Blanc soll die Heugabel auspacken

3. Juli 2010, 14:48
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    foto: reuters

    Muss den Scherbenhaufen beseitigen: Laurent Blanc

Neuer Equipe-Coach vor schwieriger Aufgabe - Keine Rückkehr für AnelkaMalouda geht mit FFF hart ins Gericht

Paris - Laurent Blanc soll den französischen 'Saustall' ausmisten: Nach dem skandalösen und desaströsen Auftreten der Equipe Tricolore bei der WM in Südafrika wurde der 44-Jährige am Freitag endgültig vom nationalen Fußball-Verband FFF als neuer Cheftrainer bestätigt. Er wird Nachfolger von Raymond Domenech, der keinen neuen Vertrag mehr erhalten hatte. FFF-Präsident Jean-Pierre Escalettes, der am Freitag formal seinen Rücktritt verkündete ('Ich trage meinen Teil der Verantwortung'), gab die Verpflichtung Blancs quasi als letzte Amtshandlung bekannt.

'Das ist die gute Nachricht an diesem Morgen', verkündete der 75-jährige Escalettes die Verpflichtung von Blanc, 'mit seinem Projekt soll der Siegeswille zurückkehren. Und Frankreich soll sportlich und vom moralischen Standpunkt her auf den richtigen Weg zurückkehren.'

"Habe drakonische Strafen für Spieler gefordert"

Ex-Nationalspieler Lilian Thuram hat am Freitag in seiner Eigenschaft als FFF-Vorstandsmitglied eine Verbannung von Kapitän Patrice Evra aus der Equipe Tricolore gefordert. Dieser sei für den Spielerstreik am 20. Juni bei der WM in Südafrika verantwortlich. 'Ich habe drakonische Strafen für die Spieler gefordert, und Patrice Evra soll nicht mehr für Frankreich spielen', sagte der Weltmeister von 1998, der 142 Länderspiele für sein Heimatland bestritten hat. Thuram sprach Evra Respekt vor dem Trikot der Nationalmannschaft und den Menschen in Frankreich ab.

Das miserable Bild, das Frankreich am Kap der guten Hoffnung abgab, rief die französische Politik auf den Plan. Staatspräsident Nicolas Sarkozy empfing sogar einen der gestürzten WM-Helden von 1998, Thierry Henry, zu einem persönlichen Gespräch im Elysee-Palast.

Die Politik in Frankreich übte großen Druck auf Verbands-Chef Escalattes aus - dieser kündigte am vergangenen Montag entnervt seine Demission an. Bei seiner Anhörung vor der französischen Nationalversammlung am Mittwoch gab Escalettes an, er sei während der WM bei den Spielern auf 'eine Mauer des Widerstands' getroffen. In 50 Jahren, die er im Fußball tätig sei, habe er so etwas noch nie erlebt.

Anelka fliegt aus Equipe

Für Enfant terrible Nicolas Anelka bleibt die Tür zur französischen Fußball-Nationalmannschaft offenbar geschlossen: Laut Ex-Verbandschef Jean-Pierre Escalettes wird der Stürmerstar nicht mehr das Trikot der Equipe Tricolore tragen. 'Niemand, weder ich noch mein Nachfolger noch der künftige Coach werden vergessen, was geschehen ist, und jeder wird klar machen, dass Anelka nicht mehr für Frankreich spielt'.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte die Einmischung der französischen Politik in Angelegenheiten des Fußballs am Dienstag scharf kritisiert und offen mit Sanktionen des Weltverbandes gedroht. 'Frankreich hat eine wahre Staatsaffäre aus dem Fußball gemacht, aber der Fußball gehört in die Hände der Verbände', hatte der Schweizer gesagt. Französische Politiker hatten die Drohung Blatters zurückgewiesen und beteuert, sie würden die französische Verbands-Autonomie respektieren.

