Fidel Castro greift in Interview USA an

13. Juli 2010, 10:13

Erster TV-Auftritt nach drei Jahren: Ex-Präsident offenbar in guter gesundheitlicher Verfassung

Havanna - Kubas betagter Revolutionsführer Fidel Castro ist erstmals seit langer Zeit wieder im Fernsehen aufgetreten. Der 83-jährige Ex-Präsident zeigte sich am Montagabend (Ortszeit) in einer vom kubanischen Fernsehen ausgestrahlten Sendung in augenscheinlich stabiler gesundheitlicher Verfassung und guter Laune. Während der Sendung kritisierte er die USA massiv und warf Washington unter anderem vor, für den Untergang der südkoreanischen Korvette "Cheonan" Ende März verantwortlich zu sein. Damit hätte ein Krieg zwischen Süd- und Nordkorea entfesselt werden sollen. Zugleich warnte er vor den wachsenden Gefahren eines Krieges mit dem Iran.

Castro saß in einem Büro vor einem Tisch voller Papiere und wurde vom Moderator der Sendung "Mesa Redonda" nach der Sicherheitslage unter anderem im Nahen und Mittleren Osten befragt. Er sprach flüssig und lange. Castro, der vorige Woche das erste Mal seit vier Jahren öffentlich aufgetreten war, trug ein kariertes Hemd und eine grau-blaue Trainingsjacke. Der Ex-Präsident hatte 2006 nach einer Darmoperation die Amtsgeschäfte als Staatschef an seinen Bruder Raúl Castro abgetreten.

Castro war zuletzt im Sommer 2009 auf Videoaufnahmen im Fernsehen zu sehen gewesen. Die jüngsten öffentlichen Auftritte Fidel Castros fallen zeitlich zusammen mit einer der größten Freilassungen von Dissidenten auf Kuba seit Jahren. Die katholische Kirche in Kuba hatte vergangene Woche erreicht, dass 52 politische Gefangene freikommen sollen.

Die ersten sieben politischen Gefangenen wurden am Montag (Ortszeit) freigelassen. Die Ex-Häftlinge seien zum Flughafen gebracht worden und hätten dort ihre Familien getroffen, sagte einer der Dissidenten, Omar Ruiz. Danach flogen die Regimekritiker mit ihren Angehörigen ins Exil nach Spanien. Dabei handelt es sich um Dissidenten, die seit einer Razzia gegen 75 Aktivisten im Jahr 2003 noch immer in Haft saßen.

Bis alle 52 Regimekritiker freigelassen sind, wird es wohl noch Monate dauern. Es wäre die größte derartige Häftlingsfreilassung seit einer Amnestie für 299 Gefangene nach einem Kuba-Besuch Papst Johannes Pauls II. 1998. Unter den Freigelassenen waren damals etwa 100 politische Gefangene. (APA/apn)

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Girgl Galgenstein
20
16.7.2010, 09:35
Überraschung: Castro greift die USA an

wenn er die USA angreift, dann macht er etwas, was er eigentlich seit fünfzig Jahren tut, wenn er auf dieses Land zu sprechen kommt. Was ist daran neu, was anders? Und eigentlich ist eine Zeitung doch dazu da Neuigkeiten zu verbreiten. Origineller wäre eine Überschrift wie: "Castro greift immer noch die USA an". Das würde zumindest ein klein wenig zum Nachdenken anregen.
Aber in der Wiederholung des Immergleichen vollzieht sich ein Ritual, das die Gläubigen immer wieder aufs Neue ergreift. Die Parallelen zum Ritus der Kirche sind nicht von der Hand zu weisen. Die immer wieder neue Interpretation, der stets gleichen Fixierung, ist Teil der Predigt für die Gläubigen. Wer aber nicht daran glaubt, dem bleibt nur fassungsloses Staunen.

manfred maier
20
19.7.2010, 12:32
"Was ist daran neu, was anders?"...gar nichts.....

...castro ist überlebender zeuge des US terrors und es hat sich bis heute NICHTS am geofaschistischen weltweiten us terror geändert.
da sind wir für einmal einer meinung, galgenvogel.

Girgl Galgenstein
10
19.7.2010, 16:06
Wie blind und wütend muss man eigentlich sein

um Castro als armen, liebenswürdigen, zu Unrecht Verfolgten hinzustellen. 8 Jahren Battista Diktatur folgten 50 Jahre Castro Diktatur, die Sie wie jede andere Diktatur liebend gerne verteidigen, wenn Sie nur ein wenig gegen die USA wettert. Das genügt Ihnen zur Legitimation einer Diktatur? Ein wenig schlagkräftigere Argumente zur Verteidigung Kubas würde ich mir denn doch erwarten.
Wenn Castro an Weltöffentlichkeit herantreten würde und verkündete: wir suchen einen Ausweg aus unserer verfahrenen Situation, der uns nicht automatisch in die Arme der USA führt, würde er von Ratschlägen vermutlich überhäuft werden. Aber zu behaupten sein Modell, sei der einzig vernünftige und legitime Weg, das ist doch ziemlich verwegen.

manfred maier
00
19.7.2010, 17:57
castro und cuba waren also NICHT dem US terror ausgesetzt......

