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Warum Spanien verlieren wird

Georg Pichler, 5. Juli 2010, 20:29
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    foto: ap/armangue

    David Villa, an ihm hängt der Erfolg der Furia Roja.

Ein Blick auf den Turnierverlauf macht Deutschland im Duell der EM-Finalisten zum klaren Favoriten

Die Furia Roja ist Europameister und steht im WM-Halbfinale. Spaniens Fußball scheint auf einem Höhenflug zu sein, denn so weit kam das Nationalteam beim Weltturnier noch nie. Von Anfang an bei den Buchmachern hoch im Kurs wäre der Erfolg der Iberer nur als logisch zu betrachten. Wirft man aber einen nüchternen Blick auf das Turnier, gibt es an einer kommenden Niederlage gegen Deutschland nichts zu rütteln.

„Tiqui-Taca“ heißt das Erfolgsrezept von 2008, und auch 2010 will man damit viel erreichen. Bloß, der Ball rennt nicht mehr so schnell wie vor zwei Jahren. Die Passmaschinerie ist ins Stocken gekommen. Trotzdem muss man den Spaniern bescheinigen, nicht ganz zu Unrecht unter den verbliebenen vier Teams im Titelkampf zu weilen. Und freilich hat Holland mit Uruguay am Papier einen leichteren Gegner als „Schland“.

Klasse kaum gezeigt

Spanien ist nicht schlecht, war gegen seine bisherigen Gegner aber auch nicht mehr als „gut genug“. Selbst in der einzigen Niederlage gegen mauernde Schweizer dominierte man am Feld klar. Honduras – der einzige Sieg mit mehr als einem Tor Differenz - war keine große Hürde und nur gegen aufstrebende Chilenen war beim 2:1 Im letzten Gruppenspiel ansatzweise die Klasse zu sehen, die eigentlich in der Mannschaft steckt.

Gegen Portugal reichte es zu einem 1:0, die iberischen Nachbarn waren aber nicht gerade in der Form ihres Lebens, der frischgebackene Vater Ronaldo wurde seinem Superstar-Image absolut nicht gerecht. Gegen Paraguay hätte das Unternehmen Weltmeisterschaft für Vincente Del Bosque und sein Team auch locker zu Ende sein können, die Abwehr präsentierte sich in diesem Spiel als durchaus knackbar. Es bleibt der fahle Nachgeschmack des ersten, vergebenen Elfmeters für Paraguay, eines zu Unrecht aberkannten Treffers der Südamerikaner und eines späten Villa-Goldtors.

Villa, der Robben Spaniens?

Apropos Villa. Der Barca-Neuling erzielte fünf der bisher sechs Tore Spaniens. Er hat sich als der Robben Spaniens präsentiert, erinnert ein wenig an Bayern in der Champions League. Wenn sonst nichts geht, steht er irgendwann doch in der Lücke und schlägt zu. Doch was wenn er einen schlechten Tag erwischt, oder – noch schlimmer – die gewarnten Deutschen ihn neutralisieren können? Wer haut das Runde dann ins Eckige?

Immerhin, der Ausfall von Torres ist verschmerzbar, denn der präsentierte sich bisher bestenfalls als solide und damit für einen Spieler seiner Klasse weit unter dem Möglichen.

Wenn vieles besser wäre

Die Erfolgsperspektive der roten Furie beruht somit auf „was wäre, wenn…“: Wenn David Villa nicht gebändigt werden kann. Wenn man doch wieder schnell nach vorne zu kombinieren vermag. Wenn der letzte Pass endlich gelingt. Wenn die Abwehr ihre Organisationsprobleme überwindet.

