Tirol

Heftige Unwetter mit Murenabgängen

13. Juli 2010, 13:12
  • Artikelbild
    foto: apa/reinhard mohr

    250 Menschen wurden im Tiroler Kappl evakuiert.

In der Tiroler Gemeinde Kappl mussten am Dienstag 250 Menschen ihre Häuser verlassen

Bregenz - Heftige Regenfälle in relativ kurzer Zeit haben in der Nacht auf Dienstag für Murenabgänge und über die Ufer getretene Bäche in den Bezirken Imst und Landeck gesorgt. Am stärksten betroffen war das Paznauntal (Bezirk Landeck). Dort verlegte eine riesige Mure die Straße im Ortsgebiet von Kappl. Bis zu fünf Meter hoch türmten sich Schlamm und Geröll. Insgesamt 50 Häuser mussten evakuiert werden, Hotelgäste umquartiert. Die Paznauntalstraße (B188), die durch Kappl führt, blieb weiterhin ab Pians gesperrt.

Die starken Regenfälle konzentrierten sich im Bezirk Landeck hauptsächlich auf Kappl, schilderte Bezirksfeuerwehrkommandant, Christoph Mayr, gegenüber der APA. 70.000 Kubikmeter Geröll und Schlamm donnerten in die Ortschaft. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Am Vormittag waren rund 200 Feuerwehrleute mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Rund 20 bis 40 Keller mussten ausgepumpt werden, wobei der Schaden unterschiedlich ist, erklärte Mayr. Die Keller waren zum Teil hüfthoch von Schlamm und Wasser bedeckt. Hochleistungspumpen aus ganz Tirol wurden eingeflogen.

Alle Bewohner konnten inzwischen aber wieder in ihre Häuser zurückkehren. Einige Hotelgäste wurden umquartiert. Mayr sprach auch die mentale Verfassung der Menschen im Ort an. Die Leute seien geschockt, weil sie schon wieder von den starken Unwettern betroffen sind.

Viel Regen in kurzer Zeit

Die Unwetter, begleitet von Regen und Hagel, begannen gegen 21.00 Uhr, gegen Mitternacht beruhigte sich die Situation dann langsam wieder. Laut Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) fielen zwischen 20 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter, wobei weniger die Niederschlagsmengen als der kurze Zeitraum, in dem es stark regnete, problematisch gewesen sei.

Durch Muren wurde auch die Silvrettahochalpenstraße zwischen Galtür und Partennen verlegt. Die Aufräumarbeiten waren im Gang. Die Straße dürfte gegen Mittag wieder passierbar sein, schätzte die Polizei. In Strengen schoss ebenfalls eine Mure bis an Wohngebäude heran. Der Dawinbach hatte große Mengen Geröll mit sich geführt, das sich im Bereich einer Brücke staute bis die Schlammmassen sich auf die B171 ausbreiteten. Die Straße wurde auf einer Länge von 100 Metern verlegt. Schäden an Gebäuden dürften sich Grenzen halten. Vier Wohnhauser mussten aber evakuiert werden.

Auch im Bezirk Imst gab es Probleme aufgrund der massiven Regenmengen. In Jerzens verschüttet eine Mure die Mühlbachbrücke der Jerzener Straße (L243) und die Burgstallbrücke der (L16) mit Geröll- und Schlammmassen auf einer Länge von 30 Metern. Die Aufräumarbeiten waren noch im Gang und die L243 blieb vorerst noch gesperrt.

(APA)

Kommentar posten
14 Postings
manfredo 66
00
13.7.2010, 16:16
PatriotInnen sind IdiotInnen
00
14.7.2010, 09:54

zach ...

Dr. Seltsam
 
00
13.7.2010, 14:05
Liebe Redaktion!

Die Bilder aus Kappl und Klösterle ähneln sich frappant ;-)

Novi
00
13.7.2010, 15:16
Suchbild

Das Obere unterscheidet sich zum Unteren durch 7 Fehler...

Mathias
 
00
13.7.2010, 11:28
aktuelle Neuigkeiten

Das war wohl keine Mure, eher ein Mur-nami (Tsunami)!

( http://www.vol.at/news/vora... kloesterle )

Mathias
 
00
13.7.2010, 11:31
Das Kapital ist die wahre Macht
00
12.7.2010, 19:14
Warum heißt die Mur Mur in der Steiermark?

Ein Fluß oder manchmal ein Schlammbach?

Mathias
 
81
12.7.2010, 16:27
Wer räumt auf?

Solche Unwetter lassen die meisten Anti-Feuerwehr bzw. Anti-Bundesheer-Troller schnell kleinlaut werden! Wer würde sonst beim Schutt wegräumen helfen??

( http://www.vol.at/news/vora... kloesterle )

Dr. Seltsam
 
00
13.7.2010, 13:59

Wer ist gegen die Feuerwehr!?

Extremsuderer
00
13.7.2010, 13:18
Pro Bundesheer zum Schutt wegräumen!

Aber wozu dann Abfangjäger, Schrottpanzer und Dienst an der Waffe?
Beispiel THW in Deutschland: sind Spezialisten, daher effektiver und günstiger.

Chris Quast
02
12.7.2010, 23:10

mure ist gut im fernsehen, hat das eher ausgeschaut wie ein halber berg.

irgendwie hab ich eh ein bissal ein ungutes gefühl. diese hitze !!, ob da nicht wieder schwere unwetter kommen werden.

Mathias
 
01
13.7.2010, 11:36
Thema Erwärmung:

Es gibt von der ETH Zürich diverse Untersuchungen bezüglich Gletzscherschmelzen, Dauerfrost und Hitzeeinwirkung auf Gesteine. Solche Unwetter und Katastrophen sollen sich häufen! (Soviel zu den Aussagen, dass die Erwärmung nur die Küstenbewohner treffen wird ;-)

( http://www.sf.tv/sfwissen/... avpath=umw )

( http://www.hydro-surselva.ch/axpo/de/h... unizh.html )

( http://www.taz.de/1/archiv/... 8/03/a0141 )

es ist ein menschenrecht, in afrika zu leben
10
12.7.2010, 18:39
die menschen vom arigonahappening...

aber die opfer sind ja inländer..was für ein jammer..

schlaubi
13
12.7.2010, 17:49
so ein quatsch

..........

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.