Umfrage

Wie es ist, 2010 mit HIV zu leben

7. Juli 2010, 14:57
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    foto: epa/kim ludbrook

    Bei mehr als 95 Prozent der infizierten Patienten verläuft die Therapie erfolgreich

94 Prozent der Befragten leiden seit Beginn der Therapie unter körperlichen oder seelischen Nebenwirkungen

Wien - Vor dem Hintergrund des Welt-AIDS-Kongresses, der heuer erstmals in Wien stattfindet, präsentiert die Österreichische Gesellschaft für Niedergelassene Ärzte für HIV Patienten (ÖGNÄ) zum ersten Mal eine Umfrage, in der konkrete Zahlen zum Thema "Lebensqualität und HIV" erhoben werden konnten. Die größten Beeinträchtigungen durch die HIV-Infektion liegen laut der Umfrage im Bereich des körperlichen Wohlbefindens. Viele Patienten haben Angst vor den Langzeitwirkungen der Medikamente sowie davor, andere mit der Krankheit anzustecken und vor dem Bekanntwerden ihres HIV-Status. "Fast jeder Patient - konkret 94 Prozent der Befragten - leidet seit Beginn der Therapie unter körperlichen oder seelischen Nebenwirkungen", resümiert Olaf Kapella, freier Sozialwissenschaftler und Projektleiter der Studie.

Eingeschränkte Lebensqualität

Bei Fragen zur Lebensqualität wurden am häufigsten Angst vor Nebenwirkungen genannt, gefolgt von den Ängsten andere mit HIV zu infizieren und vor dem Bekanntwerden der eigenen HIV-Infektion. Die am weitesten verbreiteten Nebenwirkungen sind Müdigkeit und Energiemangel, Probleme mit der Verdauung, Depressionen und Stimmungsschwankungen, Ängste und sexuelle Störungen.

Der Zeitpunkt des Therapiebeginns sei in den meisten Fällen vom Zustand des Immunsystems (Anzahl der CD4-Zellen) abhängig. Der Therapieerfolg werde mittels Messung der Viruskonzentration im Blut (Viruslast) kontrolliert. Man starte heute eine HIV-Therapie spätestens dann, wenn die CD4-Zellen die Zahl von 350 unterschreiten. Das Therapieziel ist eine nicht messbare Viruskonzentration im Blut. Bei mehr als 95 Prozent der infizierten Patienten verläuft die Therapie erfolgreich, das heißt die Viruskonzentration befindet sich unter der Nachweisgrenze.

In der Zwischenzeit stehen mehr als 25 zugelassene Medikamente zur Behandlung einer HIV-Infektion zur Verfügung. "Seit ich 1981 den ersten AIDS-Patienten in Österreich betreut habe, hat sich die Behandlung der HIV-Infektion dramatisch verbessert. Die Lebenserwartung der Patienten ist deutlich gestiegen, sie gleicht heute nahezu jener Nicht-HIV-Infizierter. Konkret vereinfachen neue Kombinationspräparate, eine geringere Tablettenanzahl und eine verbesserte Galenik die Medikamenteneinnahme. Es hat sich aber nicht zuletzt aufgrund der uns vorliegenden Umfrageergebnisse gezeigt, dass auf therapeutischer Ebene der Bedarf an nebenwirkungsarmen Therapien weiter gegeben ist", erklärt Judith Hutterer, Präsidentin der ÖGNÄ.

Vertrauen durch den Arzt

Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient spielt - laut Umfrage - eine enorm wichtige Rolle im Leben der Betroffenen: 78 Prozent fühlen sich durch den Partner und 72 Prozent durch den behandelnden Arzt sehr gut unterstützt; die Freunde stehen mit 51 Prozent auf Platz drei beim Support. Der Großteil der Befragten empfinde es als unterstützend, wenn die Familienangehörigen, Partner und Freunde über die Krankheit informiert sind.

Die Conclusio der ÖGNÄ-Ärzte: "Ich möchte einen Appell an meine Kollegen, an alle Ärzte richten. Die Studie hat klar ergeben, dass wir zukünftig noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten eingehen müssen. Außerdem sollten wir uns unserer Verantwortung klar bewusst sein: Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient spielt - laut Umfrage - eine enorm wichtige Rolle im Leben der Betroffenen", so Horst Schalk, Generalsekretär der ÖGNÄ. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 93
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vintage
00
16.3.2011, 20:12

Dr. Christian Fila sagt die AIDS Seuche in Afrika gibt es gar nicht. Man freut sich guten Bevölkerungswachstums.

schwarze löcher nicht nur im weltraum
00
17.7.2010, 05:49
fakt ist

man kann damit sehr viel geld verdienen

hanslblasta
00
22.7.2010, 12:11
leider können Pharmafirmen mit Mitteln gegen Kopfweh

und Altersbeschwerden noch wesentlich mehr Geld verdienen;
leider ist bei den Menschen, die am häufigsten von einer HIV-Infektion betroffen sind - Menschen in den Armen Ländern der Südens - mit der milliardenteuren Entwicklung von HIV-Medikamenten am allerwenigsten zu holen;

eine Schätzung: in Ö gibt es etwa 10.000 bis 15.000 HIV-Infizierte - aber Mio von Menschen, die mal Kopfweh haben, eine Woche an Grippe laborieren und deshalb für den Arbeitsprozeß ausfallen (teuer) oder alt sind - da ist die Entwicklung von Medikamenten für diese Gruppen von Erkrankten wesentlich lukrativer

Timagoras
 
00
19.7.2010, 18:06
"man kann damit sehr viel geld verdienen"

wenn man 2010 mit HIV leben muss?

inwiefern?

