WM-Zukunft

England Gastgeber-Favorit für 2018

10. Juli 2010, 15:29
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    foto: reuters/roddis

    Kehrt die WM 2018 ins Fußball-Mutterland zurück?

Russland noch ohne großem Fußballturnier - Blatter: "Arabische Welt verdient eine WM"

Johannesburg - Auf dem grünen Rasen spielt Joseph S. Blatter selbst nicht mehr mit. Doch der umtriebige Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA bereitet sich trotzdem gewissenhaft auf zwei große Endspiele vor. Am 2. Dezember wird das Exekutivkomitee der FIFA, dem Blatter als eines von 24 Mitgliedern angehört, zwei WM-Gastgeberländer auf einmal auswählen, jenes für die WM 2018 und jenes für die Endrunde vier Jahre später. Und im Juni 2011 will der Schweizer in Zürich für weitere vier Jahre als FIFA-Boss bestätigt werden.

Beide Endspiele haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Doch Blatter wäre nicht Blatter, zöge er nicht schon längst im Hintergrund die Fäden. Über die WM 2018 und die WM 2022 stimmen die 24 Exko-Mitglieder ab, deren Entscheidung wiederum dürfte einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Abgeordneten aller 208 FIFA-Mitgliedsverbände haben. Von diesen will Blatter ein halbes Jahr nach der Ernennung der WM-Gastgeber für eine vierte Amtszeit gewählt werden.

Schon in Johannesburg wurde offensichtlich Stimmung gemacht beim Tauziehen um die WM-Endturniere 2018 und 2022. Australien, das sich zunächst für beide Turniere beworben hatte, machte während der WM in Südafrika einen Rückzieher und bewirbt sich nur für 2022. Im Vertrauen war den Australiern, denen zwischenzeitlich die Bestechung von FIFA-Entscheider vorgeworfen wurde, wohl mitgeteilt worden, sie hätten für 2018 eh keine Chance. In acht Jahren, das scheint klar, ist nach Afrika und Südamerika (Brasilien) wieder Europa dran.

England vs. Russland

Für die Turniere 2018 und 2022 haben sich aus Europa England, Russland sowie die Partner Portugal/Spanien und Belgien/Niederlande beim Weltverband beworben, dazu die USA. Nur für 2022 stehen Japan, Südkorea, Australien und Katar in der Bewerberschlange.

Doch um den Zuschlag für 2018 kämpfen wohl nur zwei Schwergewichte: England und Russland. England war 1966 WM- und 1996 EM-Gastgeber, Russland hat noch nie ein großen Turniers veranstaltet. Randnotiz: In England und Russland finden die kommenden Olympischen Spiele statt.

Als Favorit gilt England. Das Mutterland des Fußballs hatte im Mai einen kleinen Skandal aufzuarbeiten - Verbandspräsident Lord David Triesman soll Mitbewerber der Manipulation verdächtigt haben. Der gute Mann trat zurück, in Johannesburg halfen dann unter anderem Kronprinz William und Bruder Harry mit, gut Wetter für England zu machen. Die russischen Bewerber boten ihrerseits den mittlerweile unvermeidlichen und allgegenwärtigen Roman Abramowitsch auf, der nach wie vor den Status eine Milliardärs genießt.

USA mit bislang höchstem Zuschauerschnitt

Nach Europa im Jahre 2018 wäre vier Jahre später ein Land außerhalb des Alten Kontinents dran. Blieben nur die USA, die 1994 einen bislang unangetasteten Zuschauerschnitt pro Spiel erreichten und mit einem Rekordumsatz locken, und vier Kandidaten aus Asien. Japan und Südkorea bewerben sich diesmal im Alleingang - waren aber gemeinsam erst 2002 WM-Gastgeber. Australien scheint, nicht zuletzt dank seines Rückzugs für 2018, gesetzt für 2022. Der australische Verband gehört seit vier Jahren zur asiatischen Konföderation.

Katar scheint überhaupt keine Chance zu haben. Das Emirat hat nur 1,6 Millionen Einwohner, und im Sommer herrschen dort 40 bis 45 Grad im Schatten. Doch die Kataris sind clever: Fünf Stadien wollen sie bauen, alle mit einer Art 'Klimaanlage', nach der WM sollen die Arenen zum Teil demontiert und in 'bedürftige' Länder weitergegeben werden. Und dann gibt es noch eine Aussage, die nicht unterschätzt werden sollte. Sie stammt von Joseph S. Blatter: 'Die Arabische Welt verdient eine Weltmeisterschaft.' (SID)

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Posting 1 bis 25 von 88
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laudatio
00
16.7.2010, 11:05
Eine WM in Englang waere schoen

Ein fussballverrücktes Land,dass die Stadien auch nach der WM gebrauchen wird.

Was will man mehr?

Und vielleicht klappt es wieder für England?

Kara Mustafa
 
10
12.7.2010, 20:38
Arabische Welt

Keine schlechte Idee. Aber doch bitte in einem Land, in dem auch wirklich a) in hinreichender Anzahl Menschen leben, die sich auch noch b) wirklich für Fußball interessieren.

Das hieße: Ägypten. Tausendmal besser als die Retortenwelt in Katar.
(Ich weiß, die gehören zum afrikanischen Verband und haben im Sommer kein Wetter zum Fußballspielen. Trotzdem.)

speckerl
00
12.7.2010, 13:28
Die USA locken mit Rekordumsatz.

Damit ist für die FIFA eigentlich schon alles entschieden. Katar könnte ja statt dessen eine Eishockeyweltmeisterschaft veranstalten.

