Ansatz bietet die nötige hohe Auflösung für Videos
Forscher am Robotis Institute der Carnegie Mellon University haben ein Wassertropfen-Display entwickelt, auf dem User eine 3D-Variante des Klassikers Tetris spielen können. Denn das System umfasst neben einem Projektor bis zu vier Display-Lagen, in denen Tropfen von je 50 Stahlnadeln fallen. Dabei ist die Auflösung einer solchen Tropfenschicht hoch genug für eine sinnvolle Video-Wiedergabe.
Die Wissenschaftler sprechen bei ihrem System von einem 2,5D-Display, da mit den vier Lagen nur eine begrenzte Tiefenwiedergabe möglich ist. Mit leistungsfähigen Projektoren und besserer Kontrolle über die Wassertropfen wäre aber ein echtes 3D-Tropfendisplay denkbar, so die Forscher in einem Paper für die Computergrafik-Konferenz SIGGRAPH .
Tropfen-Tracking
Der Display-Ansatz macht sich zunutze, dass Wassertropfen einfallendes Licht brechen und somit als Bildpunkte zur Darstellung beliebiger Inhalte geeignet sind. Damit wirklich ein sinnvolles Bild entsteht, müssen die Wassertropfen dabei sehr präzise erzeugt werden und eine genaue Synchronisation mit dem genutzten Projektor erfolgen. Dazu kommt eine Kamera zum Einsatz, die den Bildbereich aufnimmt und deren Daten ein Computer zur Steuerung des Systems nutzt.
Jeder Display-Schicht besteht aus 50 parallelen Tropfen-Säulen, die für das menschliche Auge wie durchgehende, nur leicht flimmernde Linien wirken. Dabei fallen von jeder Stahlnadel bis zu 60 Wassertropfen pro Sekunde, wenngleich ab 15 Tropfen pro Sekunde das wahrgenommene Flimmern den Wissenschaftlern zufolge kaum mehr abnimmt. Mithilfe der Steuersoftware beleuchtet der Projektor die fallenden Tropfen so, dass für das Auge der Eindruck bewegter Bilder auf einem schwebenden Display entsteht.
Spieleklassiker und Videos
Ein einfaches Anwendungsbeispiel ist die Darstellung von Text in mehreren Display-Lagen. Doch auch bewegte Bilder sind möglich. Auf einer einzelnen Tropfen-Schicht haben die Forscher beispielsweise ein Video eines Frauenkopfes abgebildet, während das mehrlagige Display für ein virtuelles Aquarium genutzt wurde. Besonders interessant ist freilich die Demonstration mit dem Spieleklassiker Tetris. Denn mit dem Beispiel des 3D-Games haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass sich der Ansatz auch für interaktive Inhalte eignet.
Wie viele Tropfen-Schichten in einem Display zum Einsatz kommen können, hängt davon ab, wie schnell der Projektor ist und ob er somit auch alle Lagen sinnvoll beleuchten kann. Der zweite limitierende Faktor für echte 3D-Tropfendisplays ist, wie genau die Wassertropfen geformt werden können. Beim derzeitigen Ansatz könne das durch ein effizienteres Vorgehen gegen Luftbläschen im Tropfenemitter-System erreicht werden. Doch die Forscher betonen, dass sich mit anderen Methoden vermutlich sogar dichtere Tropfen-Wolken erzeugen ließen. (pte)
Also 2,5D-Tetris ist da schon reichlich übertrieben
Das ist nichts anderes als stinknormales Tetris mit drei anstatt wie üblich nur einem Behälter in dem man die Blöcke stapeln kann. Die hätte man genauso gut nebeneinander auf einem einzigen Bildschirm abbilden können. Interessant wäre es gewesen, ob man damit auch sinnvoll tatsächliches 3D-Tetris (also mit dreidimensionalen Blöcken) darstellen kann. Dafür wird man dann statt drei eher 100 Schichten Wassertropfen benötigen - wäre die Frage, ob der Projektor das noch sinnvoll darstellen kann. Wenn ja, dann hätte das Konzept eventuell Zukunft...
... aber mal ehrlich: lustige Idee, und mit einem Titel wie "Wassertropfen ermöglichen 2,5D-Display für Drei-Container-Tetris" hätt ich darüber wohl ebenso wenig gelsen wie die meisten anderen hier...
Ding-Dong. "Tschuldigung, darf ich mein Handy bei Ihnen nachfüllen? Mir ist das Display ausgeronnen."
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