Protest gegen angekündigte Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen
Colombo - Sri Lankas Bauminister Wimal Weerawansa hat
seinen Hungerstreik gegen die von den
Vereinten Nationen angekündigte
Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen beendet. Wie die Zeitung "The
Sunday Times" am Sonntag berichtete, schaltete sich Präsident Mahinda
Rajapakse am Vortag in die Kontroverse
ein und bewegte den Minister,
die Protestaktion vor den UN-Büros in
Colombo zu beenden.
Anschließend sei der Parteichef der nationalistischen NFF, der am
Donnerstag in den Hungerstreik getreten war, in ein Krankenhaus
gebracht worden.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte im Juni ein
Expertengremium
berufen, dass Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkrieges
gegen die Befreiungstiger von Tamil
Eelam (LTTE) aufarbeiten soll.
NFF-Chef Weerawansa wollte das mit seinem Protest verhindern. Bei dem
2009 beendeten Konflikt kamen im Laufe von 25 Jahren mehr als 75.000
Menschen ums Leben. Die tamilischen
Rebellen der LTTE hatten für
einen eigenen Staat für die tamilische
Minderheit gekämpft. (APA)