Regierungswerbung

Mehr als 800.000 Euro für Prölls Schulden-Inserate

7. Juli 2010, 09:48
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    foto: screenshot

    Das Schuldenbaby wider Willen.

Grüne erfragten beim Finanzminister Kosten der Kampagne

Wien - "Weniger Schulden. Mehr für Österreich" - unter diesem Titel hat Finanzminister Josef Pröll die Steuerzahler im Frühjahr auf wachsenden Schuldenberg der Republik aufmerksam gemacht. 24.000 Euro Schulden habe derzeit jeder Österreicher - vom Kleinkind bis zur Großmutter, hieß es in der Anzeigenkampagne. Der Grüne Karl Öllinger wollte von Pröll wissen, wie viel Steuergeld das Finanzministerium für diese "Information" springen ließ. Die Antwort liegt nun vor: Die Aktion kostete insgesamt 816.802,51 Euro.

Inseriert hat das Finanzministerium schwerpunktmäßig zwischen 27. April und 6. Mai in beinahe allen österreichischen Tageszeitungen sowie in zahlreichen Magazinen und Wochenzeitungen (darunter auch rund 9.600 Euro in der vom ÖVP-Bauernbund herausgegebenen "Bauernzeitung"). Von den Gesamtkosten flossen außerdem 46.000 Euro an mit der Abwicklung betraute externe Dienstleister.

Kritik der Grünen

Neben den konkreten Kosten für die einzelnen Aufträge wollte Öllinger vom Finanzminister auch erfahren, wie viele "Enkelsöhne und -töchter" man von ihrer 24.000 Euro schweren Schuldenlast hätte befreien können, wäre auf die Kampagne verzichtet worden (angesichts der Gesamtkosten wären es ziemlich genau 34 wären es gewesen, Anm.). Pröll ließ diese Frage zwar unbeantwortet und wies in seiner Anfragebeantwortung stattdessen darauf hin, dass eine völlige Rückführung der bald 200 Mrd. Euro schweren Staatsschuld "durch Einsparung der gegenständlichen Informationsserie nicht möglich ist".

Öllinger wirft der Regierung vor, mit derartigen "Informationskampagnen" gegen die einschlägigen Empfehlungen des Rechnungshofs zu verstoßen. Seiner Auflistung zufolge hat die Regierung im Jahr 2008 35 Mio. Euro für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben, 2009 lagen die Werbekosten demnach bei 30 Mio. Euro. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 143
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Eine Kreatur
00
jeder cent ..

der nicht in maßnahmen gegen neuverschuldung oder für einsparungen usw. investiert wird, kommt vielfach zu neuen schulden dazu ..

aber es ist sicherlich einfacher, sich selbst zu beweihräuchern, zu feiern, zu verkaufen, zu jammern, schlechtes gewissen und ängste zu wecken usw. und das dafür aufgewendete geld bei ärmeren leuten durch einsparungen bei sozialbereichen zu holen ..

Eine Kreatur
00
aber geh ..

ist doch nur kleingeld für die regierung .. hier ein paar euro, da ein paar euro, dort ein paar euro .. das macht doch eh nichts!

hoppla, warum haben wir jetzt schon wieder weniger geld?

als gummistiefel-liebhaber müsste ein pröll wissen, dass auch kleinvieh mist macht .. :-))))

Amy Beluci
00
hmm

Irgendwie haben die Anzeigen ja Recht!! Nur leider haben sie vergessen dazuzuschreiben dass unser Zinssystem daran Schuld ist und ab wann wir auf ein besseres umsteigen.

ranchorelaxo
01

dafür zahlen wir auch noch eine parteiförderung...danke?!

normal citizen
01
das nächste Mal reicht eine Email, Hr. Pröll

Wieviel Demokratie ist es bitte?
09
Der Mann, der sich in einer Fettkugel einschloss

gibt eine runde Million Steuergebergeld aus, um allen Einwohnern der Trickbetrugsrepublik den Schuldenstand mitzuteilen, der dadurch entsteht, daß der Fettkugelbewohner, seine Partei und die andere Partei, jegliche kosteneliminierende Reform seit 55 Jahren verweigert.

Good grief...

also dann ...
04
hmhm ... wenn man bedenkt, dass diepresse z.b.

1,3 mio an presseförderung...bekommt,
so könnte man der ansicht sein, dass sich der witze-kanzler...ein wohlgesonne öffentliche meinung "kaufen" will.

aber bei der totalen und bis ans letzt gehenden
"ingegrität und unbestechlichkeit"... der politik(ER),
liege ich da sicher falsch - o d e r doch ...

I man i tram
07
Sehr geehrter Herr Finanzminister

Eine Frage hat gefehlt: Was haben die 800.000 für den Steuerzahler gebracht?

Für sonst wen?
Für div. Zeitungsverlage: 800.000
Für Ihre Partei: Willfährige Journalistchen.

Hier meine Antwort, was es Ihnen bei der denken Mindeheit gebracht hat: Blanken Haß - siehe Wahlbeteiligung - und 2/3 hat Ihre Dick&Doof-Koalition eh nimmer und ist mithin keine "Große" mehr.

BASTA, es G'fraßta!

Andreas Szentkereszty
04
Richtig wäre gewesen

in den Inseraten zu schreiben, wie hoch der Schuldenstand pro Kopf ist und um wieviel er sich durch diese Inserate erhöht (9,5 Cent!).

Pastor Schutter
30

10 Cent für ein gestiegenes Bewusstsein.

10 Cent für die Bereitschaft, die Zeitbombe ENDLICH anzugehen. Seit 30 Jahren und länger tickt sie.

Gut angelegtes Geld. Wenn dann auch dort gespart wird, wo es ohne grobe Verluste was zu holen gibt.