...nachdem die cubaner (begeistert und geschlossen) die us marionette battista in die wüste schickten?
cuba hat TROTZ us terror, sanktionen, zwangsgeduldete us folterlager auf seinen territorium, etc.....eine erstaunlich positive entwicklung genommen. (vergleichen sie mit "us geholfenen" wie etwa haiti)......
das das projekt cuba, dass aus sicht der geofaschistischen us möchtegernweltbeherrscher natürlich KEIN erfolgsmodell werden durfte, noch immer - bei aller angebrachter kritik - besteht und von der mehrheit der cubaner mitgetragen wird, lässt erahnen wie tief das berechtigte misstrauen gegen das us system raubtierkapitalismus ist.
und bitte...als begeisterter anhänger des us terrors sind doch ein freund (williger) diktatoren......

Girgl Galgenstein
00
23.7.2010, 12:38
Der normale Kubaner auf Kuba

wird sicherlich nicht von den USA terrorisiert. Alle Einschränkungen und Entbehrungen denen er ausgesetzt ist, mangelnde Versorgung und niedrigen Lebensstandards verdankt er doch wohl ausschließlich Castro. Es gibt doch genug Länder die unabhängig - auch von den USA - liberal und wohlhabend sind. Niemand hindert Castro daran diesen nachzueifern und niemand hindert Castro daran die Zensur abzuschaffen. Sie tun ja fast so als wären ihm diese Zwangsmaßnahmen gegen das eigene Volk von den USA aufgezwungen worden.

manfred maier
00
23.7.2010, 14:20
"Der normale Kubaner auf Kuba" wer und was das sein soll....

...bestimmen dazu vermutlich ihre weltweit staatsterrorverübenden schwerkrimenellen aus orwells gelobten land.
mein lieber galgenvogel....mit derartogen ansagen wird es wohl nichts, mit einem neu gefärbten gefieder!"

Girgl Galgenstein
00
23.7.2010, 15:49
Dann nehmen wir als Otto Normalkubaner

einfach einen durchschnittlichen Kubaner, mit durchschnittlichem Einkommen, der in einer durchschnittlichen Wohnung lebt. Schauen wir uns dessen Einkommen, seine Wohnung, seine Versorgung mit Lebensmitteln und die Dinge, die er lesen darf an, so kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie mit ihm tauschen wollen. Aber er würde sich vermutlich freuen, wenn er mit Ihnen tauschen dürfte.

manfred maier
00
24.7.2010, 10:40
der "otto normalkubaner" weiss in der regel sehr genau......

...dass seine wirtschaftliche lage weniger von kubas regierung sondern durch die ungerechtfertigten sanktionen von orwell gelobten terrorstaat usa und dessen handlangern abhängt.
und der "otto normalkubaner" kennt auch die lage vergleichbarer staaten und möchte zb keinesfalls mit dem "US geholfenen" tahiti und co. tauschen.
galgenvogel, ihr ich bastle mir meine rechtsaussenscheinwelt ist zeitweise amüsant, eignet sich allerdings erkennbar nur sehr bedingt als diskussionsgrundlage.

Girgl Galgenstein
00
24.7.2010, 16:16
Wenn die Leute auf Cuba so gescheit, klug und gesund sind

dank hervorragendem Ausbildungs- und Gesundheitssystem, dann sollte es ja wohl keine allzugroßen Schwierigkeiten bereiten ein autarkes, komfortables, wenn vielleicht auch nicht reiches Dasein zu führen. Sollte vielleicht das dortige System einen Fehler aufweisen?

Irgendwie ist es schon lustig mit welcher Vehemenz Sie die kubanische Misere zu verteidigen versuchen. An allem nur die USA schuld? Und deswegen braucht man eine Diktatur? Und deswegen gibt es keine freie Presse?

Den Menschen dort mag es noch so dreckig gehen, solange sie nur gegen die USA sind, sind Ihnen die Opfer, die das Volk hierfür erbringen muss, doch herzlich egal.

p.s. Ist das jetzt auch eine "rechtsextreme" Äusserung?

manfred maier
00
25.7.2010, 11:20
vielleicht sollte der "rest der welt"....

...einmal und mit durchaus guten begründungen die geofaschistsiche USA mit derartig weitreichenden sanktionen überziehen.
dann werden sie erleben, dass es nicht jahrzehnte sondern bestenfalls ein paar jahre dauert, bis hilfsorganisationen die armen us bürger am leben erhalten müssen.
ihre "argumentation" ist kindisch, realitätsfern und von ihrer ideologie von vorgestern geprägt.

das Gute muss geduldig sein
00
16.7.2010, 11:39

Glauben ermöglicht erst das bewusste Leben!

http://politologie-der-liebe.blogspot.com/2010/01/g... auben.html

Jeder Mensch ist gläubig! Das Glauben der Menschen kann misbraucht werden und das passiert bei uns mehr als in Kuba!!!

