Großer Kopf schützt gegen Demenz

23. Juli 2010, 08:59
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    foto: apa/roland weihrauch

    Ein größerer Kopf stand mit einem besseren Abschneiden bei den Tests in Zusammenhang.

Ein größerer Schädel verfügt über mehr Gehirnreserven, um gegen die Schädigungen durch das Absterben der Gehirnzellen anzukämpfen

München - Ein großer Kopf könnte gegen die schlimmsten durch eine Demenz angerichteten Schäden schützen. Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München haben nachgewiesen, dass Alzheimer-Patienten mit dem größten Kranium über ein besseres Gedächtnis und eine bessere Denkfähigkeit verfügten als Patienten mit kleineren Schädeln.

Mehr Gehirnreserven

Das Team um Robert Perneczky geht davon aus, dass ein größerer Schädel über mehr Gehirnreserven verfügt, um gegen die Schädigungen durch das Absterben der Gehirnzellen anzukämpfen. Die auf den Daten von 270 Patienten beruhenden Studienergebnisse wurden in Neurology http://www.neurology.org veröffentlicht.

Die Patienten wurden über Forschungsregister oder Spezialkliniken in Amerika, Kanada, Deutschland und Griechenland zur Teilnahme eingeladen. Tests zu Gedächtnis und Kognition und ein Brain-Scan dienten der Feststellung des Ausmaßes der Erkrankung. Zusätzlich wurde auch die Größe des Kopfes vermessen.

Gehirngröße genetisch bestimmt

Ein größerer Kopf stand mit einem besseren Abschneiden bei den Tests in Zusammenhang. Diese Verbindung blieb auch bestehen, wenn beide Patienten gleich schwer erkrankt waren. Stellte man jedem Prozent absterbender Hirnzellen einen zusätzlichen Zentimeter an Kopfgröße gegenüber, schnitten die Patienten durchschnittlich um sechs Prozent besser ab. Die Gehirngröße ist großteils genetisch bestimmt.

Die Wissenschaftler gehen laut BBC trotzdem davon aus, dass der Lebensstil einen Einfluss haben kann. Eine schlechte Ernährung oder Krankheit zu Beginn des Lebens kann das Wachstum behindern. Die ersten Jahre der Entwicklung des Gehirns sind entscheidend. Bis zum sechsten Lebensjahr hat das Gehirn bereits 93 Prozent seiner endgültigen Größe erreicht. (pte)

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22 Postings
triage
00
21.7.2010, 14:43

Endlich, jetzt wissen wir, warum Babies und Kleinkinder keine Demenz bekommen: weil sie im Verhältnis zum restlichen Körper den größten Kopf haben. ;-)

le chat botté
00
15.7.2010, 12:09

Befördert die (implizit mitschwingende) Konstruktion eines Zusammenhangs größerer Schädel --> größeres Gehirnvolumen --> höheres kognitives Leistungspotenzial nicht geradezu die Gefahr unzulässiger Schlussfolgerungen? Wie wär's, wenn man statt dessen den Ausschöpfungsgrad eines genetisch vorgegebenen Potenzials betrachtete? Der Wissenschaft würde doch bestimmt die passende Messmethode dazu einfallen...

Für eine Welt ohne Tofu!
00
15.7.2010, 09:15
Wissenschaftliches Restlessen

Erhebungen sind teuer. Wenn man schon 100 Leute befragt, getestet und vermessen hat, und das Forschungsprojekt abgeschlossen ist, nimmt man sein SPSS und sucht quer durch die Daten Korrelationen.
Und wenn sich herausstellt, dass häufige Magenschmerzen eingewachsene Zehennägel bewirken, publiziert man das.
Dass die Daten aus einer Leber-Studie kommen und nur eine Testperson eingewachsene Nägel hatte, steht dann in einer Fußnote.

MIP1
00
15.7.2010, 12:57

Grundsätzlich ist gegen Sekundärauswertungen nichts einzuwenden, wenn sie seriös gemacht sind.

Wenn nur eine Testperson eingewachsene Nägel hatte, wird übrigens kein statistischer Zusammenhang mit irgendetwas anderem herauskommen.

