Über den Orange River

Martin Obermayr, 9. Juli 2010, 16:11
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    Der Orange River liegt fast genau auf halbem Weg zwischen Kapstadt und Johannesburg.

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    Angeline arbeitet für die Straßenmeisterei und hat die Aufgabe, mit ihrer roten Fahne herankommende Autos zu warnen.

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    Auf der N1 sind einige kilometerlange Baustellen, wo man gleich einmal 10 Minuten den Motor abstellen kann. 

Großreisetag zum WM-Finale nach Johannesburg. 1500 Kilometer in zwei Tagen

Kurz nach Halbzeit am Weg von Kapstadt nach Johannesburg beginnt die Provinz Free State, die Grenze bildet der Orange River. Da wir im Auto kein Internet haben - am Steuer sitzt jetzt Reisebegleiter Rene - spekulieren wir einfach einmal, woher der Fluss seinen Namen hat. Rein farblich hebt er sich nicht von anderen Fließgewässern ab, aber vielleicht ist er auch in seinem Quellgebiet noch stärker sedimentiert, was ihn Orange erscheinen lässt. Die Benennung könnte auch daher stammen, dass dieses Gebiet früher Oranje Vrystaat geheißen hat und bis heute als Hochburg der burischen Nachkommenschaft in Südafrika gilt. 

Auch jetzt sind die Holländer gerade wieder recht stark vertreten auf der Überlandstraße N1, die sich auf knapp 1500 Kilometer immer höher hinauf, durch das Hochplateau der Karoo über den Free State mit der Hauptstadt Mangaung/Bloemfontein bis nach Johannesburg zieht. 

Gestern haben wir in Beaufort West übernachtet, der einzigen wirklichen Karoo-Stadt - je 500 km von Cape Town und Bloemfontein entfernt. In zwei Guesthouses waren alle Zimmer gebucht, erst im Oasis Hotel (für billige 350 Rand, also 35 Euro, im Doppelzimmer) wurden wir fündig. Abends sind wir die "Autobahn", an der sich in Beaufort West alles abspielt, entlang spaziert. Vorbei an der New Dutch Reform Church bis ins einzige vernünftige Restaurant "Ya Olde Thatch" ("Das alte Reetdach"). Dort haben sich rund 15 Holländer bei Bier und Spare Rips schon auf das Finale eingestimmt. 

In den zwei Stunden herrschte ein stetes Kommen und Gehen von Gästen, die allesamt aus den Niederlanden kamen. Stolz wurden die Finaltickets hergezeigt. Eine Partie war sogar mit einem alten, orange lackierten Doppeldeckerbus unterwegs. 

Heute allerdings haben wir das bunte Fan-Gefährt schon kurz vor Hanover (250 Kilometer von Beaufort West) am Pannenstreifen stehen gesehen. Einer der Freaks ist verdächtig unter dem Bus gelegen. Zum Glück war gleich gegenüber eine Tankstelle. Was auf der N1 nicht so eine Selbstverständlichkeit ist, weil auch einmal 100 km keine Tanke sein kann. Ob's der Bus noch über den Orange River geschafft hat? Ein bisschen Zeit ist ja noch bis zum Anpfiff. Wir sind jetzt in Bloemfontein und nur noch gut 400 Kilometer vom Ziel in Soweto entfernt.

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10 Postings
rank7
01
10.7.2010, 17:09
was mich interessiert:

was für ein Signal wäre das eigentlich für Südafrika, wenn ausgerechnet da die Oranjes Weltmeister werden würden?
also jetzt nicht pathetisch interpretiert, das kann ich ja selber, sondern wie würde man das tatsächlich empfinden im Land.

Araquin
00
11.7.2010, 00:02

Genau, sowas würde mich auch interessieren.

Wo die Niederländer ja seit Jahrzehnten in Sachen SA Kindesweglegung zu betreiben versuchen, auch wenn SA inklusive Apartheid (indirekt) ein Kind ihres eigenen engstirnigen Calvinismus war.

Harry026
00
10.7.2010, 16:55
orange

Wieviel holland fans werden beim
finale erwartet ?

Raphael Hythlodeus
01
10.7.2010, 11:27
"die benennung könnte auch daher stammen"

nona stammt der name von wilhelm von oranien ab. das gschichtel mit der "farbe des flusses" ist ja so weit hergeholt, das glaubt der schreiberling ja wohl selber nicht.

Te Ata
20
11.7.2010, 00:47

Was dieser Blogger schreibt, ist in der Tat fast unpackbar in seiner grenzenlosen Ignoranz. Nicht zu wissen, dass der Fluss "Oranje" heisst..!!! Und warum!!!

Der hat absolut keinen Schimmer von Südafrika.

Dass sich sowas öffentlich betätigen darf und auch noch dafür bezahlt wird, ist eigentlich ein Skandal.

Klooftwoone
00
13.7.2010, 15:02
unpackbar sind Menschen wie Du...

...die einen Horizont bis zum Notebockbildschirm haben. Google wenns Dich wirklich interessiert.

Araquin
31
10.7.2010, 00:07

Die Mehrheit der Südafrikaner spricht als Muttersprache entweder Xhosa, Zulu (und noch etliche andere Sprachen), die Mehrheit der Weißen spricht Afrikaans.

In Ihrem Blog könnte man glauben, das ist ein rein englischsprachiges Land. Schreiben Sie lieber Kapstadt, denn Cape Town - soll wohl kosmopolitisch klingen - ist falsch - in der Stadt sprechen sie mehr Afrikaans als Englisch.

Einfach ein oberflächlicher, nichtssagender Blog, geschrieben von einem Ungebildeten.

Und: Es heißt "Niederländer". Holland ist nur eine Provinz in den Niederlanden.

rank7
00
10.7.2010, 19:12

also Ihr Posting wirkt eindeutig so, als hätten Sie ein persönliches Problem mit dem Blogger oder der Existenz dieses Blogs. das ist schon ziemlich unangenehm, damit als unbeteiligter Leser konfrontiert zu werden.
Dass Cape Town/Kapstadt eine ganz eigene Stellung einnimmt in Südafrika, dort z. B. die einstige Rassentrennung nach wie vor das Stadtbild bestimmt oder auch der ANC nur eine untergeordnete Rolle spielt, kann man ja jederzeit bei Wiki nachlesen, so what?

Araquin
00
10.7.2010, 22:41

Wenn's so wirkt, dann ist das ein bedauerlich falscher Eindruck, den ich nicht vermitteln wollte. Mir ist egal, wer das schreibt.

Mich ärgert, daß er eine ganze Kultur einfach verschweigt. Das ist schlicht hundsmiserables Handwerk.

Ob man diese Kultur nun mag oder nicht, die Buren sind da und haben Südafrika enorm geprägt. Waren eh nur 150 Jahre vor den Engländern da. Auch lange vor den Bantus.

So oberflächlich darf man in dem Beruf ein Land einfach nicht beschreiben.

rank7
00
10.7.2010, 23:45

ok, dann bitte ich um Entschuldigung!

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