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vergrößern 500x343Andres Iniesta lässt Piotr Trochowski, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger aussteigen.
vergrößern 500x345Spaniens Teamchef Vicente del Bosque: Ein Fels in der Brandung.
Durban - Nimmermüde ließ Spaniens Mittelfeld-Traumpaar Xavi und Andres Iniesta den Ball durch die eigenen Reihen gehen. 'Tiqui-Taca', 'Taca-Tiqui'. Deutschlands Jungstars liefen hinterdrein. Gnadenlos wirbelte der iberische Brummkreisel den Traum vom vierten Stern durcheinander. Die Deutschen standen neben sich, die Europameister nach einem hochverdienten 1:0 (0:0) im WM-Finale. Sogar der so zurückhaltende spanische Teamchef Vicente Del Bosques geriet nach der Vorstellung seiner Mannschaft ins Schwärmen: 'Wir streben nach dem besten Fußball: Den Ball erobern, den Ball kontrollieren, möglichst 90 Minuten lang. Meine Spieler haben diesen Job in beeindruckender Art und Weise erledigt."
"Wir haben großartig gespielt"
"Das war ein Triumph des schönen Fußballs. Wir haben großartig gespielt und die Partie jederzeit kontrolliert', sagte Iniesta und zeigte sich vom matten Auftreten der zuvor in aller Welt gefeierten deutschen Mittelfeldreihe überrascht: "Es war nicht zu erwarten, dass sie sich so defensiv präsentieren werden. Sie hatten regelrecht Angst davor, uns zu viel Platz zu lassen. Das hat uns sehr geholfen."
Waren Schweinsteiger und Özil gegen England (4:1) sowie gegen Argentinien (4:0) noch Herz, Seele, Lunge und Hirn des deutschen Spiels, waren sie gegen die Spanier schlichtweg überfordert. Offensiv ohne Ideen, aber immer wieder mit langen, hohen Pässen in die Spitze. Zuweilen schien der Ball schon in der Luft nach Hilfe zu rufen. Defensiv einfach zu langsam - mit den Füßen und auch geistig.
"Im Mittelfeld nicht kompakt genug"
"In einem Spiel gegen die beste Mannschaft der Welt muss man taktisch gut stehen. Das haben wir nicht gemacht. Wir waren im Mittelfeld einfach nicht kompakt genug", klagte Schweinsteiger, der zwar kämpfte, aber nur wenig Unterstützung von seinen Nebenleuten erhielt. Özil war nur ein Schatten seiner selbst, Sami Khedira nicht mal das. Piotr Trochowski ersetzte den gesperrten Thomas Müller allenfalls physisch und Lukas Podolski schien das Trikot des 1. FC Köln zu tragen.
Xavi und Iniesta konnten perfekt aufeinander abgestimmt den Rhythmus vorgeben. Die auch in der Spieleröffnung starken Abräumer Xabi Alonso und Sergio Busquets hielten ihnen den Rücken frei. Am Flügel glänzte auch noch der überraschend für Fernando Torres in die Startelf gerückte Pedro. Spanien zauberte, Deutschland zauderte. Carles Puyol köpfte die Seleccion schließlich zum Sieg (73.).
Stummer Held
Doch ausgerechnet der umjubelte Schütze des goldenen Tores zum 1:0 schüttelte nach dem Schlusspfiff schnell alle Gratulanten ab, befreite sich aus einer riesigen Jubel-Traube und verschwand ein paar Schulterklopfer später mit entschlossenem Blick in den Katakomben des Moses-Mabhida-Stadions. Die Botschaft des Leitwolfes war eindeutig: Das war noch nicht das Ende.
"Nach allem, was er für die Nationalelf geleistet hat, hat Carles dieses Tor besonders verdient", sagte Verteidiger-Kollege Joan Capdevila. Und Spaniens Medien überschlugen sich am Donnerstag in Lobeshymnen für einen der wenigen Fußball-Arbeiter im technisch versierten Star-Ensemble. "'El tiburon' (der Hai) hat seinen Platz in der Geschichte des spanischen Fußballs sicher", würdigte das Fachblatt "Marca" den Innenverteidiger.
Puyol verkörpert wie kein anderer in der Seleccion den unermüdlichen und unbeugsamen Rackerer. Diese Eigenschaften ebneten dem schon als Nachwuchs-Spieler technisch limitierten Katalanen den Weg von seinem Heimatverein Pobla de Segur in Barcelonas berühmte Jugendakademie La Masia. "Ich habe noch nie jemand mit so einem Ehrgeiz gesehen", begründete der damalige Schulleiter Oriol Tort seine Aufnahme.
Seit 15 Jahren spielt Puyol nun für den katalanischen Kult-Klub. Von einem der am schlechtesten bezahlten Profis stieg er längst in die Liga der Großverdiener auf. Und obwohl der Verteidiger mit der zotteligen Wuschelfrisur bereits 32 Jahre alt ist, verlängerte der Verein seinen Vertrag bis 2013.
Xavi rechnet mit dem Pokal
"Wir haben das Spiel fast über 90 Minuten kontrolliert. Jetzt werden wir das Finale genießen und den Pokal mit nach Hause nehmen", meinte Xavi. Auch Iniesta blickte optimistisch auf das Endspiel am kommenden Sonntag in Johannesburg gegen die Niederlande: "Da rufen wir unsere letzten Reserven ab, um uns unseren ganz großen Traum zu erfüllen."
