Auto und Umwelt 1985 (Serie, Teil 3)

9. Juli 2010, 17:00
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    foto: apa

    Der Horror der 1980er-Jahre: kahle Bäume, hervorgerufen durch schwefelhältige Industrieabgase.

1980er-Jahre: Die Bäume verlieren Blätter und Nadeln - Der Katalysator kommt - Österreich, Schweiz und Schweden führen die US-Abgasnorm ein

In "Österreichs Magazin für Technik und Sport", der Autorevue, war im Februar 1985 Folgendes zu lesen: "Wir Österreicher haben es leichter als unsere deutschen Nachbarn, die sich mit den Verbündeten der Europäischen Gemeinschaft rumschlagen müssen, die - wie etwa Frankreich und England - eine ziemlich engstirnige und egoistische Haltung einnehmen, was die Verbesserung der Umweltsituation anbelangt. Einerseits, weil man sich vom Waldsterben kaum bedroht fühlt, und andererseits, weil man für die finanziell angeschlagene Autoindustrie durch die Kosten der Katalysatortechnologie eine zusätzliche Gefahr sieht."

Die Lage schien bedrohlich: Vor allem die Bäume verloren schipplweise ihre Blätter und Nadeln, verursacht allerdings überwiegend durch schwefelhältige Industrieabgase. Trotzdem wurde dies zum Anlass genommen, den in den USA bewährten Dreiwegkatalysator für Autos zu übernehmen.

Österreich, Schweiz und Schweden gingen voraus und führten stufenweise die strenge US-Abgasnorm ein. Die Autoindustrie und die Autofahrerclubs wehrten sich vehement (ARBÖ und ÖAMTC versuchten mit lächerlichen Flottentests amerikanischer Autos die Fehleranfälligkeit der Kats zu beweisen). Gleichzeitig reagierte die Autoindustrie aber blitzschnell und war selbst für die winzigen Märkte Schweiz, Österreich und Schweden in der Lage, praktisch über Nacht jede Menge Modelle mit Kat anzubieten. Das Geschäft lief dabei glänzend: Die Autos wurden um zehn Prozent teurer, und man verkaufte so viele wie nie zuvor. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/09.07.2010)

  • Gefährliche Elektroautos [136]

    Elektrische Spannungen und Ströme, aber auch die Elektromotoren selber bergen hohe Risiken

  • Konflikt Fahrrad versus Auto [268]

    Die Trennung von Rad- und Autoverkehr funktioniert nicht wirklich. Radwege mögen das richtige Symbol sein, aber nicht immer die richtige Lösung

  • Vom autonomen Autofahren [42]

    Autofahren ist vor allem in Ballungsräumen nicht mehr lustig und um das erste verdiente Geld auszugeben gibt es genügend Alternativen zum Auto

  • Start-Stopp: Es gibt längst Besseres [86]

    Die Zukunft gehört Systemen mit Starter-Generator, der unauffällig zwischen Stillstand, Elektro- und Verbrennungsmotorbetrieb wechselt

  • Verkehr in Megacitys [3]

    Die Autoindustrie liefert Konzepte für den Autoverkehr in künftigen Megacitys und denkt über besonders kleine und smarte Fahrzeuge nach

  • Zugfahren als Schnäppchenjagd [185]

    Die Bahn hält Neukunden konsequent fern. Alternativen sind die neue Westbahn - oder der private PKW

  • Radfahren: Fit, aber tot? [256]

    Je mehr Radfahrer sich auf den Straßen tummeln, umso mehr Unfälle gibt es auch

  • Autosalon als Spiegelbild [3]

    Die heurige Automobilausstellung in Frankfurt kehrt auf den ersten Blick wieder ziemlich auf den Boden der Tatsachen zurück

  • Das Auto braucht Straßen [86]

    Das Auto braucht eine Infrastruktur, nämlich Straßen, und die schenken uns die Autohersteller nicht dazu

  • Autofahren mit Biogas [39]

    Biogas wird im Wesentlichen aus landwirtschaftlichen "Abfällen" hergestellt, tritt also nicht in unmittelbare Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion

  • Pendlerpauschale ade? [379]

    Eine hohe Mobilität von Arbeitskräften ist eine Grundlage unseres Wirtschaftslebens. Die CO2-Diskussion betrifft vor allem auch die Pendler

  • Mit den Waffen der Gegner [99]

    Gijs Mom macht sich schon lange Gedanken, warum der Elektromotor vor 100 Jahren den Wettlauf mit dem Verbrennungsmotor verlor

  • Abgas-Erregungsakrobatik [19]

    Bis heute spielen die kompromisslosen Autoverteidiger eine lautstark polternde, aber ziemlich nutzlose Rolle

  • Feinstaubalarm beim Ottomotor [81]

    Die Regelung Euro 5 sieht eine Begrenzung der Partikelmasse vor. Aber nur mit der Partikelmenge lässt sich der Feinstaubanteil erfassen

  • Feindbild Automobil (III) [20]

    Die Existenz zu vieler Autos wird zwar beklagt, als Jobmoter sind Autofabriken aber nach wie vor gerne gesehen

  • Feindbild Automobil (II) [103]

    Fahrrad- und Automobilfahrer waren einst Freunde. Die Freundschaft hatte ein Ende, als das Auto dem Rad davonfuhr

  • Feindbild Automobil (I) [71]

    Das Auto hatte es Anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen

  • Porsche-Preis fürs Lichtsparen [21]

    Der Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien geht dieses Jahr an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning)

  • Gasgeben wörtlich genommen [12]

    Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas

  • Gummi braucht Straße

    Die Hoffnung der Autobranche lautet, in den derzeit noch weniger entwickelten Ländern im Laufe der Zeit auf über 500 wie bei uns aufschließen wird

  • Elektromotor rettet Verbrennungsmotor [41]

    Das diesjährige Wiener Motorensymposium prophezeite revolutionäre Zeiten im Automobilbau

  • Flexibler Motorenpapst [43]

    Es werden nur jene technischen Lösungen kommen, für deren Erforschung und Umsetzung in die Praxis sehr viel Geld ausgegeben wird

  • Auf ins Energiesparadies [8]

    Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt im letzten Drittel des Erdölzeitalters - und auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger

  • Mit dem Rotstift durch die Verbrauchstabelle [60]

    Mercedes senkt mit Akribie den CO2-Ausstoß seiner E-Klasse, jedenfalls auf dem Papier

  • Automatik ohne Mehrverbrauch [197]

    Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

Zophopas
00
13.7.2010, 16:28
Schon schlimm, wie schnell Dinge vergessen werden

z.B. wer sich mit lautem Paukenschlag gegen die Veränderungen gewehrt hat, und wie langsam die Entwicklungen voran gehen. Das Autos Energie verbrauchen und die Luft verpesten, das weiß man schon so lange und trotzdem kommen jetzt erst langsam die Alternativantriebe in die Gänge. Aber ist ja kein Wunder, es wurde auch jahrelang für Bleibenzin lobbiert, obwol die Giftigkeit von Blei ausreichend bekannt war

Free El pulpo Paul
30
11.7.2010, 15:42
Auto und Umwelt

das ist wie Teufel und Weihwasser.

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
00
11.7.2010, 23:14
Auto ist kein Gegenstand

sondern die unvollkommene Verkörperung der Vision der Teleportation.

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