SPANIEN:
"Marca": "Wir sind schon im Finale! La Roja setzte seine Unterschrift unter eine unvergessliche Partie. Spanien erreichte das Finale der WM in Südafrika in einer der besten Partien in seiner ganzen Geschichte. Es bleibt zu hoffen, dass die beste Partie noch kommt. Und zwar am kommenden Sonntag."
"AS" titelte: "Visca Espana!", wobei "Visca" der katalanische Ausdruck für "Viva!", also "es lebe" ist. Eine Anspielung auf den aus Katalonien stammenden Torschützen Carles Puyol.
Weiter hieß es: "Die Sensation der WM. Spanien hievt sich in das Finale mit einem vortrefflichen Fußball. Puyol erzielte das Tor zum Triumph. Jetzt erwartet uns die Herrlichkeit. (...) Wir haben es geschafft! Wir haben es geschafft... ! Und so wird es auf ewig weitergeschrieben, als wäre es eine Strafe, dabei handelt es sich um einen Segen, der niemals vergessen sein wird. Weil wir sind Finalisten bei einer WM, und zwar wir alle. Die Helden von dort und die Zeugen hier. "
"El Mundo": "Ein bemerkenswerter Finalist. Das Team von Vicente del Bosque erreicht das erste Finale von Spanien bei einer Fußball-WM mit seinem besten Fußball bei diesem Turnier. Das deutsche Team wurde ausgetanzt."
"El Pais": "Spanien erreicht sein erstes WM-Finale. Episch und sehr kunstvoll. Wenn Fußball ein Reservoir an Gefühlen ist, ist Spanien eine Riesenfreude. In ihrem Match gegen das furchterregende und blendende Deutschland hatte die Mannschaft alles. Sie war erhaben in ihrem Spiel und sie konnte sich einen Ruck geben, als es notwendig war. Sie beherrschte eine Mannschaft, die unerreichbar schien, wegen seiner Gegenwart und seiner heraldischen Vergangenheit."
"ABC": "Es ist kein Traum: Spanien steht im Finale."
DEUTSCHLAND:
"Abendzeitung": "Das Ende eines großen Traums. Deutschland scheitert im WM-Halbfinale an Spanien. Ein Kopfballtor von Puyol entscheidet die Partie."
"Bild": "Aus der Traum! Aus! Schluss! Vorbei! Deutschland verliert im Halbfinale die Abwehrschlacht gegen Spanien mit 0:1. Wieder diese Spanier! Schon 2008 gab es im EM-Finale ein 0:1. Kopf hoch, Jungs! Dann holen wir uns den WM-Pokal eben in vier Jahren."
"Frankfurter Rundschau": "Eine spanische Lehrstunde. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die Chance auf ein achtes WM-Finale verpasst. Am Mittwochabend unterlag die DFB-Auswahl im Halbfinale von Durban Spanien wie vor zwei Jahren im Endspiel der Europameisterschaft mit 0:1 (0:0). Wie schon im EM-Finale von Wien waren die Spanier erneut die klar dominierende Mannschaft."
"Financial Times Deutschland": "Original schlägt Kopie. Spanien, das fußballerische Vorbild von Bundestrainer Löw, erweist sich im WM-Halbfinale als zu stark und schlägt Deutschland überaus verdient 1:0. Der Traum vom Endspiel ist geplatzt."
"Hamburger Abendblatt": "Die traurige Nacht von Durban. Die deutsche Nationalmannschaft lernt im Halbfinale das Verlieren, Spanien feiert unter den Augen der Königin den ersten Einzug in ein WM-Finale."
"Kicker": "Aus der Zauber! Spanien jubelt."
"Stuttgarter Nachrichten": "Aus der Traum! Deutschland nicht im Finale. Elf von Trainer Löw unterliegt Spanien mit 0:1. Zu viel gehofft? Wieder waren es wie vor zwei Jahren im EM-Finale die Spanier, die im WM-Halbfinale für Deutschland das Stoppzeichen setzten. Statt wie gewohnt vor Freude zu hüpfen, erstarrten die Menschen auf den Fanmeilen und WM-Partys. Keine Jubelnacht diesmal."
"Stuttgarter Zeitung": "Die deutsche Wundertüte bleibt geschlossen. Die DFB-Elf unterliegt überlegenen Spaniern und spielt nun gegen Uruguay um Platz drei."
"Süddeutsche Zeitung": "In Demut ergeben. Die deutsche Elf respektiert die Spanier zu sehr, steht viel zu oft Spalier und bringt den Gegner zu selten in Bedrängnis. Spanien gewinnt das Halbfinale verdient mit 1:0 - dank eines untypischen Treffers."
Tagesspiegel: "Schon wieder schwindelig gespielt. Im Halbfinale gegen Deutschland zelebriert Spanien den langerwarteten Dominanzfußball. Statt einer deutschen Revanche für das EM-Finale 2008 finden die Spanier rechtzeitig ihre Top-Form."