Experiment

Luftreinigende Pflastersteine erweisen sich als Erfolg

11. Juli 2010, 16:59

Versuch in den Niederlanden zeigt Absinken der Stickoxid-Belastung

Eindhoven - In der niederländischen Stadt Hengelo ist soeben ein Forschungsprojekt beendet worden, das die Praktikabilität von schadstoffreinigenden Pflastersteinen testete. Am stark befahrenen Castorweg wurden rund 1.000 Quadratmeter mit den luftreinigenden Steinen, die mit einer Beschichtung versehen sind, die unter anderem aus Titandioxid besteht, bepflastert. Als Vergleich hatte man an einer anderen Stelle eine 1.000 Quadratmeter große Fläche mit herkömmlichen Pflastersteinen versehen. Das Ergebnis ist eine Erfolgsgeschichte: Die 10 Mal 20 Zentimeter großen neuartigen Steine sind in der Lage, Stickoxid-Konzentrationen um 25 bis 45 Prozent zu reduzieren - drei Luftgütemessungen haben das bestätigt.

Und die Pflastersteine funktionieren auch in der kalten Jahreszeit. "Das einzige, was erforderlich ist, ist Sonnenlicht, denn das Titandioxid wirkt als Photokatalysator und wandelt mit Hilfe der Sonne die Stickoxide in harmloses Nitrat um", erklärt Forschungsleiter Jos Brouwers, Professor für Baumaterialien an der Eindhovener Technischen Universität. Das Nitrat wird anschließend vom Regen weggeschwemmt.

Serienproduktion angelaufen

"Die Pflastersteine haben noch einen weiteren Vorteil, da sie auch Pflanzenbewuchs und Schmutz abhalten können. Das heißt, dass sie immer sauber bleiben." Optisch unterscheiden sich die innovativen Steine nicht von herkömmlichen. Die Idee der luftreinigenden Beschichtung kommt aus Japan, produziert wird der Pflasterstein, der nun in Serienproduktion gegangen ist, vom Hersteller Struyk Verwo Infra.

"Die Mehrkosten für die luftreinigenden Pflastersteine betragen inklusive Herstellung, Verlegung und Grundierung rund zehn Prozent. Und das obwohl die Steine selbst um 50 Prozent teurer sind als herkömmliche Pflastersteine", erklärt der Forscher. Für Straßen, wo Asphaltdecken bevorzugt werden, kann der luftreinigende und beschichtete Beton mit offenem Asphalt gemischt werden. Die Technologie ist auch für Hauswände anwendbar. (pte/red)

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25 Postings
joow
01
22.7.2010, 01:52
A grünes Stricherl....

Wie wär's mit sinnerfassend lesen und erst dann motzen....?

Herr Plumm
00
12.7.2010, 16:13

die gute alte zeit der pflastersteinleger kommt also wieder. mein großvater hat noch händisch die verbindung zw. obertraun und bad aussee (koppenpass) gelegt... :-)

ChesneyB
00
14.7.2010, 19:11

Nicht zwagnsläufig:

"Für Straßen, wo Asphaltdecken bevorzugt werden, kann der luftreinigende und beschichtete Beton mit offenem Asphalt gemischt werden."

Nick Tameer
00
13.7.2010, 22:38

Tja, automatische Großväter waren damals noch eine Seltenheit.

W_O_L_F_G_A_N_G
317
12.7.2010, 09:01

Es gibt auch eine Erfindung, die die Luftgüte verbessert und bereits auf der ganzen Welt erfolgreich im Einsatz ist.

Nennt sich Baum.

Stoascheissa Korl
00
22.7.2010, 10:40

Naja, der anfängliche Erfolg der Erfindung wird immer mehr in Zweifel gezogen. Einstweilen wüten weltweit die Kettensägen, um den Wildwuchs wieder einzudämmen.

Zwei Und Vierzig
03
12.7.2010, 15:46

Aber - Bäume mit auf dicht-befahrenen Straßen kommen nicht sonderlich gut.

W_O_L_F_G_A_N_G
11
12.7.2010, 17:03

Bäume auf dicht befahrenen Straßen kommen sogar sehr gut an.

Nennt sich Allee.

werwolfi
00
12.7.2010, 17:59

na hoffentlich "links und rechts der straße", nicht "mitten auf..." ;o)

triebstrü
 
02
12.7.2010, 13:40
Stickoxide

sind Teil des sauren Regens. Sie schädigen die Bäume.

Beamen bei Magnetstürmen
00
12.7.2010, 12:21

Sind in städten aber schwer einzusetzen.

a grünes stricherl
 
00
12.7.2010, 14:14
das nennt man dann "Baum pflanzen"

Beamen bei Magnetstürmen
00
12.7.2010, 14:23

Ja wenns straßen wegreissen schon.

a grünes stricherl
 
00
12.7.2010, 17:56
das nennt man dann "allee" oder

"begrünte stadt"

Lichtfreak
11
12.7.2010, 12:39
Wenn man WILL

geht das sehr gut!

Nessus
21
12.7.2010, 12:14
Der wächst von selber, daran kann man nix verdienen

Uninteressant!

füllhornkäfer
20
12.7.2010, 10:57

Wo kämen wir da hin, dann müssten wir die Bäume ja stehenlassen! Und wo bauen wir die schönen neuen Autobahnen? ^^^

da chrissi
01
12.7.2010, 10:31

oder noch besser: das fahrrad!

Psychedelic Brain
10
12.7.2010, 11:37

oder noch besser: H1N1!

Cuca Racha
 
01
12.7.2010, 07:29
"harmloses Nitrat "

"Das Nitrat wird anschließend vom Regen weggeschwemmt."

Das Grundwasser wird begeistert sein.

(Wäre interessant zu wissen, um welche Mengen es da geht.)

schaukelpirat
01
12.7.2010, 10:35
Kommt darauf an, welche Nitrate gemeint sind.

Tom_Bombadil
05
12.7.2010, 06:18

Wird in "harmloses Nitrat" umgewandelt??? Na so harmlos wie gedacht oder erwünscht erweisen sich inzwischen die Nitrate aber gar nicht!

Aurora17
01
12.7.2010, 08:26

nojo, als Professor für Baumaterialien ... LOL

iohui
12
12.7.2010, 05:00

tolle idee.

beinstein
02
12.7.2010, 10:50

tolles posting ;-)

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