SPÖ plant Kampagne gegen Internetabzocke und Telefonbetrug

05. Juli 2010 13:02

Startschuss in zwei Wochen

Immer mehr Österreicher werden Opfer von Internetabzocke und Telefonbetrug. Im vergangenen Jahr haben laut SPÖ bereits 75.000 Verbraucher bei den Konsumentenberatungen der Arbeiterkammer Hilfe gesucht. Besonders ältere Menschen und Jugendliche sind betroffen. Nun will die SPÖ mit einer Kampagne Licht in den Informationsdschungel bringen und kritisiert dabei den Gesetzesentwurf, den das Justizministerium zu dem Thema am Freitag vorgelegt hat.

Es entsteht laut SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim der Eindruck, dass sich der Entwurf nicht an den Interessen der geschädigten Konsumenten orientiert. "Dass bei auf abenteuerliche Weise zustande gekommenen Verträgen die Konsumenten nur ein Rücktrittsrecht haben sollen, wie dies das Ministerium vorschlägt, ist nicht akzeptabel. Die Konsequenz der auf aufdringlichste und überrumpelnde Art und Weise zustande gekommenen Verträge muss die absolute Nichtigkeit, also Nichtbeachtbarkeit sein", so Jarolim.

Regelung

"Da muss noch einiges getan werden. Es muss eine gesetzliche Reglung geschaffen werden, die sicherstellt, dass es sich nicht auszahlt, auf diese Art Geschäfte zu machen", meinte Jarolim. "Wenn Frau Minister (Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, Anm.) meint, einen Sommerschlaf machen zu müssen, dann werden wir sie aufwecken", sagte SPÖ-Wien-Jugendkandidat Christoph Peschek.

Die SPÖ will, dass die beim "Cold Calling" (unerbetene Werbeanrufe) abgeschlossenen Verträge prinzipiell nichtig sind. Das Justizministerium wolle im Gegensatz dazu nur ein Rücktrittsrecht verankern, so Jarolim. Zudem soll es keine Endlosbindung geben, Telekomverträge sollen nach einem Jahr beendet werden können. Jarolim will weiters ein Stopp von anonymen Anrufen, Tarifinformationen bei Vertragsabschluss sowie kostenlose Papierrechnungen.

Für das Internet soll es mehr Schutz vor unerwünschten Online-Verträgen geben. Häufig schlittern Verbraucher auf Webseiten in Verträge, ohne einen Willen zu einem Vertragsabschluss zu haben, da sie dem Anschein erlegen sind, dass ein gewisses Angebot gratis nutzbar wäre. Die entscheidenden Vertragsdetails sind jedoch versteckt. Erst mit dem Absenden soll der Konsument sein Bestellinteresse bestätigen. Zudem wünscht sich die SPÖ ein unbegrenztes Rücktrittsrecht nach deutschem Vorbild, eine jederzeit mögliche Kündigung für Abonnement-Verträge, ein wirksames Sanktionieren von Wettbewerbsverstößen sowie eine grenzüberschreitende Rechtsdurchsetzung.

Die Kampagne soll die Konsumenten informieren, aufklären, sensibilisieren und Prävention schaffen. In zwei Wochen erfolgt laut SPÖ der Startschuss. (APA)

 

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19 Postings
Franziska F
09.07.2010 15:59
Die SPÖ springt auf einen fahrenden Zug auf ...

Die FPÖ hat schon im Juni die Staatanwaltschaft eingeschaltet!

Details in diesen Videos:

http://www.youtube.com/watch?v=uSPsVw1K1r8

http://www.youtube.com/watch?v=y... re=related

Bravo! Weiter so!

kugelfisch
21.07.2010 12:14

in wahlkampfzeiten natürlich ein gefundenes fressen ... vor allem für strache und co. ich würd aber davor warnen alles was diese burschen von sich geben für bare münze zu nehmen ...

Hossa! Hossa! Hossa! Olé!!!
06.07.2010 17:31
ACHTUNG bei Anrufen von folgendem Anschluss:

+43706901500..

thurin
19.03.2011 13:09

warum? um was handelt es sich da?