Malouda fordert professionelles Umfeld

Anelkas Chelsea-Teamkollege Florent Malouda hat derweil eine schonungslose Analyse des peinlichen Auftretens der Equipe Tricolore bei der Weltmeisterschaft in Südafrika geliefert. Er warf dem französischen Verband amateurhaftes Handeln vor. 'Ein Systemfehler hat zum Debakel geführt. Die Spieler, die bei Vereinen wie Chelsea, Barcelona, Bayern oder Lyon unter Vertrag stehen, brauchen ein hochprofessionelles Umfeld, um aufzublühen', sagte der England-Legionär vom englischen Meister FC Chelsea im Interview mit dem L'Equipe-Magazin.

Es sei schwierig für ihn gewesen, das System Nationalmannschaft zu akzeptieren, wenn man es mit den Umständen bei einem Klub wie Chelsea vergleiche. Malouda: 'Jedes Mal, wenn ich in die Nationalmannschaft berufen wurde, wurde ich wieder mit negativen Geschichten und schlechten Schwingungen konfrontiert.'

Der Chelsea-Star kritisierte die fehlende Kommunikation mit WM-Trainer Domenech: 'Nicht einmal in den letzten Jahren haben meine Worte irgendeinen Einfluss beim Trainer hinterlassen.'

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Helmut Mayer
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Der Chelsea-Star...

...kritisierte die fehlende Kommunikation mit WM-Trainer Domenech: 'Nicht einmal in den letzten Jahren haben meine Worte irgendeinen Einfluss beim Trainer hinterlassen.'
Der Herr Star duerfte das Konzept eines Trainers noch nicht begriffen haben. Domenech mag ein schlechter Trainer sein, aber was sich diese Herren Spieler leisten, da hab' ich sogar Sympathie fuer den Trainer...

1116er
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blatter: Frankreich hat eine wahre Staatsaffäre aus dem Fußball gemacht, aber der Fußball gehört in die Hände der Verbände'

dann sollte aber auch vor beginn die verbandshymne gespielt werden!
oder besser: alle singen mit inbrunst die fifa-hymne, zum lob des göttlichen blatter.

skip it
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die marseillaise gehoert seit 1789 dem franz. volk...

...und nie und nimmer sarkozy und konsorten.

genauso wie die oest. bundeshymne nie und nimmer der oest. politik gehoert.

und eine nationalmannschaft spielt fuer, richtig, ihr land, ihre nation, ihre "leute daheim". und ein sportverband ist einer regierung oder einem partlament genau NULL berichtspflichtig.

sonst noch wuensche?

sie san a klans autoritaets-doderl, scheint's. braunwaehler?

1116er
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ich weiss ja nicht, welches 'doderl' sie sind.

aber zumindest scheinen sie eine recht kindliche ansicht darüber zu haben, was die motivation von profis betrifft.

skip it
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und was hat ihr nunmehriges posting...

...mit ihrem obigen zu tun?

sie sind zumindest unkonzentriert.

sepp schilehrer
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Angeblich (lt. ZDF) gab's ja auch "Reibereien zwischen Muslimen und Afrikanern".

Echt toll in einer europäischen Fussballnationalmannschaft....

Der Freund Deiner Frau
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Ui, da kennt sich einer besonders gut aus

- fast so gut wie Marine Le Pen, die meinte, dass ".... Caïds und ethnische Clans im frz. team ein Apartheidsystem installiert haben.....".

Und das in Suedafrika!

Meine Antwort: Alles vous faire enculer.



Pylorus
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ein scherbenhaufen lässt sich aber schwer mit einer heugabel aufräumen...

