Würmer in Badeseen

"Möglichst kurz im seichten Ufer"

4. Juli 2010, 19:38
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    Larven versuchen, in die Haut von Enten einzudringen. Dabei irren sie sich ab, und zu und bohren sich versehentlich in die Haut von Badenden.

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    Herbert Auer ist Biologe und Leiter der Abteilung für Medizinische Parasitologie des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Med-Uni Wien.

    Web: www.helminths.at

In Badeseen können sich Schwimmer eine Form von Dermatitis zuziehen, die von Würmern ausgelöst wird - Parasitologe Herbert Auer im Interview

Standard: Im Sommer gibt es immer wieder Meldungen von Würmern in Badeseen, die Juckreiz auslösen. Wie hoch ist das Risiko?

Auer: Nicht hoch. Jeder sollte nur wissen, dass es das Risiko gibt. Die Krankheit ist harmlos. Pro Saison infizieren sich nur einige hundert Menschen damit.

Standard: Was sind Zerkarien?

Auer: Eine Larvenform bestimmter Parasiten, nämlich der Saugwürmer. Diese gibt es auf der ganzen Welt. Es gibt verschiedene Arten. Eine davon, ein Pärchenegel, löst die gefährliche Bilharziose aus, allerdings kommen diese Parasiten nicht in Europa, sondern in Afrika, Südamerika, im Nahen Osten und Asien vor. In Österreich wird die Zerkariendermatitis durch Larven von Würmern ausgelöst, die wir als Vogelbilharzien zusammenfassen. Denn in Vögeln, vor allem in Enten, ent- wickeln sich die Larven zu erwachsenen Würmern.

Standard: Was tun sie Menschen?

Auer: Die infizierte Ente scheidet mit dem Kot Wurmeier ins Wasser aus. Daraus schlüpfen Larven-Vorstadien, die in Wasserschnecken eindringen. Dort entwickeln sich Larven und überwintern. Sobald es warm wird, verlassen sie die Schnecken und versuchen, in die Haut von Enten einzudringen. Dabei irren sie sich ab, und zu und bohren sich versehentlich in die Haut von Badenden.

Standard: Merkt man das?

Auer: Nein, dafür sind die Larven zu klein. Beim ersten Mal merkt man nichts, bei manchen prickelt die Haut oder juckt und es treten kleine, rote Flecken auf. Wer öfters von Larven befallen wurde, hat erst einige Stunden danach einen starken Juckreiz, und es entstehen rote, tastbare Stellen.

Standard: Was kann man dagegen tun?

Auer: Nach zehn bis 20 Tagen lassen die Beschwerden meist von selbst nach. Cremen oder Salben gegen Juckreiz können helfen, zum Beispiel mit einem Antihistaminikum. Die Larven sterben innerhalb weniger Tage ab.

Standard: Wie kann man sich schützen?

Auer: Indem man sich möglichst kurz im seichten Ufer aufhält und rasch ins tiefere Wasser schwimmt. Nach dem Baden Schwimmzeug ausziehen und kräftig abtrocknen, das senkt das Infektionsrisiko erheblich. Auch Fettsalben bieten einen gewissen Schutz. Zu viel davon auf der Haut tut aber der Umwelt nicht gut. (Felicitas Witte, DER STANDARD, Printausgabe, 05.07.2010)

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Ava Tar
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Danke. Mich juckt's jetzt^^

Kra Wuzikabuzi
00
das juckt mich nicht.

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