David Hellekalek
23.03.2011 15:55

das würde ich auch gerne wissen!

system1
06.07.2010 13:43
was diese dilletanten anrichten ist ungeheurelich.

nämlich bei den fällen, wo cold calling und all das andere auch bei B2B Kommunikation gilt. wie soll ein startup unternehzmen denn zu kunden kommen? per Post? genau, man kennt die rücklaufquoten von bettelbriefen... sowas wirtschaftsfeindliches, ein irrsinn. und: spam mails aus übersee treffen nach wie vor zu tausenden auf meinem PC ein. da kann natürlich niemand was dagegen tun.... so eine augenauswischerei! bei konsumenten bin ich auch dafür, aber B2B sollte was anderes sein. ICH jedenfalls warte nur darauf bis mich wer anruft. und klage. im übrigen: wie gewinnen eigentlich medien neue anzeigenkunden? ohne anrufen, ohne email? sicher nicht per post. DAS sollte auch mal gesagt werden....

maximalist
06.07.2010 16:41
Wenn das wer bei uns probiert...

Ist er SOFORT auf öffentlichen Blacklists und auf unserer sowieso!

Die Zeit unserer Mitarbeiter (zu deren Arbeitsplatzausstattung Mail gehört) wird sicher nicht von irgenwelchen Möchtegern-Firmen, die sich Post nicht leisten wollen/können beschnitten.

So anfoch if dos!

kalinka karechta
06.07.2010 07:38
Die SPÖ könnte damit anfangen, zu versprechen, keine Pensionistenbriefe mehr zu versenden.

Derfdeswoarsein
 
06.07.2010 06:16
ALso, mir kommt vor, als ob hier alle meine Vorposter

in diesem "Geschaeft" taetig sind. Anders kann ich mir die Kommentare nicht erklaeren.

iamdaiam
06.07.2010 02:02

die sollen kampagnen gegen glückspiel machen und entsprechende gesetze.

Erich Hofbauer
07.07.2010 11:50

werdens sicher nicht, daran verdient der Staat ja

Derfdeswoarsein
 
06.07.2010 06:09
Warum das?

Wenn jemand das will soll er/sie auch koennen. Ich finde es vollkommen richtig diese Kampange.

savasana
05.07.2010 23:51
wo ist aber das problem

wenn die Leut keinen Willen zum Vertragsabschluss haben, dann kommt kein Vertrag zustande; noch dazu wenn die Unternehmer so tun, als wären die Angebote gratis auch noch..

muppetbasher
05.07.2010 23:37
Gestern war eine Frau aus HongKong am Telefon: Ich habe ihr gesagt,

dass ich gestorben bin. Heute eine Frau aus D: Der habe ich das vorgeschlagene Geschäft so mies gemacht, dass sie meinte, sie müsse mit damit aufhören........ hahaha!

Der 7. Zwerg von links
05.07.2010 23:09

da gibts doch schon eine Kampagne vom Billa, die mit dem Hausverstand

erdbär
05.07.2010 22:15

Sagt mal, erinnert sich von euch noch wer an die Anrufe, die die SPÖ vor ein paar Jahren automatisiert in Wien laufen ließ? "Guten Tag hier spricht Michael Häupl"?

ameno
05.07.2010 22:59

danke, ich habs in der tat schon vergessen gehabt :)

Der Sparefroh
05.07.2010 14:58
Cold Calling

Seit ich eine Werbeanruferin gebeten habe, noch 2 Minuten in der Leitung zu bleiben (wegen der Fangschaltung) und ihr in Aussicht gestellt habe, dass sich dann um alles weitere mein Rechtsanwalt kümmert, herrscht gespenstische Ruhe.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
05.07.2010 13:27
wie wärs, wenn man diese betrügerseiten gleich

wie CP (Kinderpornos) behandelt und sperrt?
Nachher sperrt man noch die seiter politischer gegner und fertig ist die pseudo-demokratie...

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