Weltweite Zahlen: IE mit deutlichem Plus, Firefox sackt ab, Chrome legt zu - Android mit rasantem Wachstum auf derStandard.at
Seit Jahren gibt es eigentlich einen großen fixen Trend am Browsermarkt: Während der Internet Explorer Monat für Monat ein weiteres Stückchen seiner einst dominanten Position aufgeben muss, profitieren die Hersteller anderer Browser von dieser Schwäche. Insofern beinhalten die aktuellen Zahlen von NetApplications eine gewisse Überraschung, kann doch der Internet Explorer zum ersten Mal seit längerem wieder substantielle Gewinne einfahren.
Aufteilung
Mit einem Plus von 0,57 Prozentpunkten schiebt man sich wieder über die 60-Prozent-Grenze, konkret 60,32 Prozent sind es, die demnach im Juni den IE benutzt haben. Ein Wachstum, das vor allem dem Firefox weh tut, mit 23,81 Prozent (-0,51) erzielt man den schlechtesten Wert seit September 2009. Weiter nach oben zeigt die Kurve für den Google Chrome, der mit 7,24 Prozent (+0,20) weltweit die dritte Position einnimmt, ebenfalls über ein kleines Plus kann sich Apples Safari freuen, +0,08 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat ergeben einen aktuellen Wert von 4,85 Prozent. Dahinter folgt dann Opera mit 2,27 Prozent (-0,18) und dessen mobile Variante Opera Mini (0,66% / -0,08).
Versionen
Auffällig an den Juni-Zahlen ist auch, dass selbst der Marktanteil des IE6 dieses Mal weitgehend unverändert geblieben ist, lediglich der IE7 setzt seinen Abwärtstrend fort, ein Verlust der aber durch das Plus beim IE8 mehr als aufgefangen wird. Abzuwarten bleibt, ob es sich bei den aktuellen Zahlen nur um einen einmaligen Ausrutscher handelt - wie er in schwächerer Form schon öfters mal vorgekommen ist - oder ob sich hier tatsächlich eine Trendumkehr abzeichnet.
MinusMinusPlus
Bei den Zahlen von derStandard.at zeichnet sich eine solche jedenfalls bislang noch nicht ab. Zwar verliert auch hier der Firefox (42,47% / -0,57) signifikant gegenüber dem Vormonat, dem Internet Explorer ergeht es aber kaum besser: Nach einem Minus von 0,5 Prozentpunkten wurde der Microsoft-Browser im Juni "nur" mehr von 34,05 Prozent der LeserInnen genutzt, und um dies in einen etwas weiteren Rahmen zu setzen: Im April waren es noch 35,53 Prozent gewesen. Das stärkste Plus verzeichnet auf derStandard.at der Safari mit 0,72 Prozentpunkten, auch Google Chrome legt um 0,23 Prozentpunkte zu.
Mobiler Aufstieg
Wohl nicht nur unter dem Blickpunkt der aktuelle Veröffentlichung der iStandard-Anwendung für Apples Smartphone und der Neugestaltung der mobilen Version von derStandard.at ist der Blick auf entsprechende Entwicklungen in diesem Bereich von gewissem Interesse. Dabei zeigt sich in den letzten Monaten vor allem ein rasantes Wachstum der Zugriffe von Android-Smartphones: Im Juni kamen bereits 0,75 aller Anfragen von entsprechend Geräten, dies ist vor allem wegen des damit verbundenen Trends signifikant, noch im März lag der Android-Wert erst bei 0,27 Prozent. In absoluten Zahlen bleibt das iPhone allerdings weiterhin deutlich stärker, immerhin zeichnet es für 2,44 Prozent aller Anfragen verantwortlich (im März: 1,90%), das erst noch relativ junge Apple-Tablet iPad kommt ebenfalls bereits auf 0,28 Prozent.
Web-Ressort
Wie nicht anders zu erwarten, sind mobile Betriebssysteme besonders stark vertreten, wenn man die Zugriffe auf den Web-Channel gesondert betrachtet. Hier erreicht das iPhone im Juni einen Wert von 3,83 Prozent, Android wird von 1,62 Prozent der WebStandard-LeserInnen genutzt, das iPad erreicht einen Wert von 0,72 Prozent. (apo, derStandard.at, 05.07.10)
derStandard.at gesamt / Juni 2010
| Browser |
Anteil |
Firefox
|
42,47 % |
Internet Explorer
|
34,05 % |
| Safari |
14,29 % |
Google Chrome
|
4,36 % |
Opera
|
2,78 % |
Opera Mini
|
0,36 % |
derStandard.at/web / Juni 2010
| Browser |
Anteil |
Firefox
|
48,11 % |
Internet Explorer
|
20,73 % |
| Safari |
15,82 % |
Google Chrome
|
8,49 % |
Opera
|
3,92 % |
| Opera Mini |
0,67 % |