Teure Stadien

Die ungewisse Zukunft der Kathedralen des Fußballs

7. Juli 2010, 18:52
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    foto: apa/epa/hensel

    Im Nelson-Mandela-Bay-Stadion wird am Samstag um Platz drei gespielt. Wie man die Arena nach der WM vollbekommt, ist ungelöst. Es gibt keine zugkräftigen Klubs in Port Elizabeth.

Diem Weiternutzung der Stadien stellt die WM-Städte vor Herausforderungen

Die zehn Stadien in den neun WM-Städten kosteten die südafrikanischen Steuerzahler umgerechnet 1,2 Milliarden Euro und erfüllen ihren Zweck tadellos. Die wahre Herausforderung kommt nach dem Finale.

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Johannesburg - Der Betrieb der Prachtbauten verschlingt jährlich Millionenbeträge. Viele Stadtmanager denken mit Unbehagen an die Zeit danach. An vielen Orten fehlen Vereine, die in die Arenen einziehen könnten. Im Nelson-Mandela-Bay-Stadion zu Port Elizabeth etwa. Die Anlage wurde bei Baubeginn als Hoffnungsträger für die strukturschwache, arme Heimatregion Mandelas gefeiert. Die Betriebskosten werden auf jährlich umgerechnet 2,1 Millionen Euro geschätzt. Wie sie je hereinkommen sollen, ist fraglich.

Denn der einzige Fußballklub des VW-Produktionsstandorts Port Elizabeth, Bay United, steckt in existenziellen Problemen und sucht einen Käufer. VW hatte den Klub 2005 günstig gekauft, seine Unterstützung beim Aufbau eines lokalen Vereins aber von vornherein nur als Anschubhilfe deklariert. Es gibt weder ein heimisches Rugby-, noch ein anderes Fußballteam, welche das 45.000 Menschen fassende Stadion füllen könnten. Ein ähnliches Bild präsentiert sich in Nelspruit oder Polokwane. Die Stadtväter wollen das Problem daher gerne auslagern und die Stadionverwaltung einer Betreiberfirma übertragen. Doch derartige Betreiber stehen nicht gerade Schlange.

Die WM-Gewinner sitzen in den Großstädten sowie in der Hauptstadt Pretoria, wo das Loftus-Versfeld-Stadion der Blue Bulls Rugby Union gehört. Die Betreiber gehen davon aus, dass zehn ausverkaufte Spiele pro Jahr die Betriebskosten hereinbringen. Durbans Mehrzweckstadion ist dank seiner spektakulären Konzeption das einzige, das vor der WM bereits Einkünfte hatte. Dank Bungee-Jumping sowie der Aussichtsplattform auf dem 105 Meter hohen Bogen. Die Stadt will das Stadion zudem als Joker für seine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2020 nutzen. Kapstadts Green-Point-Stadion wird künftig von der französisch-südafrikanischen Firma "Sail Stadefrance" betrieben. Die Stadt erhält 30 Prozent von deren Profiten, muss dafür aber den Unterhalt zahlen.

Probleme gibt es dagegen ausgerechnet im größten Stadion, Soccer City, am Rande von Johannesburg. Im vergangenen Jänner hatte die Stadt einen Betreiber ernannt, der die Schüssel nach der WM in National Stadium umbenennen will. Doch die Arena steht auf den Fundamenten des traditionsreichen FNB-Stadions. Die Großbank, nach der das Stadion benannt worden ist, macht alte Rechte geltend. Bis zum Jahr 2014 reichten die, behauptet die Bank, und fordert die Umbenennung in FNB Soccer City nach der WM. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 8.7.2010)

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"WILLKOMMEN" - im Sumpf der Verblödung!
 
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stadien zum aufblasen müssen her!

willywonka
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Man sollte eine Fussball Wm dort abhalten

wo Fussball auch einen Stellenwert hat.
Nur dort ist auch eine nachnutzung garantiert.

bazzinga
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absolut. Das ist ja wirklich reine Geldverschwendung. Da soll man dieses Geld doch bitte lieber den Bedürftigen dort geben oder ins Schulsystem dort stecken etc.

Aber gut, ich sag nur Klagenfurt... das ist ja auch ein Millinonengrab... da hätten sie lieber der AUstria oder Rapid ein neues Stadion hinstellen sollen, die füllen die wenigstens...

krung thep
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irgendwie muss ich gerade an das Kärntner Stadion denken ;)

Globetrotter1
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Ich habe ohnehin nie verstanden warum man 10 Stadien für die WM benötigt.

mMn müssten 6 absolut ausreichen.

Bei 3 Spielen pro Tag (in der Gruppenphase) und wenn man davon ausgeht, dass man zumindest einen vollen Tag benötigt um ein Stadium wieder komplett zu säubern, wäre dies eine ausreichende Anzahl.

gunners/Oranjes
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dann muss aber jeden tag der rasen gewechselt werden.

Bobby Peru
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besser einmal rasen wechseln,als ein stadion,
dass keiner braucht!

Nick Not
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Ich plädiere für ein einziges Stadion und der Renaissance des Stehkicks.