Jogi Löws Schützlinge liefen nach einer holprigen Vorrunde zu großer Form auf. Das Mutterland des Ledersports, England, und die Gauchos wurden nicht nur besiegt, sondern gedemütigt. Das Prinzip Hoffnung wird gegen diese Deutschen zu wenig sein. (Georg Pichler, derStandard.at, 05.07.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 122
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Rigglerobber
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*lufthol*

...

na, zu auf'glegt.
;-)

tt7
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Tja,

soviel zum Thema Fachkommentar eines Wissenden.....

tobi taktlos
00
29.9.2010, 13:33

ja, wenn der villa nicht trifft, dann trifft der iniesta:)

jatsal
02

Lustig wenn man diesen Artikel heute liest!

layne staley
 
02
"In your Face" - Anbiederer!

Christian S
11

"Das Prinzip Hoffnung wird gegen diese Deutschen zu wenig sein"

Da hat sich der Herr Pichler als wahrer Fußballexperte und Fachmann für korrekte Vorhersagen geoutet.
Der sollte einen Job auf der Hohen Warte annehmen. Dort kann er täglich derartige Prognosen erstellen.

Georg G. Pichler
21
Nach dem Spiel ist man immer gscheiter...

...gilt für mich wie für sie, nur sie müssens natürlich in Ungustlmanier raushängen lassen =)

RotesMeer Jogger
 
02
nichts gegen die deutschen ...

... sie sind ein nettes völkchen, meist sehr fröhlich und hilfsbereit. allerdings ist die überheblichkeit mancher echt kaum auszuhalten wie auch dieser artikel beweist. fast etwas peinlich, jetzt nach dem 1:0 sieg von spanien gegen die vermeindlich doch so klar stärkere deutsche mannschaft die eigentlich ja schon weltmeister ist. vielleicht wäre das nächste mal etwas mehr zurückhaltung angebracht, zumal es nun schon zum dritten mal weder für einen EM noch WM titel gereicht hat.

r r1
 
01
Georg Pichler......Bummmms

Zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Es diene dieser Fall zum nächsten Mal als Belehrung.

zack de la rocha
 
03
...

Also für mich ist und bleibt Spanien immer noch Favorit in diesem Spiel. Man darf nicht vergessen, dass die Spanier immer gegen Mannschaften spielten, die teilweise mit zehn Mann verteidigt haben. Und gegen solche Mannschaften ist es immer extremst schwer, Tore zu schießen.
Deutschland ist jetzt die erste Mannschaft, die wahrscheinlich mit den Spaniern wirklich Fußball spielen will. Und dass wird den Spaniern sicherlich viel mehr entgegen kommen, als die Spielweise der z.B. Schweizer. Trotzdem hat Spanien natürlich noch nicht die Topform in diesem Turnier erreicht. Und auch wenn man die Leistung der Deutschen nicht schmälern darf, so lief der ganze Spielverlauf gegen E und A TOTAL für Deutschland. Mein Tipp... 3:1 für Spanien

Der Chris
00
blablabla

statistik hin oder her. das match wird zum glück immer noch auf dem platz ausgetragen. und spanien ist nicht unbedingt lieblingsgegner von deutschland.

Hannes Rannes
14

Spanien hat heute die einzigartige Chance Österreich in Sachen WM-Erfolge zu überholen!

MiNeum71
 
10
Spaninen war 1950 WM-Vierter


"[...] so weit kam das Nationalteam beim Weltturnier noch nie."

Ich nehme an, dieser Artikel stammt von einer Mitarbeiterin der/des dieStandard.at. Ein Blick in die Geschichtsbücher, präziserweise 1950 betreffend, widerlegt diese Behauptung.

Georg G. Pichler
00

Im Text steht "Halbfinale", das gab es 1950 nicht, da wurden die ersten vier Plätze im Ligamodus ausgespielt. Spanien war noch nie in einem WM-Halbfinale.

MiNeum71
 
01


Erbsenzählerei

der Ball bringt nur Unruhe ins Spiel
11

Und ein präziser Blick auf den obigen Text widerlegt ihre Annahme den Autor betreffend. Steht nämlich eh da, wer den Artikel geschrieben hat.