Gerhard Müller
85
Danke für den Werbeartikel für die Pharmaindustrie

Über die HIV-Infizierten, welche keine Therapie im pharmazeutischen Sinne machen, wird natürlich nicht gesprochen.

Die haben ja wahrscheinlich auch kein richtiges Aids.

Es gibt tausende Beispiele, wo auf die Therapie verzichtet wird, aber eine Änderung der Lebens- und Ernährungsabläufe den Ausbruch der Krankheit verhindert haben.

Ach, wie sind wir doch noch von den Millionen, ach was sag ich, Milliarden Aidstoten vor 15 Jahren von denselben Experten gewarnt worden, die so tun, als ob sie diesen Unfug nie verbreitet hätten.

contains sugar
23
10.7.2010, 21:44

die kriminalisierung und verunglimfpung durch medien bzw. eine rechtssprechung, die nicht nach der wahrheit sucht, sondern von vorurteilen lebt, sorgt wahrscheinlich auch dafür, dass das leben für diese menschen schlimm ist. http://www.initiative.cc/Artikel/2... eebald.htm

fertigprodukt
00
11.7.2010, 19:01

kommt also nicht nur mir vor, dass das recht immer mehr käuflich ist? (oder wieso wurden die ganzen banker, die unser geld versäbelt haben samt den politikern sofort hinter schloss und riegel gesetzt?)

Godesberg
11
11.7.2010, 02:13

Oh, Sie ergreifen immer noch Partei für Hamer?

http://www.esowatch.com/ge/index.... ll_Seebald

Eris
 
00
12.7.2010, 19:30
Für hamer kann kein vernünftiger Mensch Partei ergreifen

und die alternativ-esoterische Familie Seebald kann leider nicht zwischen Hamer und ernstzunehmenden Wissenschaftlern unterscheiden. Unter den Aids-Dissidenten auf der Seebald-Website findet sich aber auch Peter Duesberg, der mit Eso und Quack-Science nichts zu tun hat.
http://www.amazon.de/Inventing... 785&sr=1-1

Interessant auch die Bewertungen durch Leser.

fertigprodukt
00
11.7.2010, 19:00

esowatch? ROFL. wer nimmt die seite denn ernst?
http://esowatch.weebly.com/

Godesberg
00
13.7.2010, 08:53

Wenn ich mir ansehe wieviele Seiten es inzwischen gibt, die eigens gebaut wurden um Esowatch zu diskreditieren, wieviel Energie Weidenbusch und Fritzsche darauf verwenden Esowatch zu attackieren (und damit ihre berufliche Existenz gefährden) und wenn ich auf der anderen Seite sehe wie die Zugriffszahlen sind und wer das alles zitiert (Spiegel, Focus, Süddeutsche etc.), komme ich zu dem Schluss: die Seite nimmt so ziemlich jeder ernst.

A Voice
00
12.7.2010, 14:27
Offensichtlich die Esoteriker

die werden nämlich ganz wurlert, wenn dort was Neues in Blog oder Wiki kommt.

Flann O'Brien
20
Self-destroying prophecy?

Godesberg
53

Jedes Jahr sterben weltweit etwas 2 Millionen Menschen an AIDS.

Dass es in den Industrieländern nicht sehr viele sind, könnte vielleicht mit den Maßnahmen zur Prävention und den von Ihnen verteufelten Medikamenten zusammenhängen?

Schwachköpfe wie Sie sitzen zuhause auf ihrem Sofa und wissen es besser. Gehen Sie mal ins südliche Afrika und gucken sich das an.

Und vorher hätte ich gerne mal eines ihrer "tausenden Beispiele" konkret.

Lorelei Sonnenschein
24
...das hat viel mehr mit schlechter Ernährung und ...

...Abwehrkräfte zu tun...als mit Medikamenten!

Timagoras
 
01
19.7.2010, 18:09
"...das hat viel mehr mit schlechter Ernährung und ...Abwehrkräfte zu tun..."

und HIV-infektionen kann man mit knoblauch, zitrone und olivenöl heilen.

genau ....

Lorelei Sonnenschein
00
20.7.2010, 11:27
...das weiss ich nicht, aber wahrscheinlich noch eher als mit dieser Chemie...

