Studieneingang

VSStÖ gegen einjährige "Knock-Out-Phase"

13. Juli 2010 11:21

Rote Studierendenorganisation gegen Fischer-Vorschlag - "Finstere Zeit im Bildungswesen"

Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) sprach sich in einer Aussendung gegen die von Bundespräsident Heinz Fischer vorgeschlagene einjährige Studieneingangsphase aus. "Eine Knock-Out-Phase ist der falsche Weg. Denn diese trifft gerade die sozial schwächeren Studierenden, die dadurch ein ganzes Jahr verlieren würden und Schwierigkeiten mit Beihilfen und Stipendien bekommen", sagt die VSStÖ-Bundesvorsitzende Stefanie Grubich in einer Aussendung.

Vorschläge wie diese würden die "dramatische Situation" an den Universitäten verschlimmern und keine Probleme lösen, so Grubich. "Wir erleben eine finstere Zeit für das Bildungswesen", heißt es in der Aussendung weiter. Der VSStÖ fordert statt Zugangsbeschränkungen ein ausreichendes Budget für die Hochschulen. (red, derStandard.at, 13.7.2010)

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KROT
14.07.2010 10:26

wundert mi ned dass die sozen dagegen sind, sonst wären sie schnell nicht mehr studentINNEN......

das wort leistung kennen die eh ned.

smea_gol
05.08.2010 22:04

an ihnen merkt man, dass dieses land wirklich dringend bildung nötig hat!

nabukis fred
05.08.2010 22:05

danke! ich arbeite schon an meinem 2. studienabschluss ;-)

Raubkopierer
31.07.2010 00:56

alle wünschen sich eine hgöhere akademikerquote, aber wirklich studieren soll keiner! ihre schwarzen eliten wollen mit solchen prüfungen möglichst wenige gebildete in der gesellschaft, damit ihre vision vom ständestaat wiederauflebt.

Soulman
12.08.2010 18:00

Bin weder politisch schwarz, noch wünsch ich mir eie höhere Akademikerquote. Ich wünsch mir aber mehr Akdemiker, deren Bildungsgang diese Bezeichnung auch wirklich vedient als Heerscharen von Publizisten.

Raubkopierer
12.08.2010 20:31

eine höhere akademikerquote könnte mehr forschung nach österreich verlagern, was mehr hochtechnologiewirtschaft anzieht, was wiederum arbeitsplätze aller qualifikationen schafft. und ich kenne publizisten die durchaus brauchbare jobs haben, oder haben sie schoneinmal von einem hauptberuflichen publizist gehört? oder einem hauptberuflichen biologen? nein, das sind nur wissensrichtungen die dann wieder in verschiedene berufe auffächern. und so viele publizisten sinds auch nicht.

665
13.07.2010 23:10
grundsätzlich falsch

ist es, die begrenzung des universitätszuganges auf den befindlichkeiten der rektoren aufzubauen anstatt an den relaen jobaussichten. aus diesem blickwinkel müßte die WU nicht 1.300 sondern 10.000 studierende zulassen.
Momentan leisten wir uns den luxus der Bildungsfreiheit (archelogie, numismatik und afrikanistik uva können studieren soviele wollen, egal ob die jemals einen job anseits der billa-kassa finden) und beschränken den zugang für studienrichtungen mit realem bedarf (WU, medizin, etc).
Auch mir wäre ein wirklich freier Bildungszugang am aller liebsten (und ich bin überzeugt dass wir uns den leisten sollten), aber wenn wir schon einen schüsseligen sparkurs fahren, dann doch bitte sinnvoll.

MartinB
14.07.2010 14:52

Der Bedarf an WUlern ist nur eine weitere Blase der Finanzwirtschaft.

Round'n'round it goes
14.07.2010 08:24

Das Gerücht, dass man als Wirtschafsstudent immer einen Job bekommt, ist ca. 20 Jahre alt und stimmt lange nicht mehr. Gerade WU-Absolventen kämpfen mit hohen Arbeitslosenzahlen und Prekariat. Die wirklich Guten bekommen natürlich trotzdem einen Job. Aber genausogut bekommen die wirklich guten Afrikanisten einen Job, ohne Probleme.

Es gibt keine Studienrichtung mehr, die sichere Jobs garantiert. Mein Vater meinte immer ich solle an die WU oder ans Juridicum. Zum Glück hab ich nicht auf ihn gehört. Hab dann eines der viel gehassten Massenfächer studiert, das mich sehr interessiert, und gerade ein Wahnsinns-Jobangebot aus dem Ausland bekommen, bei dem jedem hier nur der Mund offen bleibt. Also:Sichere Jobs gibts nirgends. Tolle Jobs überall

smea_gol
05.08.2010 22:06

es gibt noch studienrichtungen mit jobgarantie.
elektrotechnik, bauingenieurwesen (die dreifache absolventenzahl wäre laut markt gefragt), und einige andere MINT-Studienrichtungen.

Auch wirtschafter braucht das land in großer zahl.

Aber diese sollen nach Maßgabe einer Bildungspolitik und Wirtschaftspolitik a la 17 jahrhunder und ÖVP besser verschulte HAK-Absolventen sein.

