Agentenaustausch

Spione gaben eidesstattliche Erklärung ab

09. Juli 2010 18:57
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    Von Medienvertretern abgeschirmt fand der Agentenaustausch zwischen einer russischen Regierungsmaschine und einem amerikanischen Charterflugzeug statt.

Agenten mussten Austausch auf freiwilliger Basis bestätigen - US-russischer Gefangenentausch vollzogen

Wien - Auf dem Wiener Flughafen ging am Freitag der größte Agentenaustausch zwischen den USA und Russland seit dem Kalten Krieg über die Bühne. Nach 75 Minuten war der Deal - zehn russische Spione gegen vier aus den USA - vorüber und die Flugzeuge wieder in der Luft.

Für den Austausch auf neutralem österreichischem Boden hatte der heimische Staatsschutz strenge Regeln vorgegeben: Alle Agenten mussten eidesstattliche Erklärungen abgeben, dass sie freiwillig mitmachten. Den Begleitern wurde verboten, die Spione in Handschellen als Gefangene nach Wien zu bringen. Waffen mussten an Bord der jeweiligen Maschinen gelassen werden. In Wien gab es vorerst keine offizielle Erklärung zu der Aktion. Washington und Moskau bestätigten hingegen bereits den Agentenaustausch.

*****

"Kein Kommentar, ich will keine Menschenleben gefährden", sagte Innenministerin Maria Fekter (VP) Freitagmittag. Der Zufall wollte es, dass sie just, als auf dem Wiener Flughafen der größte Agentenaustausch zwischen Russland und den USA seit dem Kalten Krieg stattfand, im Herzen der "Hauptstadt der Spione" eine Pressekonferenz zur Kriminalitätsentwicklung gab.

Die kleine russische Regierungsmaschine landete gegen 11.15 Uhr, kurz danach eine Boeing der Charterfluglinie Vision Airlines, beide wurden am Ende des noch in Bau befindlichen Skylink geparkt. Dann ging alles sehr schnell. Behörden und Flughafen lieferten sich ein Katz- und Mausspiel mit den zahlreich angereisten Medienvertretern. Während Journalisten, Fotografen und Kameramänner am Zaun des General Aviation Center auf günstige Fotogelegenheiten und nähere Informationen warteten, wurden am anderen Ende des Flughafens Personen aus dem Flugzeug geschleust und danach sofort mit einem schwarzen Van zu der jeweils anderen Maschine gebracht. Der Deal: zehn jüngst in den USA festgenommene russische Spione gegen den russischen Atomwissenschaftler Igor Sutjagin und drei russische Doppelagenten. Sutjagin soll schon am Donnerstag in Wien angekommen sein.

Rein praktisch war der Agentenaustausch keine große Sache. Die Spione kamen als Transitpassagiere, ihre Pässe wurden überprüft, dann wechselten sie die Flugzeuge und flogen als ganz normale Passagiere weiter. Doch für das heimische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) war es eine der größten bisherigen Herausforderungen. Bei den fieberhaften Verhandlungen für den kurzfristig angesetzten diplomatischen Coup machten die Staatsschützer strenge Vorgaben: die Spione mussten eidesstattliche Erklärungen abgeben, dass sie freiwillig und ohne Zwang umsteigen. Die jeweiligen Begleiter mussten versichern, dass die Passagiere keine Gefangene seien. Wäre jemand in Handschellen ausgestiegen, hätte die Polizei einschreiten müssen. Und: Etwaige Schusswaffen mussten die Begleiter an Bord des jeweiligen Flugzeuges lassen. Nach 75 Minuten war der Spuk vorbei, beide Flugzeuge starteten wieder in den klaren, blauen Himmel.

Offiziell war von Innen- und Außenministerium nur zu erfahren, dass es Landungen und Starts von Flugzeugen aus den USA und aus Russland gegeben habe. Wie viele Passagiere umgestiegen seien, falle unter Datenschutz. Die USA hingegen bestätigten laut New York Times schon eine halbe Stunde nach Start der US-Maschine den erfolgreichen Austausch.

Auch die heimischen Staatsschützer sind - natürlich nur inoffiziell - stolz auf den kurzen, reibungslosen Verlauf. Österreich habe wieder einmal beweisen, "dass es im Verhältnis der Weltmächte eine wichtige Vertrauensrolle spielt", zeigte sich ein Fahnder sichtlich erleichtert. (Von Stefan Binder und Michael Simoner/DER STANDARD, Printausgabe, 10.7.2010)

 

Kommentar posten
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Petar K
23.07.2010 04:39
Sind die Spione, die im neutralen Österreich tätig sind auch ausgetauscht worden ?