...die weder heilt und nach 2 Jahren den Zustand des Körpers so verschlechtert...unter dem Niveau vor Behandlungsbeginn/ohne Medikamente...und dazu die Nieren ruiniert....

Ich wäre ja für genügend Nahrungsmittel in guter Qualität...

Timagoras
 
00
21.7.2010, 00:16
"Ich wäre ja für genügend Nahrungsmittel in guter Qualität..."

und dann stirbt auch niemand mehr an AIDS.
so einfach ist das.

so wie in Europa und den USA der 80er und 90er-jahre, nicht wahr?
da gab's genügend nahrungsmittel in guter qualität, und darum ist auch niemand am HI-Virus bzw. an AIDS gestorben.

oder etwa doch?

Lorelei Sonnenschein
00
21.7.2010, 11:25
...jetzt überlegen Sie mal...welche Gruppe von...

...Menschen diese Krankheit in den 80igern betraf...die hatten gutes Essen, stimmt...aber dafür hat er Großteil der Menschen dieser Gruppe in dieser Zeit soviel an illegaler Chemie geschluckt, dass das Immunsystem nur im schlechten Zustand sein kann...ich darf an Poppers, E und Heroin, Koks erinnern...die in dieser Zeit (neue) Hochkonjunktur hatten....

So einfach ist das nicht...

Timagoras
 
00
21.7.2010, 13:50
"aber dafür hat er Großteil der Menschen dieser Gruppe in dieser Zeit soviel an illegaler Chemie geschluckt, dass das Immunsystem nur im schlechten Zustand sein kann"

was für sinnloses spekulieren,
was für klischeehaftes denken,
was für ein quargel!

jene, die damals in Europa an AIDS gestorben sind, waren mit "illegaler chemie" vollgepumpt?
und jetzt stirbt fast niemand mehr daran, weil es diese "illegale chemie" (Ihrer meinung nach) nicht mehr gibt???

tut mir leid, auf diesem "niveau" diskutiere ich nicht.

lesen's mal die "ärzte-ohne-grenzen"-zeitschrift ....

Lorelei Sonnenschein
01
21.7.2010, 19:23
?????

Zitat: Anfang der achtziger Jahre waren vor allem Aids-Fälle in amerikanischen Großstädten bekannt, die Hauptbetroffenen waren Homosexuelle. Deswegen wurde Aids fälschlicher Weise häufig als Schwulenseuche bezeichnet. Mitte der achtziger Jahre kam Aids nach Europa, 1986 waren in Deutschland 675 HIV-positive bekannt. Andere betroffene Randgruppen waren Fixer und Blutkonservenempfänger.

aus: AIDS Geschichte und Verbreitung des HI-Virus
Autor: Max Apel von Uni Marburg
Fach: Biologie - Krankheiten, Gesundheit, Ernährung

und
http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS

Sie schreiben Unsinn...deswegen können wir 2 nicht miteinander!

Hauptbetroffene in Europa in den 80ern waren Drogenabhängige (Fixer) u. Homosexuelle (Droge Poppers und E)

Timagoras
 
00
21.7.2010, 22:57
"Hauptbetroffene in Europa in den 80ern waren ... Homosexuelle (Droge Poppers und E)"

aber schatzerl, die waren doch nicht wegen poppers hauptbetroffen!
wie gesagt: dieses niveau ist ja kaum noch zu unterbieten .....

Lorelei Sonnenschein
00
23.7.2010, 14:24
...werden Sie geschützt von der Zensi?

...Sie haben sich auf die 80iger bezogen und ich habe ihnen die Gruppe der Betroffenen in Europa genannt, welche sich mit den Infos der div. Berichte deckt.

Was glabuen Sie..machen illegale Drogen und Stress das Immunsystem besser oder nicht?

Ich weiss, Süsser, mein Niveau ist zu hoch...

Mach Dir nix draus! :-)

Timagoras
 
00
24.7.2010, 08:52
"...werden Sie geschützt von der Zensi?"

genau! ich hab' da einen speziellen draht zu den bilderbergern und zur "ostküste" ;o)

und nochmal: nicht alle hiv-infizierten der achziger waren poppers-konsumenten, und poppers war auch nicht der grund, warum so gut wie alle damals infizierten an AIDS gestorben sind.
die sind gestorben, weil es noch keine wirksame therapie gab.
heute gibt es eine wirksame therapie, und daher stirbt (in Europa und den USA) kaum mehr jemand daran.
das ist der punkt, den Sie mithilfe Ihrer komischen theorien so vehehemt abzustreiten versuchten.

nur ging das halt in die sprichwörtliche hose .... ;o)

Godesberg
32

Kennen Sie Herrn Rath? Der wollte in Südafrika ganz groß rauskommen mit seinen Vitaminpillen gegen AIDS. Er hat ein paar AIDS-Kranke dazu gebracht die Medikamente abzusetzen, mit denen sie zuvor monate- oder sogar jahrelang gut gelebt haben. Resultat: nach zwei Wochen waren die ersten beiden tot.

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