Sitacui
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Die Griechen sind auch gerade dabei ihrer Ruinenlandschaft neue Exponate hinzuzufügen.

geordie
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immer dieselbe Leier nach einer WM! Wie wärs denn damit, dass man eine WM künftig vielleicht in mehreren Ländern (u.U. auch mehr als 2) abhält, um solche Stadienwüsten zu verhindern (außer so Länder wie England oder Deutschland, wo die Nachnutzung gesichert ist). Für die EM gabs ja schon mal eine Bewerbung der skandinavischen Länder, wo jedes Land nur 2 Stadien zur Verfügung stellt. Man müßte dann halt den Quali-Modus für Gastgeberländer ändern.

Emiliano Zapata
 
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da bin ich dagegen

denn wenn mehr als ein land so eine wm oder em veranstaltet und die länder automatisch qualifiziert sind, dann reduziert sich die chance der anderen in der quali, weil ja mehrere startplätze schon vergeben sind.
es wäre eher die frage, ob wirklich 10 spielorte für eine wm gebraucht werden und 8 für eine em. wäre es nicht eventuell sinnvoller weniger spielorte zu haben, die dafür während der veranstaltung besser ausgelastet sind und möglicherweise in ballungszentren stehen, wo der bedarf nachher grösser ist?
nicht vergessen, die fußball-wm hat (wenn auch mit deutlich weniger teilnehmern) schon in ländern wie der schweiz oder schweden stattgefunden!

How To Blow The Vuvuzela
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Mehrere Länder - ein qualifizierter Gastgeber

Ich finde es eine vernünftige Idee, mehrere Länder ausrichten zu lassen. Die Nationalmannschaften dieser Länder könnten ja in einer Ausscheidung den Qualifikanten ermitteln. Bei zwei Ländern Hin- und Herspiel, bei drei Ländern Jeder gegen Jeden und bei vier Ländern ein "Halbfinale" auslosen mit anschließendem Endspiel

Captain Smoker
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Jetzt nehmen wir mal an es handelt sich zB um vier Länder. Eines erspielt sich den Fixplatz und die anderen drei sind zu schwach um sich über die "echte" Quali zu qualifizieren. Da ist ja dann schon vor der WM das Interesse in den Veranstaltungsländern im Keller.

Perry Rhodan1
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das macht man doch bereits - zum beispiel em in oesterreich und schweiz, wm in japan und suedkorea.

Emiliano Zapata
 
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also doch das wiederverwertbare ikea-stadion "björn"

oder solche fussball grossereignisse nur noch an länder vergeben, die entsprechend grosse ligen haben, die die stadien weiter nutzen. dann hätten aber länder wie österreich-schweiz, südafrika etc. nie eine chance eine em/wm auszurichten. wir haben in klagenfurt schliesslich auch so eine stadionleiche stehen...
wobei das ja auch politische entscheidungen sind, welche spielorte ausgewählt werden - in der unerfüllten hoffnung, dass es wirtschaftlich nachhaltige effekte gibt...

Ingrimm
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Klagenfurt als Em-Stadt war eh ne Frechheit. Ohne die Schwarz-Blaue Regierung wärs Graz geworden, wos wesentlich mehr Nachhaltigkeit gegeben hätte... danke Haider, danke Schüssel... jedes Volk bekommt was es verdient

duke box
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graz war nicht möglich, weil das ziemlich neue stadion in verbautem gebiet steht und nicht ewrweiterbar ist. und linz wollte nicht.

der schüssel ist an vielem schuld, aber doch nicht an allem.

bazzinga
10

sorry, aber das ist bs. Wenn ich ein Stadion nach Graz stellen will, dann find ich auch einen Platz dafür, punkt!

DAs war eine rein politische entscheidung.

Um den FC Kärnten, der ja der neue Stern am österreichischen Fussballhimmel hätte werden sollen, ein Stadion zu bauen, in das auch der heilige Landeshauptmann gern mal mit Entourage kommt.

bitte, as weiß und wusste auch schon damals jeder!

duke box
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der platz für einen neubau war nicht das thema.

aber niemand wollte ein paar jahre nach dem bau des grazer stadions ein zweites neues stadion in graz bauen.

Gunslinger
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doch, der schüssel ist an allem schuld

duke box
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während für den khg selbstverständlich die unschuldsvermutung gilt!

Zinnmo
 
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Das Stadion in Klagenfurt hätte eigentlich wieder zurückgebaut werden sollen. Man muss die Dinger nicht unbedingt permanent aufblasen.

Emiliano Zapata
 
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das ist ja der politische einfluss

denn nur so konnte es passieren, dass in klagenfurt jetzt eine ruine steht. weil der damalige lh gegen den rückbau war.
aber um wieviel wäre dann das stadion noch immer zu gross? kärnten hat schliesslich keinen bundesligaverein zu bieten - und fürs eishockey ist es ja auch keine dauerhafte lösung...

mephisto6379
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wofür steht eigentlich das happel-stadion in wien? statt der 3, 4 länderspiele im jahr könnte man dort auch einen schönen park anlegen...denn klub spielt ja eh keiner dort in der regel, nicht wahr?

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