Kleinster heimischer Mobilfunker setzt weiter auf Preiskampf - Netzgeschwindigkeit auf „bis zu 21 MBit/S" erhöht
In Österreich gibt es einen Mobilfunker zu viel - werden die drei großen Anbieter Mobilkom, T-Mobile und Orange nicht müde zu betonen. Im Visier haben sie dabei den viertgrößten Betreiber "3", der davon allerdings nichts wissen will. Bei seiner ersten Pressekonferenz als „3"-Chef betonte Jan Trionow, dass man weiterhin „aggressiv am Markt auftreten und für Wettbewerb sorgen wird."
905.000 Kunden
Dank der Offensive bei mobilen Internetanschlüssen sei man bereits hinter der Telekom und UPC der drittgrößte Internetprovider in Österreich. Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Mitbewerber versuchen würden, "3" aus den Markt zu drängen. "Die anderen wollen ein Oligopol wie bei den Tankstellen, um dann die Preise zu erhöhen", gab sich Trionow kämpferisch. Die Erfolge im mobilen Datengeschäft hätten die Strategie des verstorbenen Ex-"3"-Chefs Berthold Thoma bestätigt, der eingeschlagene Kurs werde daher beibehalten.
Netzabdeckung von 94 Prozent
"3" habe mittlerweile eine Netzabdeckung von 94 Prozent - bei T-Mobile und Orange seien es nur 75 bzw. 74 Prozent. Der Mobilfunker zählte im März dieses Jahres 905.000 Kunden, was einem Zuwachs von 27 Prozent entspreche. Auch konnte der Umsatz gesteigert werden. Allerdings schreibe das Unternehmen noch immer keine schwarzen Zahlen, man sei aber "nicht mehr so weit davon entfernt".
„Bis zu 21 MBit/Sekunde"
Mit Anfang Juli hat der Mobilfunker die Geschwindigkeiten in seinem Netz erhöht. So stehen nun „bis zu 21 MBit/Sekunde zur Verfügung." Ergänzend wurde die 3-Videothek vorgestellt. Für „ab 99 Cent" können sich 3-Kunden Filme und Serien downloaden und 24 Stunden nutzen. Downloadgebühren fallen keine an.
"Der Markterfolg von Apple erlaubt dieses Verhalten."
Wann "3" das iPhone anbieten wird, wollte Trionow mit Verweis auf die strenge Geheimhaltungspolitik vom Hersteller Apple nicht verraten. Allerdings bestätigte er entsprechende Verhandlungen mit Apple. „Ich kann dazu keinen Kommentar abgeben. Die Vorgaben von Apple sind sehr strikt." Nachsatz: „Der Markterfolg von Apple erlaubt dieses Verhalten." "3" geht davon aus, dass das iPhone für einen kräftigen Kundenansturm sorgen wird. Auch die beiden langjährigen Apple-Partner T-Mobile und Orange dürfen keine Informationen ohne Segen von Apple veröffentlichen.
iPad
Das iPad werde "3" jedenfalls nicht anbieten, es wird aber spezielle Tarife dafür geben -über die er noch nichts sagen darf. (sum/APA)