Andreas Szentkereszty
00
10 Cent für ein gestiegenes Bewußtsein????

Dafür, dass der Herr VKFM fast jeden Tag ein Mikrofon vor den Mund gehalten bekommt und damit Gelegenheit für ein steigendes Bewußtsein einen Beitrag zu leisten sind 10 Cent auf jeden Fall zuviel!!! Aber diese Gelegenheiten nutzt er nur um von ihm nicht steuerbare Abgeordnete und das Volk (=Souverän!!) zu verhöhen.....

Eine Kreatur
00
oder für 110 berufstätige ein selbsterhalterstipendium

für ein studienjahr, um sich weiterzubilden ..

sie dürften offensichtlich zu viel geld verdienen oder die möglichkeiten, die sich mit dem geld auftun nicht begreifen ..

aber ja .. a'la "subjektives sicherheitsbewusstsein" usw. geht es ja mehr um emotionale befindlichkeiten, denn um fakten .. und wo das gestiegene selbstbewusstsein sein soll? so und so viel schulden habt's ihr alle! und wir müssen was dagegen tun .. sind solche sprüche so neu oder so aufbauend für sie?

ich hätte geglaubt, es wäre selbstverständlich die verpflichtung des finanzministers zu sparen und neuverschuldung zu vermeiden .. stattdessen lässt er sich dafür feiern, dass er seine vorgeschriebene arbeit macht .. unglaublich ..

Waldorf
 
00

Das Problem daran ist nicht das sie uns gesagt haben wieviel Schulden wir haben, sondern das sie nichts darüber gesat haben wie sie diese Abbauen wollen.

Steht ja ne Wahl an.

clementinchen
02

hey, wir haben kein geld. mach ma eine große kampagne damit alle wissen dass sie und wir und überhaupt niemand geld haben! außer die banken. weil die, die haben wir ja mit dem geld, das wir nicht haben damit die nachher wieder geld hergeben und mit zinsen.....wurscht. es ist jedenfalls das recht des steuerzahlers dass mit seinen steuern eine kampagne finanziert wird, die ihm mitteilt, dass der staat sich keine teuren kampagnen leisten kann in zukunft. außer es ist wahl. aaaaaach.....

spoiled ballot
01
schwachsinn

eine pressekonferenz und alle müssen darüber berichten, die inseraten kampagne ist wahlwerbung und das gnädig stimmen der printmedien.

systemfehler1
02
Bestechung.

Machem leider heute alle parteien - permanent.

Früher haben seriöse medien über die Tagespolitik berichtet, heute sind sie allesamt die Sprachrohre diverser Pressebüros.
Damit dieser mediale "Dienst" als Sprachrohr der Parteien erhalten bleibt, also nur der Manipulation und Meinungsmache dienend, müssen teure Inseratenkampagnen gefahren werden.
Man tarnt das dann als "Information".
Information, als Bringschuld der Popschlitiker und Holschuld der Journalisten, so wie wir es von früher kennen, diese Information gibt es schon lange nicht mehr.

I man i tram
04
Dog eat dog

Geld kauft Politiker.
Politiker kauft Medien.
Fazit: Geld regiert die Welt!

Captain Smoker
11
Naja, nicht ganz so viel wie die deutlich unnötigere Kampgane von Schmied:

http://derstandard.at/126944848... chulreform

edgemeggs
60
was soll die Aufregung?

die Eckdaten klingen nach einer starken, aber doch normalen Kampagne eines Kunden in dieser Größenordnung, das Honorar für die Abwicklung liegt im Rahmen, die Werbeabgabe wird man sich wohl von der linken in die rechte Tasche stecken. Wo liegt das Problem?

Eine Kreatur
00
schlicht und ergreifend an der notwendigkeit ..

andere "kunden" beabsichtigen etwas - zb. werbung für sich oder ein produkt zu machen .. um sich oder das produkt besser zu verkaufen ..

nur was will der herr finanzminister verkaufen? sich selbst? schlechtes gewissen und damit leichterer zustimmung bei kommenden entscheidungen? wohlwollen der medien auf basis der erteilung nicht notwendiger aufträge?

oder ist es nur typisch österreichisches raunzen?

kein konzept und keine lösung für ein problem .. nur die schilderung eines problems, das damit eigentlich nur größer wird

aber vielleicht sollte ihnen mal wer vorrechnen, welches einsparungspotential gewisse maßnahmen, die 800.000€ kosten, bringen können ..

sally
09
800.000 von diesem Ministerium

1 Mio von jenem und 1,6 vom nächsten ...

Und nebenbei kürzen wir die Zuschüsse für die Frauenhäuser und können unsere Verpflichtungen hinsichtlich Entwicklungshilfe nicht erfüllen.

Mia homm's jo.

Alter Knochen
00

Is ja wurscht, wir hamms ja eh ganz dick...

misanthropie
11
DICK hats nur der kanzler-pröll

hhh hhhh
10
Goda

Danke Goda jetzt haben 800000 mehr Schulden,
(Goda=der Rüssel vom Schwein > dort wo der Fleischer das Messer reinsticht)

Psychedelic Brain
03
aha

"jo schaut's eich des arme kind an, kann ja gar nix dafür. kommt schon mit schulden auf die welt. is des ned schlimm? MARIA!! na da bin ich auch fürs sparen. ja herr pröll, ich zahle gerne noch mehr steuern, und ich bin dank dieser werbung über jede kürzung im sozialbereich einverstanden. ja herr pröll, sie werden schon das richtige machen mit meinem geld."

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