Girgl Galgenstein
10
16.7.2010, 13:13
Danke für den Hinweis, der manches erklärt

"Auch Liebe ist eine Form des Glaubens. Die Liebe zum Beispiel zu einem Menschen kann im Glauben begründet sein, dass dieser Mensch einem immer wohlgesinnt bleiben wird. Zu glauben ist also eine Form des Vertrauens. Vertrauen ist notwendig um das Leben zu ertragen..."
Das erklärt warum Diktatoren darauf erpicht sind vom Volk geliebt zu werden und weshalb das Volk mitspielt um sein Leben ein klein wenig erträglicher zu gestalten.

Timagoras
 
00
16.7.2010, 12:33
"Jeder Mensch ist gläubig!"

das glaub' ich nicht! ;o)

wero2
10
15.7.2010, 00:27
alles gute Fidel Castro, aber

aber meine mutter zittert weniger wie Du, ist aber ein stück älter und hat vieleicht sogar noch mehr gearbeitet wie Du.
lass doch einfach alle - auser den mördern - frei.
warum muß die gewalt gepflegt und die freiheit - auch der worte - mit füßen getreten werden.
Deine verbündeten sind heute neue - ok - aber wie kann man - frau aus volkseigentum eine persöhnliche milliarde einstreifen.
währe Dein Arzt doch blos Arzt geblieben.

das Gute muss geduldig sein
10
15.7.2010, 10:47

bitte vergiß nicht, man muss sich nicht die Hände schmutzig machen um zu morden, um Menschen zu quälen oder Menschen sonstwas anzutun. Das kann man alles strukturell sauber vom Bürotisch erledigen, diesbezüglich ist jeder der in einem sozialistisch auf Menschlichkeit basierenden regierten Land nach Macht strebt sehr verdächtig!!!

Austro-Spanier0
41
14.7.2010, 17:12
Fidel Castro greift in Interview USA an

sieh mal einer an, was für eine überraschende Neuigkeit:-))))))

Horst Holger
00
15.7.2010, 00:05
das Sommerloch läßt grüssen

und der Jorge Mato hat sonst auch nur Gutes aus Cuba zu berichten ;-)

jorge mato
02
15.7.2010, 15:54

Vielleicht schaffen Sie es doch einmal in Ihr "Heimatland2 venezuela zu reisen-um dort das Sommerloch bei einer Suchaktion nach TO-Papier oder Seifen zu stopfen.

jorge mato
00
14.7.2010, 17:45

Ja wirklich?Sie greifen doch auch immer Cuba an!

hansito
00
15.7.2010, 13:12

Mit einem Sturmgewehr oder?

pepitant
00
16.7.2010, 10:12
Jeder wie ers gelernt hat.

Träume sind Schäume.
00
17.7.2010, 15:14
Du Null sicher nicht ;)

Träume sind Schäume.
61
14.7.2010, 16:33
Zusammengefasst die 5 gängigsten Argumente der Castro Fans (Selbstverst. Nicht Kubaner)

a) Kuba is arm, allerdings leidet es unter dem Terror des Yankee Embargos.
Reiner Mist.

In der heutigen globalis. Welt stehen Kuba viele Handelspartner offen.
Konsumgüter aus Ostasie, Maschinentechnik aus Europa, Rohstoffe aus Südamerika/Afrika sind leicht zu ordern.

Die Frachtkosten für ein Containerschiff nach Hong Kong sind NICHT viel höher als nach Miami.
Gehandelt wird aber nur, wenn Kuba was zu bieten hätte, keine funktionierende Ökonomie = kein Handel.

b) Castro ist ein Diktator, aber wenigstens bereichert er sich nicht.
Falsch.

Castro mag nicht auf Luxus und Schweizer Konten stehen, seine Paranoi kostet Kuba aber viel.
Atombunker, Leibwachen, Überwachung sumieren sich in $ auf viele Versailles Schlösser:
Das Volk zahlt.

Solidarität mit den Reichen und ihren Zuhältern!
13
14.7.2010, 18:22
Das gängiste Argument der NATO-Staaten- und Israel-Fans:

die Staaten foltern und führen Angriffskriege, aben sie machen es für die Menschenrechte und für den Frieden.

Junge, junge, der alte Mann braucht nur aufzutauchen und schon wachst du nachts schweissgebadet auf und musst die Windeln wechseln.

Zum Beispiel des Containerschiffs unten:
Das besagte Containerschiff darf 6 Monate nicht mehr USA anlaufen (Torricelli-Gesetz) und der Handelspartner kann in USA vor Gericht gestellt werden (Helms-Burton-Gesetz).
Kein Produkt das kubanische Produkte enthält darf in USA eingeführt werden: Z.B. kein japanischer Computer, wenn ein Kühlblech kubanischen Nickel enthält. Das wird sich der Importeur dann schon überlegen bzw. den Preis nach unten korrigieren.
Usw. usf.

Die USA sind ja so dumm und du so klug.

hansito
00
15.7.2010, 13:11

Ja Köstler, hams wieder mal Ihre Identität gewechselt? Warum sinds denn nicht auf Kuba geblieben, Sie ham ja schon dort gelebt!?

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