Kra Wuzikabuzi
01
14.7.2010, 18:12
prof. hydrocephalus

roterbruder1
03
14.7.2010, 16:35
achtung!

josef pröll wird nichts vegessen.

Mr. Bubbles
01
14.7.2010, 16:25

bei solchen studien denk ich mir oft, ob da nicht einfach irgendwas in zusammenhang gestellt wird, wo eigentlich nix ist.

irgendwann kommt die studie "größer linker zeh verantwortlich für schiefe zähne" - da bin ich mir ziemlich sicher...

Totaler Durchblicksstrudel
00
14.7.2010, 16:36

Verstehe ich nicht; hier gab es wohl eine Vermutung, bevor sie durch die Statistik untermauert wurde?!

Clemens Schwarz
00
15.7.2010, 11:12
wahrscheinlicher ist, dass großes hirnvolumenmit irgendeinem schützenden gen zusammenhängt.

man könnte auch behaupten, und das wäre sinnvoller zu überprüfen, dass ein großes hirnvolumen giftstoffe, die ins hirn gelangen, besser verteilt respektive verdünnt. gibt hinweise, die will aber niemand laut sagen, dass genvarianten den giftstofftransport (umweltgifte, wie pestizide und schwermetalle) aus der zelle bzw aus dem körper krankheitsverläufe beeinflussen können.

wenn das so wäre, dann wäre es sehr unangenehm, da wir unseren umgang mit diesen giftstoffen überdenken müssten. da wäre es für alle leichter und angenehmer ein medikament, dass die reaktionen auf solche giftstoffe unterbinden, zu verabreichen.

sociovation
00
14.7.2010, 13:34
Immer diese Großkopferten...

spaß&freude
00
14.7.2010, 07:52

d.h. also, dass da grasser und sei oide ned demenzkrank werdn?

tablespace65
00
14.7.2010, 00:22
Also hat der "Wasserkopf" (aka sterischer "Mostblutzer")schon seine Berechtigung...

R0MAN_Z
 
00
14.7.2010, 06:38
Und auf einmal ist "Mostschädl" keine Beleidigung mehr

-blos so-
00
14.7.2010, 14:40
vor allem,

weil ein Mostschädl eigentlich ein Kosename für einen Oberösterreicher ist und keine Titulierung für einen Wasserkopf...

Peter Widzky
04
13.7.2010, 23:35
gibts auch untersuchungen zur retrophrenologie?

http://www.thediscworld.de/index.php... hrenologie

Retrophrenologie ist die Umkehrung der Phrenologie, einer Wissenschaft, die aus der Form des Kopfes, also seinen Beulen und Dellen, Rückschlüsse auf den Charakter zieht. Retrophrenologen, wie beispielsweise Zorgo aus Ankh-Morpork, hingegen versuchen, durch eine Serie kunstvoll platzierter Schläge auf den Kopf, Charakter, Neigungen und Vorlieben des Kunden dessen Wünschen anzupassen.

Toeris
00
13.7.2010, 20:51
Wann gibt es hier endlich eine Möglichkeit und blöde Artikel zum Löschen zu melden?

Kahuna
17
13.7.2010, 22:44
Haben Sie einen kleinen Kopf?

Toeris
04
14.7.2010, 14:05

Nö, bloß eine Mutter mit Hutgröße 60 und schwerer Demenz. Zum Vergleich: Frauen haben im Schnitt Hutgröße zwischen 53 und 56.
Und nein, das ist nicht lustig.

josefa maier449
00
13.7.2010, 18:42
und wie ist das mit dem flachen Hinterkopf,

sind diese Menschen im Schnitt unitelligenter?

Wolfgang Keim
01
13.7.2010, 16:11
muß Kopf ausmesse

kanns mehr saufe und einpfeife wenn d' Glück mit großer Birne has

gustav gans42
01
14.7.2010, 11:04
und so gehts:

Stecken`S einfach Ihren Blutzer in ein volles Wasserschaffel und messens "in realtime" die verdrängte Masse.
Aber lassen`S Ihna Zeit...

Nix da Smoothies! Obst trinkt man gebrannt
00
14.7.2010, 14:28

Mit einem Kübel voll Blitzzement wird das Messergebnis aber viel genauer!

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