Systemrelevante Ausländerin
00
11.7.2010, 13:43
überhaupt wäre eine reform

des prewm-spielplans notwendig. halbtote "stars" machen niemanden glücklich.

gensfleischs_erbe
01
11.7.2010, 16:46

Ich galub nicht, dass die Herrschaften ausgepowert waren. Die Spanier, Holländer, Deutschen und Urus waren doch recht fit. Die Spieler vom FCB und Inter haben die 3-fach-Belastung gut überstanden.

Ein Mahner
60
11.7.2010, 10:20
Die ganze WM gehört reformiert

man sollte sich ein Beispiel am Eishockey nehmen.
A-WM, B-WM, C-WM und so fort.
Jeweils maximal 24 Teams, mir Aufstiegs- und Abstiegsregelung. So kämen wesentlich mehr Länder als Gastgeber zum Zuge und den Vereinen wäre auch gedient, weil dann die unzähligen Qualifikationsspiele entfallen würden.

verteilerkreis
00
13.7.2010, 07:59
genaugenommen hat es auch bei dieser WM mehrere Leistungsgruppen gegeben:

Spanien und Brasilien haben A-WM gespielt, Brasilien ist dann in die B-Gruppe abgestiegen und Holland in die A-Gruppe aufgestiegen.

Georg G. Pichler
00
11.7.2010, 15:25

und wer genau soll sich dann C-WM Schlagerspiele a la "Österreich - Madagaskar" ansehen?

A-L-E-X
 
00
11.7.2010, 12:38
so ein Quatsch

sotho talker
 
01
11.7.2010, 12:19
die qualispiele

sind ja auch so eine art "b" wm :) mit dem unterschied eben nur auf lokale gegener zu stoßen...

Aknostiker
16
11.7.2010, 10:07
Ich habe immer mehr den Eindruck, dass Blatter Länder....

...bevorzugt, bei denen Korruption kein Fremdwort ist.

Kara Mustafa
 
00
13.7.2010, 10:31
Im Deutschen...

... wird "Korruption" immer ein Fremdwort bleiben, da es aus dem Lateinischen stammt. Haben wir ein Glück!

Agnostiker1
00
13.7.2010, 12:44
Typisch. Die Augen vor der Realität verschliessen und durch.

Ein Zustand wir nicht durch den Duden entschieden, sondern durch die normative Kraft des Faktischen.

azzaro1984
10
11.7.2010, 15:04
stimmt,....

wie österreich! wir schaffen es ja nicht einmal eine verlängerung eines bestehenden flughafens zu bauen, weil das ganze geld durch vetternwirtschaft und korruption versickert.... die südafrikaner haben stadien und flughäfen binnen einigen jahren gebaut und alles wurde fertig. ergo: afrika ist korrupt - schafft es aber alles fertig zu bauen - österreich ist korrupt - und eine blamage!

Agnostiker1
00
12.7.2010, 10:33
Dass Österreich ein Sonderfall ist, wird von der ganzen ...

...Welt akzeptiert - nur von Ihnen nicht. Ausserdem vergleichen Sie Apfel mit Birnen.

HEY Be ijar!
00
11.7.2010, 01:08
würde die arabische welt im falle dass sich israel qualifiziert auch akzeptieren?

Kara Mustafa
 
00
13.7.2010, 10:32
Libyen hatte..

...sich allen Ernstes für eine WM beworben, aber gleich dazugesagt, daß sie keinen Israeli in Land lassen würden.

Da ist wohl noch ein weiter Weg zurückzulegen bis zu einer "arabischen" WM.

azzaro1984
10
11.7.2010, 15:08
Inshallah :-)

Systemrelevante Ausländerin
12
11.7.2010, 00:24
türkei wäre

ein lässiger gastgeber ^^

pococabeza
01
11.7.2010, 00:40

warum eigentlich nicht!

oder türkei/griechenland gemeinsam. allerdings kostet die austragung eine menge geld...

Psychotic
00
11.7.2010, 10:12

dort ist es im Sommer viel zu heiß
dann haben Beckham, der dann immer noch spielt,wieder eine ausrede parat fürs vorzeitige Ausscheiden

Raphael Hythlodeus
00
11.7.2010, 13:27
schwachsinn, heißer als in den meisten brasilianischen austragungsorten ist es dort auch nicht.

berti russell
00
11.7.2010, 16:10

südhalbkugel -> winter; ok, äquatornähe ist anders.

Captain Smoker
00
11.7.2010, 00:05
Wohin das wohl führen wird?

Warum sollte man immer öfter die WM an Länder geben in denen es kein echtes Interesse an Fußball gibt und auch die Fans aus anderen Ländern nur schwer und teuer anreisen können?

2022: Australien
2026: Katar
2030: Alaska (ich weiß, ist kein Land)
2034: Grönland
2038: Nordkorea
2042: Österreich

Kara Mustafa
 
00
12.7.2010, 20:32
In Österreich

interessiert man sich wenigstens für Fußball und hat sogar schon einige Male an Weltmeisterschaften teilgenommen. Zusammen mit ein paar Nachbarn (z.B. Tschechien & Ungarn) könnte man wahrscheinlich wirklich eine WM organisieren. Genauso wie Olympische Sommerspiele in Wien.

Aber die Antwort auf Ihre "warum?"-Frage: warum wohl. Wegen Geld natürlich. Um "neue Märkte" für die Ware Fußball zu erschließen.

Deswegen nicht Grönland und Alaska, sondern:

* USA (obwohl wir dort neulich erst waren)
* Japan (dito)
* China,
* Irgendwas in der Golfregion (z.B. Saudi-Arabien).

Traurig.

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