Im übrigen stimme ich der gut formulierten Analyse von mr. z zu.

MiNeum71
 
00


"mr. z"s Argumentation ist jene eines Wichtigmachers mit einem kleinen Denkfehler.

mr. z
21
ist mehr oder weniger richtig

1950 gabs aber kein "halbfinale", sondern lediglich 4 vorrundengruppen, wo jeweils der gewinner weiterkam und daraus resultierend eine finalgruppe aus 4 teilnehmern, wo spanien 4. wurde.

in anbetracht, dass inzwischen mit achtelfinale und viertelfinale(und semifinale) wesentlich mehr hürden eingebaut sind, ist die behauptung, es sei der größte fußballerfolg spaniens bei einer wm wohl durchaus richtig.
die theorie ist nicht immer das maß aller dinge, manchmal sollte man das auch etwas flexibler in die praxis ummünzen. ergo: platz 4 ist nicht gleich platz 4!

MiNeum71
 
00


Da wollen Sie sich selbst aber sehr wichtig machen. Ob der Wert eines 4. Platzes bei einem 16er Turnier gleich ist wie der Halbfinaleinzug bei einem 32er Turnier, das ist die eine Sache. Die Behauptung "[...] so weit kam das Nationalteam beim Weltturnier noch nie." stimmt faktisch nicht, weil Spanien sehr wohl einmal die Runde der letzten Vier erreicht hat; und nur darüber schrieb ich. Und, für die Statistik ist es unerheblich, wie dieser vierte Platz zustande kam, in den Annalen ist dies eben so verzeichnet.

PS: Daß es irgendwo in diesem Artikel vom "größten Fußballerfolg Spaniens" die Rede sein soll, das entgeht jedem, der diesen Artikel liest, denn dies steht nirgends.

LightCurves
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1950 gabs aber kein halbfinale

ich hab recht
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Warum Spanien verlieren wird...

.. weil wie bei den anderen spielen angedroht wurde:

- die merkel wird mit der siegreichen mannschaft eine nacht verbringen.

- alle piefke kommen ins siegerland auf eine geile sause

- alle studenten kommen um dort zu lernen (einziger punkt der in der nächsten quali gegen uns ned funktionieren wird; die san eh scho alle do)

also tipp ich auf die marmeladingers ...

frune
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Das 1:0 Spaniens gegen Deutschland wurde von den Fussballexperten genauso erwartet, wie das 2:1 Hollands gegen Brasilien.

:-)

Ich freu mich drauf!

Und dann gibt es blöderweise ein Finale, bei dem ich keinem der 2 Teams die Niederlage vergönne...
:-/

120 Jahre Karl Schranz
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da hat jemand in der journalistenschule aufgepasst

1. das erste was ein kommentar braucht ist eine steile these

grenzwertig
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Kann es sein, dass viele Medien pro GER sind ...

... und die Spanier schlecht machen?

IMHO wird da bei beiden etwas übertrieben. Natürlich ist es nicht nur Zufall sondern auch ein Zeichen von Klasse, wenn GER gegen AUS (8. min), Eng. (20.) und ARG (3.) jeweils relativ schnell das 1:0 macht.

Aber wie es gelaufen ist, wenn es nach 20 Min. 0:0 gestanden ist, hat man ja gegen Serbien und Ghana gesehen.

Auch wenn England + ARG von den Medien stark-geschrieben wurden, so waren es aber nicht unbedingt Teams die sich so so sehr auf die Defensive konzenztiert haben wie CHF oder Paraguay

Ich bezweifle stark, dass GER gegen die Schweitz bzw. Paraguay überzeugender als ESP gespielt hätte.

Mein Tipp: Wer das 1:0 macht gewinnt. Wenn es nach 20 Min. 0:0 steht wird eher ESP das 1:0 machen

her wig
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gut genug

mehr braucht auch ein Weltmeister nicht.

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