Jugo Jebe Dugo
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erstmal ausmisten, dann mit dem besen die scherben und kleineren mistreste rauskehren. ;-)

joseba beloki
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zum einen muss auf die blattersche forderung, die politik möge sich raushalten, immer wieder gesagt werden: dann zahl dir deine infrastruktur selber, alter schmock. die fifa macht ungefähr das an gewinn, was südafrika investiert hat. das heißt, sie könnten selber zahlen und stiegen immer noch pari aus und werden somit quasi subventioniert.
was das profitum anbelangt: die "herren millionäre" spielen dort quasi ehrenamtlich. und ich kann mir zudem schwer vorstellen, dass irgendeiner 100% geben kann, wenn er darin keinen sinn sieht. ein system zu finden, dass sinnvoll erscheint, ist aber aufgabe des trainers und genau das, was unter einem "professionellen umfeld" verstanden werden darf.

Prof. Dr. Abdul Nachtigaller
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ich kenn die vereinbarten prämien der franzosen nicht, aber abgeleitet von anderen europäischen mannschaften kann man davon ausgehen, dass es doch um einige 100.000€ pro nase gegangen ist.

unter ehrenamtlich versteh ich was anderes.

joseba beloki
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sie müssen die prämie mit der wahrscheinlichkeit des sieges gewichten. und die ist selbst bei maximalem bemühen relativ gering. wir sind also in der größenordnung von 10.000€. immer noch viel geld für mich, scheinbar immer noch viel geld für sie. für einen nationalspieler aber sicher nicht mehr, als er wegen einer bei der wm erlittenen verletzung an etwaigen prämien verliert. ergo: ehrenamtlich, selbst bei diesen summen.

Ich bin wirsch, gezogen und gehobelt.
 
00

Während einer WM kann ein Spieler aber mehr Aufmerksamkeit erregen und dementsprechend mehr für seinen Marktwert tun als während des normalen Bundesligabetriebs. Die ganze Welt schaut zu, nirgendwo sonst kann ein Spieler sich so profilieren oder eben auch blamieren.

rudi rednose
02
Professionell wäre gewesen, trotz Domenech und dem

Verband alles zu geben!

Olivier Merle
00

professionell wäre es gewesen, domenech spätestens vor 2 jahren in die wüste ähm auf eine weit weit weit entfernte insel in einem weit weit weit entfernten ozean zu schicken.

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réactiver le bagne...

...urlaub bei freunden.

omesco
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Was heisst den professionelles Umfeld? Die Herren Millionäre von Chelsea, Bayern etc, die sollen sich selbst mal professionell verhalten und sich den Arsch aufreissen, anstatt wie verwöhnte Kinder denen man das Spielzeug weggenommen hat.

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momang...

...wenn ich als spieler das ganze jahr von kapazundern trainiert werd und auch die des gegners einschaetzen kann und mir dann von einem hilfs-schackl aufs haupt sch... lassen muss, dann bin ich aber auch satt auf tausend.

kluger_kommentar
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ich sags jetzt mal ganz unverblühmt

das gilt für die fanz. Fußballer als auch für die Ö usw.

WAS DIE ALLE HERUMJAMMERN. Umfeld passt nicht, Trainer passt nicht, BLA BLA BLA!

Für DIESE Kohle die jeder bekommt, würden viele Menschen FREIWILLIG wenns sein muss in der Unterhose trainieren.

steff666
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Nur wird dann halt eine Mannschaft Weltmeister,

die ein besseres Umfeld hat. Mittels Kritik oder sogar Streik, wenn sich jahrelang nichts ändert, können Beteiligte (z.B. Spieler) darauf hinweisen, um eben eine Besserung zu erzielen.

Gary Grantscherbn
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War der Blanc nicht auch einer der Weltmeistertruppe von 98?

Olivier Merle
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Kapitän....

ZekkenM4Lv*
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jup, er durfte barthez glatze küsschen, und bildete u.a mit dechamps und zidane die zentrale achse im 98 wm-team!

geest /ovic
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jap, und zwar der glatzen-küsser-könig! der im 1/8finale das golden goal erzielt hat

Gary Grantscherbn
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ps. das Golden-Goal muss gegen die gestern wieder einmal unglücklich abservierten Paraguayos passiert sein, wenn ich mich (ohne irgendwo herumzugoogeln) richtig erinnere.

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