt alle in der breiten öffentlichkeit kennen, denn interviews machen die medien mit wenigen, alle anderen werden manchmal vielleicht erwähnt.

Und wieder einmal geht der Dirty Sanchez der Woche an Herrn Darabos.

Diese Leute kennt kein Mensch

Wie können die also "hochangesehen" sein?

bemitleidenswert...

Das ist aber nicht ernst gemeint, oder? :-/

Generalnajor OSCHEP...

...hat beim ÖBH aufgrund seiner ausserordentlichen fachlichen aber auch persöhnlichen Qualifikationen eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Er ist jedem Offizier des ÖBH bekannt und wird allseits geschätzt. Auch - oder enentuell besonders deshalb, weil er immer nur dann redet wenn er tatsächlich was zu sagen hat - und das hat dann Hand und Fuss.
Er ist mir seit vielen Jahren bekannt und obwohl ich unserem Hrn. Zivildienstminister kritsch gegenüber stehe beglückwünsche ich ihn zu seiner Wahl.

liebe grüsse

na, na vielleicht liegts nur am horizont des posters???
hochangesehen bedeutet nicht bei dancing stars mit gemacht zu haben.

könnt

am "geheim" in Geheimdienst liegen...

Die Umfärbung war auch bei den Roten immer schon

no na ned part of the game.
ÖBB, ORF, usw usf

zähl mal auf, was zur zeit schüssel alles umgefärbt wurde, mir wird schwarz vor den augen.

Welchen ORF meinen Sie?

Haben Sie schon einmal ORF NÖ geschaut (oder gehört)? Seitenblicke? Kulturjournal? Seniorenclub oder wie das jetzt heißt?
Angeblich ist der Wrabetz ja ein Roter. Aber bemerken tut man davon nichts. Im Gegenteil. Kaum irgendwo ist die ÖVP so überrepräsentiert wie im ORF...

im rotfunk? lachhaft.

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