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Große Versprechungen mit wenig Inhalt: Schlankheitspillen
Stockholm/Göttingen - "Manche Menschen denken, dass Nahrungsmittelergänzungen der schnellste Weg zum Abnehmen sind und geben deshalb viel Geld aus. Aber sie werden meist enttäuscht, frustriert und deprimiert, weil sich ihre Erwartungen überhaupt nicht erfüllen", so der Mediziner Thomas Ellrott. Eine von ihm geleitete Studie aus dem Institut für Ernährungspsychologie an der Universität Göttingen zeigt, dass die Mittel nur vom Schein leben: Bei einer Testreihe mit 189 Menschen hatten neun in Apotheken rezeptfrei käufliche Medizinprodukte sowie Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsabnahme keinen besseren Effekt als Scheinmedikamente.
Ellrott berichtete auf dem Stockholmer Übergewichts-Fachkongress, dass die Testpersonen acht Wochen lang entweder die in Apotheken unter anderem als "Fett-Blocker" oder "Stoffwechsel-Anreger" eingekauften Präparate oder Placebo-Pillen einnahmen. Die Forscher hatten vorher die Namen der Präparate für die Teilnehmer unkenntlich gemacht, gaben aber alle Angaben zur Dosierung und etwaige zusätzliche Empfehlungen bei den Schlankheitsmitteln weiter.
"Riesiger Markt"
Der durchschnittliche Gewichtsverlust betrug nach den acht Wochen zwischen einem halben und zwei Kilo bei den Schlankheitsmitteln und 1,2 Kilo bei den Testpersonen, die Placebo-Pillen einnahmen. Ellrott meinte dazu: "Der Markt für frei verkäufliche Schlankheitspillen ist riesig." Aber anders als bei zugelassenen Arzneimitteln zum Abnehmen müsse die Wirkung dieser Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel nicht nachgewiesen werden. Wenn Übergewichtige eine Unterstützung durch ein Medikament benötigen, sollten sie daher auf zugelassene Arzneimittel aus der Apotheke zurückgreifen.
Nach einer ebenfalls in Stockholm vorgestellten Studie werden für Schlankheitsmittel als Nahrungsergänzung jährlich weltweit umgerechnet mehr als zehn Milliarden Euro ausgegeben. Der im britischen Exeter arbeitende Mediziner Igho Onakpoya wertete alle bisherigen Untersuchungen zur Wirkung dieser Mittel aus. Sein Ergebnis: Keine einzige Studie hatte die Produkte als angemessen wirksam eingestuft. (APA/red)
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.... wurden getestet ? In welcher Dosierung ? Über welchen zeitraum ? einzeln oder in Kombination ? mit Ernährungsumstellung ? von Sportler oder Nichtsportler ? Wenn man die Mittel in Kombination mit Sport nimmt, dann wirken sie eher, außerdem gibts eine starke Bandbreite. Die Aussage, daß die Dinger nicht wirken ist schlichtweg falsch, und Nebenwirkungen sind eine Folgewirkung falscher Dosierung
Nein, so einfach ist es nicht.
Ein unsportlicher Mann von 1m65 und ein durchtrainierter Mann von 1m90 haben nicht denselben Grundumsatz.
Und eine Stunde Laufen kann je nach Intensität wesentlich mehr oder weniger Kalorien verbrauchen.
auch altersabhaengig. Und wenn man wenig isst wird der Koerper auch sparsamer. Mit gefuehlsmaessig immer zuwenig essen tut man sich meiner Meinung nach leichter als mit Kalorien zaehlen und man muss sich auch nicht dauernd mit Essen beschaeftigen wenn man eh schon hungrig ist.
ich merke das selbst, wenn ich nicht regelmäßig zum laufen komme, dass ich zunehme. das bedeutet aber nur, dass man an seiner kost etwas ändern muss, wenn man nicht mehr hunderte kalorien über den sport verbrennt. ergo: wieder mehr sport machen oder weniger essen.
ich kann nämlich die reportagen über die fett-gene nicht mehr hören. ich sehe übergewichtige leute immer essen - vor allem junk!
Ich hatte mich immer gewundert, warum ich nicht und nicht abnehme, obwohl ich ausreichend Bewegung mache. Nach einem Gespräche mit einer Ernährungsberaterin wurde ich darauf hingewiesen, daß ich zuwenig esse und daher auf Dauerdiät bin und mein Körper nichts von seinen Fettreserven hergibt. Eine gezielte Ernährungsumstellung und
kontinuierliche Bewegung brachten einen
ungeahnten Erfolg. Neben der Gewichtsreduktion konnte noch eine ernorme Senkung des Blutdruckes und des Fettanteiles im Körper erzielt werden. Ich möchte nicht verhehlen, daß man für so ein
Regime viel Zeit und Geduld braucht, aber
die nehme ich mir jetzt, nach 43 Jahren aktiver Arbeit.
Sie sprechen da einen wichtigen Punkt an: Permanente Gewichtsabnahme braucht sehr viel Zeit und sehr viel Geduld, das geht nicht von heute auf morgen, wie das diverse Pillen und Diäten suggerieren. Dass man essen muss - und zwar das Richtige -, um abnehmen zu können, ist mir auch schon einige Male untergekommen, ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
Laut Wikipedia gibt es eine Studie gemäß der eine verringerte Kalorienzufuhr zu einem niedrigeren Grundumsatz führt (Minnesota-Studie). Z.B. weil der Körper mit Muskelabbau reagiert.
Gleichzeitig ist ein Training soviel ich weiß nur der Wachstumsanreiz, während bei der Ausübung aber nur die Glykogenspeicher geleert werden. Wenn nun danach aber nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen, würde demnach der Körper nicht mit Muskelaufbau reagieren, sondern sogar mit Abbau.
Somit wäre möglich: erhöhter Kalorienverbrauch durch den Sport + niedrigerer Grundumsatz durch das Hungern = alter Grundumsatz --> keine Gewichtsabnahme trotz Bewegung.
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