Für die Deutschen endete die WM hingegen wie schon die EM vor zwei Jahren mit einem chirurgischen Eingriff à la espagnol . Schon im Finale der EURO hatte Xavi als Passgeber für das entscheidende 1:0 von Fernando Torres geglänzt. Auch am Mittwoch war es der Spielmacher des FC Barcelona, der den Ball millimetergenau auf Puyols Schädel zirkelte. "Ich bin ein Fußballromatiker. Ich liebe das schöne und offensive Spiel. Wenn man auf diese Art und Weise gewinnt, ist die Freude am Ende umso größer", sagte der Regisseur. Für Sonntag steht ein weiteres Happy End in seinem Drehbuch. (sid/APA/red)
Europameister Spanien dominierte Halbfinale gegen Deutschland - Kopfball-Tor von Puyol entschied zu Gunsten der Iberer, die erstmals in einem WM-Finale stehen
Heute begegnen einander die Wiener EM-Finalisten, der Europameister geht mit Respekt ins Treffen mit dem Vize
Mittelfeld-Spieler und möglicher Torres-Ersatz angeschlagen
.....werden NIE die Gelegenheit haben, eine tolle EM oder WM zu spielen und NIE dort in Verlegenheit zu kommen, Probleme zu kriegen, wenn sie mal nicht in Führung gehen bzw. der Gegner sich nicht auskontern läßt und NIE dort gegen solche Mannschaften a la Arg/Eng spielen und Hinten dicht stehen
Deutschland war gut, sehr gut so gar, so gut fast sogar, dass ich ihnen den titel zugetraut hätte.
ich halte nichts vom deutschen fußball, aber ich muß zugestehen, sie haben mich in einzelnen spielen eines besseren belehrt. zum teil sogar richtig atraktiv, was die so gespielt haben. muß kich glatt von meinen vorurteilen lösen.
spanien ist besser, so gut sogar, dass sie den deutschen die schneit abgekauft haben und die dann den bällen meist hinterher gelaufen sind. Es war nicht die schwäche der deutschen, die stärke der spanier limitierte das deutsche spiel.
ich halt ja immer zu holland, schon des alten ernstls wegen, aber da wird wohl nicht viel zu holen sein. ernstl ach oba, damit deine enkel a amol wöldmaster wern.
teils war es reine Liebe zum, teils Mitleid mit unserem Nachbarland.
Man wollte das frühe Ausscheiden, um nicht mitansehen zu müssen, wie die junge Mannschaft in der Spätphase einer Weltklassemannschaft wie Spanien oder Brasilien zum Fraß vorgeworfen wird.
Ein Untergang mit fliegenden Fahnen gegen Argentinien oder England hätte Spielern und Betreuerstab die nun erlittene Demontage durch die Spanier erspart, was der kollektiven Seele Deutschlands besser getan hätte. Nun bleibt eine Realität in Erinnerung und nicht das hübsche Zerrbild, das man sich auszumalen begonnen hatte.
unter den vier besten gelandet ist.
Realität ist auch, dass Brasilien derzeit eher keine Weltklassemannschaft ist, sondern zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale rausgeflogen ist.
Realität ist weiterhin, dass es eben in Deinem Land Leute wie Dich gibt, die dem deutschen Team nicht mal den Dreck unter dem Fingernagel gönnen würden.
brasilien hat gegen holland eine unglückliche niederlage kassiert. das kann passieren, zumindest alle 36 jahre mal.
trotzdem gewinnen sie gegen die deutschen in 10 partien 9 mal - die statistik ist leider eine sehr bittere für deutschland.
und bald werden sie auch wieder die nr. 1 der weltrangliste sein, falls sie jetzt wie zu erwarten von spanien abgelöst werden.
man hat ein weiteres Mal bewiesen, daß man zur absoluten Weltspitze der Fußballnationen zählt und die Arbeit im nationalen Fußballverband funktioniert und zeitgerecht ist...
Ob 1., 2. oder 3. ist oft auch vom Glück und dem evtl. Vorhandensein eines Ausnahmeteams abhängig - auch Spanien wird einmal wieder andere Zeiten erleben, obwohl sie sich bei den Topnationen etablieren werden!
Daß dies nicht selbstverständlich ist, zeigen Italien und Frankreich ...aber die sind halt sympathisch, gell!?!
bedingt sympathisch.
aber ich geb schon zu, daß meine fußballerischen vorlieben relativ ident sind mit meinen bevorzugten urlaubsländern spanien, frankreich und italien und dementsprechend guten erfahrungen und bekanntschaften, die ich dort gemacht habe :)
Auf einmal ist bei den Deutschen jetzt Spanien wieder die weltbeste Mannschaft. Nach dem Viertelfinale gegen Paraguay hat Kloppo bei RTL so getan als wäre ein klarer Sieg Deutschlands über Spanien kein Problem. Dschingis Kahn hat als Experte beim ZDF am Dienstag nur über ein Finale Deutschland - Holland fantasiert, ein Sieg Deutschlands über die angeblich so schwachen Spanier am nächsten Tag wurde als selbstverständlich unterstellt. Der Überheblichkeit der Deutschen folgte verdientermaßen die Strafe auf dem Fuße. Wenigstens hat Frau Müller-Hohenstein jetzt genügend Zeit zum Feiern von Reichsparteitagen.
Dagegen ist nichts einzuwenden:
http://www.stahlbad.de/pages/
Sicher gesund und erholsam nach Wochen des WM-Streesses!
Schau dir das Endspiel an und gut ists - danach kannst du dich um die tolle Ö-BuLi, die Dosen, Schneckerl Prohaska und Raunzer Pacult kümmern und brauchst dich nicht über die D´s samt Public Viewing aufregen...
Jeden Tag tauchen hier wieder 100 neue Mauler auf lutschen die abgestandene Soße aufs neue durch...
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