Kamper, Szatko, Mulla-Khalil, Jugovic (falscher Name), Traun, Antonov, Hübner, Litassy, Prinzhorn und wie auch all diese Spione auch heißen mögen, die in Wien tätig sind, sind die auch alle ausgetauscht worden ?

Al Bundy
11.07.2010 10:43
eidesstattliche erklärung von leuten abgegebe,

die mit lügen geld verdienen.

net schlecht

Nathaniel Winerib
10.07.2010 15:30
Ausgerechnet ...

"Kein Kommentar, ich will keine Menschenleben gefährden", sagte Innenministerin Maria Fekter (VP) Freitagmittag.

Karl Buschina
10.07.2010 14:05
Saure Gurken und spektakulär-geheimer Austausch.,.

nur ein Bilderberger
10.07.2010 13:38
ich werde die welt beherrschen dachte sich der kleine bilder.berger...

http://derstandard.at/123723017... -berichtet

Machine Gun
10.07.2010 13:37
was die biilderbeerger?

ho'tel de b#ilderberg!

http://www.derstandard.at/123723017... -berichtet

Machine Gun
10.07.2010 13:34
elitärer MachtBund! DerStandard.at berichtete

die Bilderberger!

http://derstandard.at/123723017... -berichtet

Herr Potoschnigg
10.07.2010 13:27

frage mich, was es anno 2010 noch viel zu spionieren gibt. jedes noch so geheimgehaltenes militärisches oder politisches wissen gibts auf mausklick bequem auf den bildschirm.

beide länder sind ausschliesslich vom islamterrorismus bedroht. die täter befinden sich idr im eigenen land. würde mehr sinn machen, paar leute, die arabisch sprechen anzustellen, anstatt 00sex und konsortinnen auf regimentskosten in der weltgeschichte herumzuschicken.

wohl eher eine sommer-spass-aktion.

Machine Gun
10.07.2010 13:22
wer sind die "PictureMountains"?

http://derstandard.at/123723017... -berichtet

Machine Gun
10.07.2010 13:09
elitäre geheime Gruppe! die bilderberger! der standard.at - berichtete

http://derstandard.at/123723017... -berichtet

Machine Gun
10.07.2010 13:01
tante kommunismus
10.07.2010 12:24
österreich kommt endlich zu seinem verdienten ansehen!

sogar die süddeutsche berichtete!

tante kommunismus
10.07.2010 13:06
lol

:P

Machine Gun
10.07.2010 13:10
lach nur...

ich bin der liebe onkel stalin und lenin in einer person jetzt im alter von 23 jahren...

warte ab welch' form die eu noch unter meinem kommando annehmen wird... *G*

tante kommunismus
10.07.2010 16:55
du verwechselst kapitalismus

mit was anderem unschönen (marxismus-leninismus & realer sozialismus).

Nachtsonne
10.07.2010 12:10
Freiwilligkeit eidesstattlich

Schaut ein bißchen so aus dass unter Zwang gehandelt haben.
Wenn die Erklärung falsch wäre, dann auch der angestiftet hat solche Erklärung abzugeben, ist auch dabei.

Frank Lymm
10.07.2010 11:32
Fekter

will kein kommentar abgeben, da sie keine menschenleben gefährden will ??!

SIE GEFÄHRDET JEDEN TAG MENSCHENLEBEN !!!

Nicholas Blarney
 
10.07.2010 15:25
Aha...

...wessen Leben hat Frau Fekter zum Beispiel gefährdet?

Machine Gun
10.07.2010 13:18

aber nur die, die sie opfern will...

den nordischen runen-germanen-lichtwesen...

fauler willi
10.07.2010 11:06

wäre das nicht eine interessante tourismusnische? (mit umwegrentabilität: Journalisten, Zuschauertribüne--> bauwirtschaft, etc etc ) wir machen doch sonst hierzulande alles damit zb wien als riesiger sissyfreizeitpark mutiert...

travelmike
10.07.2010 10:04
Saubere Arbeit

von Innen- und Außenministerium. Die Regierung macht sich immer besser.
Respekt!

olive.info
10.07.2010 11:30
zumindest zwei ...

erkannten die Ironie so nicht, sind aber klar gegen solche Machenschaften?

berni berni1
10.07.2010 09:51
In spätestens 4 Tagen

sind die Russen tot und die Amerikaner arbeiten auf einer Wetterstation in Alaska.

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