KROT
14.07.2010 10:27

stimmt. die zeiten sind vorbei. stepic ging nach studium zur rzb und dort wurde ihm ein roter teppich ausgerollt beim vorstellungsgespräch......

von so was kannst heute nur noch träumen....

xes
14.07.2010 02:54

Also ich denke nicht, dass es noch mehr Bedarf für Speichellecker von der WU gibt ;)

K.H
14.07.2010 00:49
...

recht haben Sie. WirtschaftlerInnen braucht die Gesellschaft. Möglichst viele =) MUHAHAHHA

Franz Bim
 
13.07.2010 21:20
Ich kanns ja verstehen

Als ich zu studieren angefangen habe, fand ich es auch ganz toll, dass es möglich war, selbst Prüfungen aus dem ersten Semester beliebig lange vor sich herzuschieben und im Extremfall als letzte Prüfung im Bakk überhaupt zu machen.

Und auch ich fand es gemein, als man diese Möglichkeit abgeschafft hatte.

Aber sobald ich dann alle Prüfungen aus den ersten beiden Semestern hatte, änderte sich meine Meinung. Denn ich erkannte, dass die Erstsemestervorlesungen im fünften Semester um nichts lustiger waren als im ersten.

Es hat schon seinen Sinn, warum Grundlagenvorlesungen am Anfang des Studiums vorgesehen sind und nicht am Ende, genauso wie es seltsam wäre zuerst die Schule und dann den Kindergarten zu besuchen.

triebstrü
 
14.07.2010 07:29
Das Problem mit einer einjährigen Studieneingangsphase

ist nicht die Tatsache, daß Prüfungen in einer bestimmten Reihenfolge abgelegt werden müssen, sondern, daß es nur ein Jahr dauern darf.

Jemand, der zB. neben einem Vollzeitjob studiert, wird für die Studieneingangsphase evewntuell 2 Jahre brauchen.

tomato tirol
30.07.2010 17:00
vollzeitjob

wer als student arbeitet, kann dies in der studien- und prüfungsabteilung kundtun, dann unterliegt er dieser frist auch nicht mehr

smea_gol
05.08.2010 22:07

so, woher wissen sie denn das?
Wenn die Idee noch nicht mal näher ausformuliert ist?
Sie sind ja ein richtiger Wahrsager. Unheimlich.

kleiner Schelm
13.07.2010 20:22
Warum nicht ZWEIJÄHRIGE Qualifikationsphase?

Dann hätten Studis mehr Zeit, zu zeigen, wass sie können und hätten immer noch 1 Jahr im Vergleich zu einem "vergeigtem" Bachelor gespart.
Man kann das ja dann vielleicht "Vordiplom" nennen...
In den USA soll übrigens jetzt sowas nach dt. Vorbild eingeführt werden, da man mit BSc. und MSc. unzufrieden ist: BAc. haben es zunehmend schwer, Arbeitsplätze zu finden ...

Round'n'round it goes
14.07.2010 08:27

Woher hast du denn deine Info bitte?
"BAc" gibt es nicht. Der Titel heißt in den USA BA. Und solche Leute haben absolut kein Problem, einen Job zu finden. Der BA dauert in den USA 4 Jahre und kann mit unseren Diplomstudien verglichen werden. BA ist der übliche Studienabschluss (bzw. BSc) und nach wie vor angesehen.

kleiner Schelm
14.07.2010 11:38
BSc/AB

... hätte es heissen müssen. Tippfehler.
Und ja: In den USA lässt man den Studis 4 Jahre.
Und trotzdem reicht es gerade so für Berufsqualifizierung ... und zunehmend mehr (aber lange nicht alle!) machen MSc, um _bessere_ Jobs zu finden. Info habe ich von Kollegen "vor Ort".

trollvottel
13.07.2010 21:12

Das Bacc ist eh eine wertlose Studienabbruchsbescheinigung. Wozu noch ein wertloses Mini-Vor-Bacc? Nur weil inzwischen jedem Geisteskranken die Matura geschenkt wird?

kleiner Schelm
14.07.2010 07:11
Bakk könnte dann ja entfallen ...

... und wir hätten wieder Vordiplom/Diplom :-)

Ist für UNI eh besser. Der Bakk ist hier nicht soo berufsqualifizierend - Master an Uni schon.
Für FHs ist Bakk eher berufsqualifizierend, da passt das schon - auf den Master kann man da aber verzichten, für wirkliches heranführen an State of the Art in Wissenschaft fehlt qualifiziertes Personal
--> Wer Bachelor vorhat, sollte an FH,
--> Wer Master/Diss möchte besser gleich an Uni

mulitrox
13.07.2010 19:17
Einjährig?

Also wenn ich mir die Wahlergebnisse des VSSTÖ bei den letzten paar ÖH-Wahlen ansehe, dann sieht es eher nach einer mehrjährigen "Knock-Out-Phase" für die VAUSTis aus...

Herzerzog Johann
13.07.2010 19:16
VSStÖ ...

... für pragmatisierte Studienanfänger.

fs19
13.07.2010 18:45

der obligate protest von verteidigern des freien hochschulzugangs, nichts weiter.

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